Last Word [Your Choice] by Kookie
Ich werde es wohl nie vergessen. Diese letzten Silben. Sein aller letztes Wort zu mir. Kein Inhalt. Nur mein Name. Und doch fühlt es sich an, als sei es das wichtigste Wort überhaupt. Als hätte dieses eine Wort eine so viel wichtigere Bedeutung als alles was ich je zuvor gehört habe. Es lag an der Art, wie er es sagte. An seinem Ausdruck und an dem grausamen Moment. Ich hätte nie gedacht, dass ich ihn je wieder sehen würde. Ich dachte, ich hätte ihn für immer verloren. Wenn ich es doch nur besser gewusst hätte. Sein Anblick hatte mich so überrascht und aus der Fassung gebracht. Er war der Grund, wieso ich dor oben stand. Seine Abwesenheit war die Ursache meiner Schmerzen. Und plötzlich war er wieder da. Zu dem denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Wie hätte ich mein Gleichgewicht noch halten sollen, als er plötzlich hinter mir stand? Wie hätte ich mich auf meinen Körper konzentrieren können, während alles in meinem Geist explodierte? Ich will nicht, dass er sich die Schuld gibt. Doch er tut es. Und er wiederholt immer wieder dieses eine, schmerzhafte Wort. Es tut mir weh, jedes Mal, wenn er es wiederholt, mit Verzweiflung in der Stimme. Es ist eine andere Art der Verzweiflung als die, die auf dem Hausdach seine Stimme ummantelte und diese neue ist noch viel schlimmer. Ich versuche ihm zu antworten. Jedes mal wenn er weint und meinen Namen schluchzt, flüstere ich ihm seinen entgegen. Doch er hört mich nicht. So wie seine Rufe in meinen Ohren wiederhallen, so hängen auch meine Todesschreie in seinem Gedächtnis fest und das auf ewig
