Nicht ich selbst

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„Nein...", schrie ich und stellte mich vor Suna, „Das kannst du nicht machen! Nicht so..." Antonia sah mich ziemlich verwirrt an:„Uns läuft die Zeit davon, Liam! Wenn wir noch länger warten, wird die Infektion ihre Organe angreifen und sie töten..." versuchte sie mir zu erklären. Ich schluckte...Ich sah hilflos zu Suna. Ihre Augen starr in den Himmel gerichtet. Vermutlich hatte sie große Schmerzen. Das war vermutlich ihre einzige Chance, zu überleben und ich konnte sie nicht verlieren. Mit einem gequälten Kopfnicken in Richtung Antonia, lief ich weiter in den Wald hinein um das schreckliche Ereignis nicht mit ansehen zu müssen. Im laufen fing ich an zu weinen. Schluchzend hielt ich meine Hände an meine Stirn. „Scheiße..." fluchte ich. Ich blieb abrupt stehen und ballte meine Hand zu einer Faust. Ich spürte wie meine Körper verlangte mich in einen Wolf zu verwandeln. Meine Fingernägel wurden langsam zu langen Wolfskrallen und bohrten sich in meine Handballen. Der Schmerz lenkte mich ab, er machte mich wütend aber er lenkte mich ab. Nach einer langen Weile, kam Antonia zu mir. Ihre Hände waren voller Blut und ihr Gesicht sah leidend aus. „Ist...ist sie..." stotterte ich ich nervös. „Nein...aber es sieht nicht gut aus." seufzte sie. Mit schnellem Schritt und pochenden Herzen kam ich zurück zu Suna. Sie lag da, Schweiß gebadet. Ihr Bein war...es war wirklich abgetrennt. Überall war Blut und ihre Augen waren geschlossen. Mein verzweifelter Blick schweifte zu ihren Hände. Sie waren verkrampft und ihr Atem war laut und schwer. Fassungslos hielt ich eine Hand an meine Stirn. Das sah absolut nicht gut aus. Ein enormer Schmerz durchbohrte mich unerwartet. Das war eindeutig zu viel. Mein Körper übernahm die Kontrolle und ließ mich auf den Boden fallen. Antonia fragte geschockt: „Liam? Geht es dir gut?" Mein Kopf drehte sich zu ihr. Ohne das ich es wollte, blitzten meine Wolfsaugen sie an und das einzige, was ich herausbrachte, war ein gefährliches Knurren, was Antonia ein erschrockenen Schritt nach hinten machen ließ:„Liam? Was ist mit dir los?" fragte sie noch, als sich meine Krallen in den Waldboden bohrten und meine Zähne zu spitz wurden. Ich hatte keine Kontrolle mehr über mich und meine Wolfsgestalt kam immer mehr zum Vorschein. Mein Körper knackte und ich versuchte Krampfhaft mich nicht zu verwandeln. Der Schmerz war jedoch zu groß...ich konnte nicht an meine menschliche Gestalt denken. In dem Moment dachte ich an nichts, außer an den Schmerz. Mein Wolfskörper hörte nicht auf mich, ich konnte nichts tun. Ich sah Antonia wie sie vor mir stand und auf mich einredete. Meine Wolfsgestalt fleschte die Zähne. Knurrend sah ich Antonia an. Meine Wolfsaugen glühten böse. Das war nicht ich...ich war nicht ich selbst.

Die weiße WölfinGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt