Es war Freitag. Kurz vor Drei.Nach entspannenden Unterrichtsstunden mit Grobian in Pflege magischer Geschöpfe und langweiligem Unterricht bei Professor Flora in Kräuterkunde, hatte sie Zauberkunst gehabt.
Zu ihrem Leidwesen bei Professor Pitch.Seine fahle Haut und seine schwarzen Kleider ließen ihn bedrohlich und gruselig erscheinen. Alle hatten Angst vor ihm, sogar die, die es nicht zugeben wollten, wie beispielsweise Hans oder Randall.
Seltsamerweise hatte er eine Obsession mit Merida. Sie wusste nicht weshalb, aber jedes Mal, wenn sie bei ihm Unterricht hatte, schien er sie zu beobachten.Jedenfalls hatte sie dies unglaublich erschöpft, weshalb sie auf das, was den Rest des Tages passieren sollte, überhaupt nicht erpicht war. Punzie hatte darauf bestanden, sie hübsch zu machen. Und das war ein richtiger Kampf gewesen!
Nun stand Merida da, mit einem Kunstlederrock und einem grauen Pullover, um ihren Hals hing eine Kette aus vergoldetem Metall und ihre Füße taten schon alleine vom stehen weh. Ihre blonde, beste Freundin hatte sie unbedingt in ihre Ankleboots mit Absatz stopfen müssen.
Sie hatte auch fast Meridas Haare glätten wollen, aber ab da hatte die Gryffindor dann doch gestreikt. Da sie aber Rapunzels großen Hundeaugen nicht hatte widerstehen können, musste sie es über sich ergehen lassen, ihre Haare immerhin hochzustecken.
"Oh, Prinzessin. Na du hast dich aber herausgeputzt, dafür dass du mich ja überhaupt nicht magst", grinste Jack Frost, der plötzlich aufgetaucht war.
Er trug einen blauen Kaputzenpullover und eine graue Jeans, sein Stab locker an ihn angelehnt.Merida verschränkte die Arme. "Rapunzel hat mich gezwungen!", erklärte sie mit einem beleidigten Gesichtsausdruck und schnaubte. "Und nenn mich nicht Prinzessin!" Jack betrachtete sie prüfend, dann ging er auf sie zu.
Verdutzt zuckte sie zusammen und sah ihn mit rotem Gesicht an. "W-was machst du da?!", fragte sie und wollte einen Schritt zurück machen, wobei sie an das Portrait der fetten Dame stieß.
"Mensch, pass doch auf, du Möchtegern-Weasley", keifte sie. Erschrocken machte Merida wieder einen Schritt nach vorne, wodurch sie gegen Jacks Brust stolperte. Er hielt sie fest, um zu verhindern, dass sie stürzte und grinste sie mit seinem schiefen Lächeln an.
"Nicht so stürmisch", sagte er mit einem amüsierten Gesichtausdruck, bevor er sie los ließ.
"Halt den Mund, Frost, das war deine Schuld", sagte sie grummelnd. Jack griff zu ihrem Haar, löste sie Klammer und sah zu, wie die Haare seiner Begleitung ihr über die Schultern fielen."Sieht so viel besser aus, jetzt komm. Wir müssen uns ranhalten", sagte Jack und hielt ihr einen Arm hin. Merida reckte schnippisch ihre Nase in die Luft, ignorierte seinen Arm und stöckelte zur Treppe. Dabei taumelte sie auf Grund der Absätze und stolperte schon wieder. Jack seufzte, streckte seinen Stab aus und zog sie mit dem ringförmigen Ende wieder zu sich.
"Hinfallen scheint ein Hobby von dir zu sein, oder Dun'Broch?", fragte er leicht genervt.
"Da wir das ja jetzt geklärt haben, würdest du BITTE meinen Arm nehmen?", fragte er ein wenig energischer und hielt ihr diesen erneut hin.
Mit einem grummeligen Gesichtsausdruck gab Merida schließlich nach und hielt sich an Jack fest, der sie die Treppe hinunter führte."Das hast du absichlich so geregelt, oder?", flüsterte jemand hinter einer der Ritterrüstungen.
"Du meinst die Schuhe? Jap", antwortete eine weitere Stimme kichernd.
"Dass Mer das mit sich hat machen lassen..", murmelte eine männliche Stimme. Als Jack und Merida nun nicht mehr zu sehen waren, lukten drei Köpfe aus ihrem Versteck hervor. Einer von Astrid, einer von Hicks und der dritte von Rapunzel.
"Los kommt, schnell hinterher! Ich will wissen, wie es weiter geht!", rief die Ravenclaw aufgeregt und lief die Treppen herunter, gefolgt von ihren zwei Freunden.
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That's Hogwarts
FanfictionEs ist Meridas fünftes Schuljahr und es kommen Probleme auf sie zu. Nicht nur, dass Nervensäge Jack Frost, der dem rothaarigen Gryffindormädchen seit dem ersten Tag auf den Geist geht, die wilde Gryffindor immer wieder in Verlegenheit bringen muss...