Angst um Liam

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Die Frau, dessen Namen ich immer noch nicht kenne, musterte Liam's offene Wunde:„Also das sieht echt übel aus! Es wäre ein Wunder, wenn er das schaffen würde...” Mir stiegen die Tränen in die Augen. Die Frau blickte auf und schaute zu mir, als sie sah das ich weinte, sagte sie schnell:„Also ähm Liam hat vielleicht eine Chance, wenn er mit zu mir und meinem Rudel kommt und dort werden wir seine Wunden versorgen.” Ich schniefte und gab ein leises, aber hörbares "Ja" als Antwort. Die Frau half mir Liam zu deren Haus mitten im Wald zu schleppen. Das Haus war ein gut getarnte Holzhütte, das schon einige Jahre auf dem Buckel hatte. Die Tür knarrte, als wir sie Aufmachten und Liam rein trugen. Drinnen war alles ziemlich normal eingerichtet. Als ich mich umschaute, blickte ich plötzlich in zwei stahl blaue Augen, die mich böse anfunkelten. Es war Cécile die da in der Ecke saß und mich anscheinend nicht leiden konnte. Als die Frau Liam auf ein Sofa verfrachtet hatte, kam sie zu mir:„Ah, Cecile kenntst du ja schon! Sie ist Beta in meinem Rudel und ist manchmal etwas unfreundlich zu Fremden. Mein Name ist übrigens Antonia.” „Ähm, schön dich kennen zu lernen!” sagte ich schüchtern. Cecile äffte mich nach:„Schön dich kennen zu kennen zu lernen...Schlampe..der Wolf ist doch eh nicht mehr zu retten..” Das letzte sagte sie leise, aber Antonia hörte jedes Wort. Sie war sichtlich wütend über Ceciles Verhalten. Sie ging rüber zu Liam und schaute sich nochmal seine Wunde an. Dann holte sie eine ecklig stinkende Paste aus einem Schrank und verschmierte sie großzügig auf die offene Wunde.„Wenn das getrocknet ist, nähen wir seine Wunde!” Ich nickte und setzte mich zu Liam. Ich streichelte seinen Kopf. Er war so schön. Seine Augen waren geschlossen und er atmete schwer. Ich wollte ihm so gerne den Schmerz nehmen, aber ich konnte es nicht. Nach einer Weile stand ich auf und sah mir die Wunde an. Die Salbe war getrocknet aber Antonia und Cecile waren weg gegangen. Ich überlegte nicht lange und lief aus dem Haus. Ich nahm die Luft in meine Nase auf und folgte Antonia's Geruch. Nach einer Weile sah ich sie und um sie herum ihr Rudel. In der Mitte waren sie und noch ein anderer männlicher Wolf. Beide waren in ihrer Wolfsgestalt. Ich beobachtete vom Weiten, was da abging. Sie schienen sich anzuknurren. Beide gingen plötzlich auf einander los und bissen sich. Aber der männliche Wolf hatte keine Chance. Antonia war stärker. Der Wolf gab erst nicht auf, wurde dann aber so heftig auf den Boden geschleudert, das er sich schließlich doch unterwarf. Danach stand er mit eingezogener Rute auf und rannte davon. Antonia verwandelte sich und sah mich. Sie kam auf mich zu. Ich fragte neugierig:„Was war das denn gerade?”„Das war Luk. Er hat mich herausgefordert, um Alpha zu werden. Wir haben gekämpft und wer verliert, muss das Rudel verlassen. Was ist jetzt mit deinem Freund? Ist die Salbe schon getrocknet?” Ich nickte...

Die weiße WölfinGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt