Antonia lief immer noch hin und her. Nach einer Weile stoppte sie ruckartig. „Ich weiß wo die Schlüssel sind!” sagte sie nur mit einer komischen Bewegung und verwandelte sich hastig in einen Wolf. Kaum war sie in ihrem Werwolfsköper, stürzte sie aus der Höhle. Cecile, die alles mit bekommen hatte, grinste plötzlich und versuchte sich auf zu richten, was ihr kaum gelang. Nach einer gefühlten Ewigkeit schaffte sie es, sich so halb aufzurichten. Ihre Ellenbogen stützten sie. Hustend spuckte sie Blut, was sie aber nicht vom Grinsen abhielt. Diese Frau war mir wirklich unheimlich. Als sie dann aber noch anfing, wie verrückt zu lachen und sich zu Suna umdrehte, griff ich kurzerhand nach einem Stein, der auf dem Boden lag und schmieß ihn Cecile an den Kopf. Durch den Schlag kippte sie wieder um. Diesmal war sie anscheinend wirklich k.o. Wieso war diese Frau nur so verrückt? Ich sah zu Suna rüber, die wie schon vorhin, immer noch auf ihrem Rücken lag und sich nicht rührte. Hoffentlich geht es ihr gut...Nach einer langen Zeit kam Antonia endlich, noch in ihrem Wolfsköper, wieder. In ihrem Maul: Die Schlüssel! Na endlich! Antonia schüttelte sich schnaubent um das Wasser, was sich in ihrem dichten Fell befand, abzuschütteln. Dann Verwandelte sie sich und lief auf mich zu. Sie schloss Wortlos meine Beinkette auf. An der Stelle, wo die Kette lag, war mein Bein stark gerötet. Antonia schloss auch Suna's Kette auf. Dann setzte sie sich erschöpft auf den Boden.„Geschafft” sagte sie außer Atem. Nach einer Weile stand sie auf.„Olli? Hilfst du mir mit Suna? Wir müssen sie hier raus tragen...” Ich nickte. Als ich aufstehen wollte, knickte ich beinahe um. Ich stolperte und Antonia fing mich auf.„Geht's?” fragte sie besorgt. Ich nickte nur wieder. „Na dann...” sagte sie und stellte mich behutsam auf meine Füße. Wackelig machte ich meinen ersten Schritt. Es fühlte sich ein bisschen an, als müsse ich das laufen neu lernen. Nach einer Weile schaffte ich es wenigstens gerade zu stehen. Später trugen wir dann Suna aus der Höhle. Als ich ins helle Sonnenlicht trat, mussten meine Augen sich erst mal daran gewöhnen, da ich ja solange im dunklen saß. Vorsichtig legten wir Suna auf den Waldboden. Antonia drehte sich einmal im Kreis und sog die frische Luft in ihre Nase auf. Leise aber hörbar fragte sie:„Wo sind wir?” Ich zuckte ahnungslos mit den Schultern...
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Die weiße Wölfin
WerewolfEin Mädchen Namens Suna lebt alleine im Wald. Sie ist halb ein Werwolf und Verwandelt sich eines Tages das erste Mal. Dadurch, das sie nicht weiß wie man sich zurück in einen Menschen Verwandeln kann, bleibt sie in ihrer Wolfsgestalt. Sie wird Gefan...
