Ich lag immer noch in meiner Kuhle und dachte nach. Auf einmal hörte ich etwas. Ein paar Meter weiter raschelte es im Gebüsch. Ich horchte. Ich dachte nur: Bitte, bitte lass es nicht die Männer sein! Ich wollte eigentlich schon aufspringen und davon laufen, doch dann atmete ich auf. Es war nur ein Reh, das, als es mich sah, erschrocken davon lief. Ich rappelte mich auf und setzte mich in Bewegung. Mein Fell war jetzt Pech Schwarz, wie das von Liam. Ich ließ mich von meiner Nase führen und folgte meinen Spuren zurück zu dem Ort, von dem ich geflohen bin. Als ich Liam's Gehege von weitem durch die Bäume sah, blieb ich stehen. Jetzt brauchte ich einen Plan. Liam konnte mich bestimmt nicht hören, denn ich war noch viel zu weit weg um meine Gedanken mit ihm zu teilen. Ich schaute mich um. Ich sah das viele Männer überall verteilt waren. Sie hielten wahrscheinlich Ausschau nach mir. Ich musterte die Männer, denn ich hatte einen Plan. Zu Liam's Gehege musste es ja wohl auch ein Schlüssel geben. Zu meinem Glück hatte einer der Männer mehrere Schlüssel an seiner Hose befestigt. Einer davon musste Liam's sein. Ich wartete gespannt auf die Nacht und hoffte nicht entdeckt zu werden. Als es nach langen Stunden endlich Nacht wurde, schlich ich mich aus dem Gebüsch. Die Männer liefen immer noch auf dem Gelände Rum und suchten nach mir. Der Mann mit den Schlüsseln stand ziemlich nah an Liam's Gehege und ein paar Schritte weiter waren noch zwei weiter Männer. Ich dachte kurz nach, dann nahm ich ein kleinen Stein in mein Maul und schmieß ihn so weit von mir weg, wie nur möglich. Die zwei Männer und noch ein paar andere neben dem Mann mit den Schlüsseln, gaben sich Handzeichen und liefen dahin, wo sie mich vermutlich gehört hatten. Der Mann mit den Schlüsseln stand nun ganz allein da. Ich schlich mich von hinten an ihn ran. Jetzt hieß es bloß keinen Fehler machen, sonst war alles um sonst. Liam hatte anscheinend auf mich gewartet, denn er saß voller Spannung in seinem Gehege und hoffte darauf das ich es schaffe, dem Typen die Schlüssel zu entnehmen ohne bemerkt zu werden. Der Typ stand noch immer wie angewurzelt da und machte manchmal so unerwartete Bewegungen, das meine Beine vor Angst fast in sich zusammen brachen. Ich nahm die Schlüssel ins Maul und schob den Ring, wo dran die Schlüssel befestigt waren langsam von dem Haken an der Hose des Mannes. Als ich es fast geschafft hatte, machte er eine Ruckartige Bewegung. Ich traute mich nicht zu bewegen oder zu atmen. Dann schob ich den Ring über den Haken und hatte die Schlüssel endlich im Maul. Leise schlich ich zurück in den Wald. Ich musste erstmal heraus finden welcher der richtige Schlüssel ist. Ich lockte auch die letzen zwei Männer weg. Nun holte ich die Schlüssel und lief zu Liam. Der schaute mich stolz an.»Gut gemacht Suna! Der kleinste Schlüssel passt!«
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Die weiße Wölfin
Loup-garouEin Mädchen Namens Suna lebt alleine im Wald. Sie ist halb ein Werwolf und Verwandelt sich eines Tages das erste Mal. Dadurch, das sie nicht weiß wie man sich zurück in einen Menschen Verwandeln kann, bleibt sie in ihrer Wolfsgestalt. Sie wird Gefan...
