Shawn umfasste meinen Hinterkopf und presste seine Lippen auf meine. Meine Hände, die bis gerade eben noch auf dem Beifahrersitz lagen, schlang ich um seinen Nacken um ihn näher an mich zu ziehen und den Kuss zu vertiefen.
Es hatte sich für mich wie eine Ewigkeit angefühlt ihn nicht so nah sein zu können wie ich es mir gewünscht hatte. Auch wenn diese besagte Ewigkeit in Wirklichkeit nur schlappe 45 Minuten waren, die wir für den Weg vom Restaurant bis zu Shawn nach Hause gebraucht haben.
Für mich war es beinahe beschämend zuzugeben, dass ich ihm schon wieder so leicht verziehen habe. Aber seine Worte, die er wählte und die Art wie er mich berührte legten in meinem Kopf irgendeinen Schulter um. Alleine der Satz, indem er zugegeben hatte, dass er mich will, hatte mich schwach werden lassen und ich bin im Handumdrehen von dieser Mauer geklettert und ihm in die Arme gefallen. Es war einfach unglaublich, welche Kontrolle er bereits über mich hatte.
„Du bringst mich um den Verstand, Eli", sagte Shawn leise und strich vorsichtig über meinen Rücken, nachdem ich mich von ihm gelöst hatte, um für einen kurzen Moment nach Luft zu schnappen.
Ich wurde rot, wie immer, wenn er solche Dinge sagte. Sofort beschleunigte sich mein Puls und ich senkte kichernd meinen Kopf.
„Ich hoffe doch nur im positiven Sinne", lächelte ich verlegen. Langsam rutschte ich an die äußerste Kante des Autositzes und ließ meine Beine seitlich aus dem Jeep baumeln, während ich meine Arme noch immer um den Körper des Jungen geschlungen hatte, der vor mir stand.
„Mehr als nur im positiven Sinne", drückte er mir einen weiteren Kuss auf die Wange bevor er mich ohne Vorwarnung hochhob und mich nur wenige Sekunden später wieder auf den sicheren Erdboden absetzte und die Tür seines schwarzen Jeeps schloss.
Mit meiner Tasche ins Shawns linker Hand liefen wir den gepflasterten schmalen Weg von seinem Auto bis zur Veranda. Auch wenn ich wusste, dass Shawns Eltern nicht zu Hause waren, sondern nur seine jüngere Schwester, wurde ich auf einmal nervös.
„Aaliyah mag dich, Eli", versuchte mich der Braunhaarige zu beruhigen als er bemerkte wie aufgeregt ich auf einmal war, „keine Sorge." Er schloss die Haustür auf und schob mich behutsam ins warme Innere des Hauses. Verunsichert sah ich mich um, als Shawn das Licht im Flur anschaltete.
Der dunkle Boden und die hellen Holzmöbel sprangen mir sofort ins Auge, sowie die Bilder die im Treppen Aufgang hingen, die ich von hier aus sehen konnte. Shawns laute Stimme die auf einmal ganz unvermittelt ertönte, ließ mich jedoch zusammen fahren und brachte mich so außer Konzept, dass ich sofort nach dem Arm des Braunhaarigen griff.
Belustigung spiegelte sich in Shawns Augen wieder als ich ihn ansah.„Sag einfach nichts", verlangte ich leise und ließ mit hochrotem Kopf von ihm ab. Ich konnte das breite Grinsen des Jungen förmlich durch meinen Rücken spüren als ich mich von ihm abwandte, um genauso wie Shawn meine Schuhe auszuziehen.
* * *
Ich atmete die kühle Nachtluft tief ein und genoss das langsame Schaukeln der Hollywoodschaukel auf der wir saßen. Es war Shawns Idee gewesen uns in den Garten zu setzen und noch ein wenig die letzten Stunden des Tages gemeinsam zu nutzen. Mir hatte sein Einfall von Anfang an gut gefallen sich auf die überdachte Schaukel zu setzen. Man hatte von hier einen wunderschönen Blick auf den Garten und den beleuchteten Pool der Mendes'.
Aber schließlich hatte es nur wenige Augenblicke gedauert bis mir die Augen zugefallen sind. Mein Kopf lehnte an Shawns Schulter während sein Körper und die Decke, in die wir gehüllt waren, mich wärmten.
Es war einer unserer gemeinsamen Momente, auf die ich heute noch gerne zurückblicke. An diesem Abend wurde mir zum ersten Mal wirklich bewusst was ich für ihn empfand. Es fühlte sich einfach richtig an diese Gefühle für ihn zu haben, weil ich dachte, dass ich die Person kenne, die da neben mir saß. Dass das nicht der Fall war, erfuhr ich erst Monate später als bereits alles zu spät war. Denn bereits an diesem Abend hatte ich mir eingestanden, dass ich wirklich in Shawn verliebt war.
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Twisted Fate | Shawn Mendes Fanfiction
FanfictionElizabeth Parkers Leben ist ein wahres Märchen. Das behaupten jedenfalls die Schüler der Springfield Highschool. Doch schaut man genau hin, erkennt man die großen Lücken in Elizabeths scheinbar perfekten Leben. Denn zwischen den ganzen glamourösen...