Seufzend strich ich über den Stoff meines bodenlangen Kleides und betrachtete mein Spiegelbild.
Der hellblaue Chiffonstoff des Kleides fiel locker von meiner Taille hinunter, sodass nur noch die Schuhspitzen meiner weißen Pumps zusehen waren. Meine dunkelblonden lockigen Haare fielen in an meiner Schulter hinunter und meine Lippen leuchteten in einem hübschen Rotton.
Mein Blick wanderte von meinem Spiegelbild hinüber zu der danebenstehenden Kommode. Wie automatisch machte ich einen Schritt auf den Schrank zu und griff nach dem darauf stehenden Bilderrahm.
Vorsichtig strichen meine Finger über das Bild meines Zwillingsbruders. Langsam ließ ich das Bild sinken und schaute wieder in den Spiegel.Das alles war immer Deans Welt gewesen. Er hatte diese Partys geliebt und er hatte sich unter diesen Menschen wohlgefühlt. Nicht ich.
„Eli!", rief mein Dad von unten. „Bist du und Osten fertig? Der Fahrer wird gleich da sein."
Seufzend stellte ich das Bild zurück an seinen Platz und da hörte ich auch schon, wie mein 9 jähriger Bruder Osten seine Zimmertür aufriss und die Treppenstufen hinunter rannte.Um einiges langsamer folgte ich dem kleinen Unruhestüfter die Treppe hinunter.
„Du siehst hübsch Kleines."
Mein Vater reichte mir seine Hand um mir die letzte Treppenstufe hinunter zu helfen.„Danke Dad.", lächelte ich und schaute an mir hinunter.
* * *
„... und dann meinte er, wir sollten uns das nächste Mal mehr anstrengen." , lachte der ältere Mann, sodass sich kleine Fältchen um seine Augen herum abzeichneten.
Lachend verdrehte mein Vater seine Augen. „Das ist doch schon mindestens 30 Jahre her und ..."Ich gab mir wirklich die größte Mühe dem Gespräch zu folgen aber ich hatte das Gefühl, dass meine Schuhe mich bald umbringen würden. Und wenn ich so Osten anschaute, hatte er auch besseres zu tun als unserem Vater und Mr. Gelller zu zuhören, wie sie von alten Zeiten sprachen.
Unauffällig trat ich einen Schritt nach links und stellte mich näher an meinen kleinen Bruder heran, der ununterbrochen in eine Richtung starrte.
„Osten", wisperte ich leise, „was hast du jetzt schon wieder vor?"„Absolut gar nichts Schwesterherz.", flüsterte er ohne mich auch nur anzuschauen.
„Was auch immer du gerade vorhast; lass es! Oder muss ich daran erinnern was das letzte Mal passiert ist?"
Der neunjährige zuckte unschuldig mit seinen Schultern. „Was kann ich denn dafür das diese Veranstaltungen zum Sterben langweilig sind."
„Du hast das letzte Mal Mr. O'Brien und seinen Sohn fast ins Krankenhaus befördert, weil du die Schnürsenkel der beiden verknotet hattest, Osten."
„Du hast doch selbst gesagt das Jason O'Brien ein arroganter Vollidiot ist."
„Osten!", zischte ich vorwurfsvoll.
„Geb's zu Eli, ich habe Recht und außerdem", grinste er und deutete in Richtung Buffet, wo bereits ein junger Mann stand, „hatte ich nichts Besonderes vor. Ich wollte mir nur etwas zu Essen holen." Mit einem falschen Grinsen im Gesicht lief mein kleiner Bruder langsam davon und ließ mich somit wieder mit meinem Vater und dem anderen älteren Mann alleine.
„Verräter", murmelte ich und trat wieder einen Schritt an meinen Vater heran, wobei ich meine Aufmerksamkeit eher meinem Bruder und dem jungen Mann am Buffet widmete. Der braunhaarige Fremde beugte sich zu dem neunjährigen hinunter und hörte ihm gespannt zu, während Osten immer wieder abwechselnd zwischen dem Buffet und sich selbst her deutete.
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Twisted Fate | Shawn Mendes Fanfiction
FanfictionElizabeth Parkers Leben ist ein wahres Märchen. Das behaupten jedenfalls die Schüler der Springfield Highschool. Doch schaut man genau hin, erkennt man die großen Lücken in Elizabeths scheinbar perfekten Leben. Denn zwischen den ganzen glamourösen...