Die nächsten Wochen verliefen ungefähr so wie die Tage, nachdem Marcus bei mir gewesen war. Marcus erholte sich langsam, aber dadurch, dass sie immer noch auf Tour gewesen waren, hatten wir nicht so mega viel Zeit gehabt, zu schreiben und nur noch einmal kurz telefoniert, doch er entschuldigte sich dauernd dafür, nicht so viel Zeit zu haben, was total süß von ihm war.
Heute flogen Martinus, Kjell-Erik und er wieder nach Hause und sie waren jetzt schon im Auto auf dem Weg nach Trofors. Marcus allerdings schlief, weil er übermüdet und immer noch ein ganz bisschen angeschlagen war, hatte er mir geschrieben und ich verstand das total.
In den letzten Wochen waren meine Gefühle für ihn in keinster Weise weniger geworden, ich hatte mittlerweile einen ständigen Schmerz in meiner Brust, da ich mich so nach ihm sehnte.
Durch die wenige Zeit, die er zum Schreiben oder Telefonieren gehabt hatte, hatten wir auch noch nicht über den Kuss geredet oder was da denn jetzt zwischen uns war. Irgendwie hoffte ich, dass wir das noch klären würden, da ich wirklich wissen wollte, was denn jetzt da zwischen uns war.
Aber in den nächsten paar Monaten würden wir hoffentlich noch mehr Zeit dafür haben und wenn ich so darüber nachdachte, waren es auch "nur" noch vier Monate bis zu den Sommerferien, aber anders gesehen waren es nur noch sechzehn Wochen.
In den Sommerferien würden die Konzerte für Marcus und Martinus dann auch wieder losgehen, denn sie hatten noch ein paar Gigs in Skandinavien.
Ich konnte es wirklich nicht mehr abwarten, endlich Mac und Tinus wiederzusehen. Irgendwie hangelte ich mich so durch den Schulalltag und die Zeit verflog, während ich darauf wartete, dass ich Marcus wiedersehen würde.
Es war jetzt schon eine Woche vergangen, seitdem Mac und Tinus vom ersten Teil ihrer Tour zurück nach Hause gekommen waren. Marcus hatte sich wieder ziemlich auskuriert und jetzt auf die Schule und Fußball konzentriert.
Für heute hatten wir uns vorgenommen, zu telefonieren, auch wenn wir beide keine Fans des Telefonierens waren, aber irgendwie sehnten wir uns dann doch danach, die Stimme des anderen zu hören.
Ich lag schon in meinem Bett, da es bereits relativ spät war, aber ich war noch nicht müde beim Gedanken, gleich endlich wieder mit Mac reden zu können.
Und da klingelte auch schon sein Handy und ich hörte endlich wieder seine vertraute Stimme.
,,Heyyy, na wie geht's?", seine Stimme klang fast wieder ganz normal und nicht mehr so angeschlagen und ich musste automatisch breit lächeln. ,,Jetzt gut, und dir?", meinte ich lachend. ,,Könnte nicht besser sein", ich hörte auch sein Grinsen und erst jetzt wurde mir wieder bewusst, wie sehr mir der fröhliche und vertraute Klang seiner Stimme gefehlt hatte. ,,Na dann ist ja gut", ich lachte auch. ,,Hast du wieder Fußball gespielt?", fragte ich neugierig. Ich liebte Fußball, aber traute mich ehrlich gesagt nicht, alleine zu einem Probetraining zu gehen und jetzt, da ich ja schon fast 16 war, war es wahrscheinlich eh schon zu spät, mit etwas Neuem anzufangen. ,,Na klaro, hab sogar gestern beim Training vier Tore geschossen", erzählte er fröhlich und ich konnte heraus hören, wie stolz er war, was immer wieder einfach süß war. ,,Nice nice", ich lächelte. ,,Wenn du in Trofors bist, müssen wir unbedingt auch Fußball spielen", schlug er vor und klang ziemlich begeistert. ,,Na das wird lustig", ich lachte. ,,Warst du immer noch nicht beim Probetraining?", fragte er leicht enttäuscht, aber ich wusste, dass er es nicht wirklich ernst meinte. ,,Man, mit wem soll ich denn hin?", erwiderte ich lachend. ,,Mit deinen imaginären Freunden", sein Grinsen war nicht zu überhören. ,,Jaja, die werden dich dann erstmal fertig machen, wenn wir in Trofors sind", sagte ich lachend und er musste loslachen.
,,Das sehen wir ja dann", er lachte immer noch leicht und ich freute mich jetzt schon auf die Sommerferien, denn es stand mittlerweile wirklich fest, dass Lia und ich die letzten zwei Wochen bei Marcus und Martinus in Trofors verbringen würden. Ich konnte es jetzt schon nicht mehr abwarten.
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I'm just one flight away- Marcus & Martinus
FanfictionNeles ganzes Leben wird durch drei Tage im November mit Marcus und Martinus komplett auf den Kopf gestellt. (Hauptfigur ist Marcus)