Der Plan

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Liam und ich waren jetzt schon eine ganze Weile dabei, uns zu überlegen wie wir ausbrechen können. Uns fiel einfach nichts ein...Das Gehege, wo drin wir uns befanden hatte sehr hohe Zäune, sodass das rüberklettern oder gar springen unmöglich wurde. Es vergingen Tage und in einer Nacht kam mir eine Idee. Sofort sprang ich auf und lief leise zu Liam's "Abteil" rüber, um ihm meinen Einfall zu "erzählen".»Hey, Liam! Liam...« Er öffnete langsam seine verschlafenen Augen und blickte mich müde an.»Was ist denn Suna? Warum Weckst du mich Mitten in der Nacht?« »Liam! Ich habe die Idee! Ich weiß einen Weg hier weg zu kommen!« Liam rappelte sich auf und war auf einmal hell wach.»Also, wie wäre es wenn ich morgen früh so tue, als ob ich Krank bin. Ich lege mich einfach hin und röchel so ein bisschen und hör dann irgendwann auf und bleibe regungslos liegen. Mit ein wenig Glück holen die mich dann ohne Betäubung raus und ich warte den passenden Moment ab um auszubrechen.« Liam hat mir aufmerksam zugehört. Jetzt fängt er an zu "sprechen":»Die Idee ist gut, aber was ist mit mir?« Ich stocke. Darüber habe ich ja noch gar nicht nach gedacht.»Wenn ich erst mal draußen bin, überlegen ich mir was! Ich lass dich hier nicht alleine! Ich verspreche es.« Erleichtert schaut mich Liam mit seinen hübschen Wolfsaugen an. Wir beiden legten uns, ohne einen weiteren Gedanken auszutauschen wieder schlafen.

Am nächsten Morgen setzte ich meinen Plan in die Tat um. Liam schaute zu mir rüber, um zu gucken ob alles so verlief, wie wir uns das ausmalten. Nervös legte ich mich hin und schloss meine Augen nur halb. Dann hörte ich den Mann, der uns jeden Morgen fütterte. Als er schon fasst am Gehege war, fing ich an zu röcheln. Der Mann sah beunruhigend zu mir rüber. Jetzt hörte ich auf zu röchel und lag ganz still da. Der Mann schlug die Arme über den Kopf und lief los. Als er nach gut einer Viertel Stunde wieder kam, hatte er zwei weitere Männer mit gebracht. Der Typ der mich "gekauft" hatte und noch ein anderer. Sie hatten eine Trage mitgebracht. Ich lag immer noch, kaum atmet auf der selben Stelle. Durch Futter lockten sie die anderen Wölfe in den Innenbereich, nun machten sie die Gittertür auf. Sie legten mich ziemlich grob in die Trage. Ich war wie erstarrt, bloß nicht Bewegen! Sie trugen mich hinaus. Jetzt war ich frei, dachte ich. Die vier Männer schleppten die Trage in ein Raum. Sie fingen an zu reden, aber ich hörte nicht zu. Ich durfte kein Mucks von mir geben.

Die weiße WölfinGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt