(Wie immer: ignoriert bitte jegliche Rechtschreibfehler.)
Ein lautes Seufzen entweicht meinen Lippen, als ich meine Augen über mein abgemagertes, hässliches Spiegelbild gleiten lasse und ich spüre bereits wieder die Tränen auf meinem Nasenrücken, sodass ich dem Spiegel Kopf schüttelnd den Rücken zuwende und das Wasser anmache.
In kürzester Zeit füllt sich das Bad mit Dampf und als der warme Strahl meine Haut trifft, mich regelrecht alles vergessen lässt, kann ich es einfach nicht mehr zurückhalten.
Die Tränen finden ihren Weg an meiner Wange zu meinem Kinn und ich liebe das Gefühl.
Früher dachte ich immer, dass Jungs nicht weinen durften, weil sie dann weniger Mann wären, doch seit einigen Wochen habe ich realisiert, dass das einfach nur Bullshit ist.
Ich fühle mich unglaublich gut wenn ich weine, denn dann lasse ich alles los und konzentriere mich nur auf die Tränen.
Es gehen so viele Dinge durch meinen Kopf, dass ich nicht Mal weiß, wie ich darauf reagieren oder damit umgehen soll und deswegen verliere ich mich nur noch mehr in den Wellen des Lebens.
Jedes Mal wenn ich denke, dass jetzt alles gut wird, scheint es nur noch schlimmer zu werden und ich bin an einem Punkt angekommen, wo die mentale Erschöpfung und physische Müdigkeit meinen ganzen Alltag bestimmen.
Es fällt mir schwer, mich auf etwas oder jemanden für eine längere Zeit zu konzentrieren und ob das jetzt an diesen nervigen Gedankendämonen oder wirklich an meinem Schlafmangel liegt, weiß ich nicht.
Je mehr ich an die letzten paar Wochen denke, desto mehr tränen finden ihren Weg an meiner Wange entlang zu meinem Kinn und irgendwann finde ich mich leise vor mich hin schluchzend mit der Stirn gegen die Wand gepresst wieder, während das warme Wasser auf mich herabfällt.
Allein der Gedanke an die Tatsache, dass ich weder meine Jungs noch mein Mädchen für so eine lange Zeit nicht sehen werde, nur um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen, stresst mich bis ins letzte und es wäre eine Lüge, wenn ich sagen würde, dass ich wirklich Zentimeter davor bin, meinen Verstand zu verlieren.
Ich versuche angestrengt mich zusammenzureißen, doch es ist definitiv schwerer als erwartet.
Es dauert gefühlte Stunden, bevor ich mich dazu bringen kann, die Dusche zu verlassen.
Seufzend ziehe ich mir Jeans und Unterwäsche an, bevor ich mich ein letztes Mal dazu zwinge, in den Spiegel zu schauen, ehe ich auch schon die Tür des Badezimmers öffne.
Als ich den Kopf hebe, stoße ich auf den unglaublich schönen Anblick meines Mädchens und spüre sofort, wie meine Brust vor Liebe und Verlangen nach ihr warm wird.
Mein Magen zieht sich immer wieder zusammen und ich nehme mir die Zeit, sie anzugucken, einfach weil ich ihren Anblick viel zu sehr genieße.
"Du bist so wunderschön."
Die Worte verlassen meine Lippen schneller, als mein Kopf es überdenken kann und kurz darauf finden unsere Blicke einander durch den Spiegel und dieses Mal habe ich das Gefühl, dass meine Brust vor Glücksgefühlen kurz vorm Explodieren scheint.
Mit sehnsüchtigen Augen beobachte ich Madison dabei, wie sie in einem einfachen Pullover und einem viel zu kurzen Rock auf mich zukommt und als sie ihre zierliche Hand über meinen nackten Oberkörper gleiten lässt, bekomme ich überall Gänsehaut.
Ich genieße ihre Berührung, spüre jedoch, wie sich mein Herz zusammenzieht, als sie mich wie aus dem Nichts den Kopf hebt, mich besorgt und mehr als nur traurig anblickt.
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HEARTBREAK HOTEL
Teen FictionEine Geschichte, in der ein im Leben verloren gegangener Junge versucht, sich mit einer Maske und einer Mauer vor allem und jedem zu schützen, bis er auf ein Mädchen trifft, das ihm wieder Grund zum richtigen Leben schenkt. (A/N: Die Geschichte enth...
