1.35 | {Elizabeth Parker}

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Taylor Swifts Album 'Speak Now' lief leise im Hintergrund als ich mich Freitagabend für das Doppeldate mit Nash und Tatum fertig machte. Ich war bereits ziemlich spät dran, da ich einige Zeit damit beschäftigt war meine beste Freundin am Telefon zu beruhigen.

Sie hatte einen regelrechten Nervenzusammenbruch erlitten als sie bemerkt hat, dass sie scheinbar nichts zum Anziehen hat. Da ich aber wusste, dass ihr Kleiderschrank aus allen Nähten zu platzen drohte, fanden wir gemeinsam nach einer geschätzten Dreiviertelstunde ein passendes Outfit
für das Restaurant, dass Nash herausgesucht hatte gefunden.

Ich selbst war nicht besonders begeistert gewesen, als Nash mir mitgeteilt hatte, dass er Tatum in ein schickes Restaurant eingeladen hat. Auch wenn ich die Vorfreude auf das anstehende Date nicht mit meiner besten Freundin teilen könnte, versuchte ich ihr nicht die Laune zu verderben. Schließlich wusste ich wie wichtig ihr das Ganze war.

Nachdem ich meine gemütliche Jogginghose gegen das knielange Kleid, welches ich vorhin herausgesucht habe, getauscht hatte betrachtete ich mich im Spiegel. Ich war es einfach nicht gewohnt Kleider zu tragen. Ich wusste nicht so recht was ich von diesem halten sollte.

„Als du noch klein warst hast du dich immer dagegen gewehrt als deine Mutter dir ein Kleid anziehen wollte." Die Stimme meines Vaters riss mich aus meinen Gedanken und hielt mich davon ab weiter über mein Aussehen zu grübeln. Durch den Spiegel sah ich, dass mein Dad im Türrahmen lehnte und mich beobachtete.

„Wirklich?", fragte ich und sah ihn durch den Spiegel hindurch an. „Das hat sie mir nie erzählt." Ein müdes Lächeln erschien auf den Lippen meines Vaters als er sich vom Türrahmen abstieß.

„Du hast die ganze Zeit geweint und mit deinen Beinen gestrampelt", kam er auf mich zu. „Deine Mom war manchmal am Rande der endgültigen Verzweiflung angelangt, weil sie dich nicht mehr beruhigen konnte. Oft hast du erst aufgehört zu weinen, wenn ich dir das Kleid ausgezogen und dich auf den Arm genommen habe. Und selbst dann warst du noch unruhig.

Da warst du drei, und jetzt sieh dich nur an", seufzte er und legte mir seine Hände auf meine Schultern. „Meine Kleine ist fast achtzehn und macht sich für ein Date fertig."

Vorsichtig hebe ich meinen Kopf in die Höhe. Als ich den Blick meines Vaters bemerkte musste ich schlucken. Ein verkrampftes und zugleich angespanntes Lächeln lag auf seinen Lippen, als versuchte er etwas zu überspielen. Ich öffnete meinen Mund, um etwas zu sagen, um zu ihn zu fragen was los sei, aber das Klingeln an der Tür hinderte mich daran.

Seine Hände glitten von meinem Körper als er sich von mir wegdrehte. Er warf einen kurzen Blick auf seine Armbanduhr bevor er nach meiner Tasche griff, die ich mit zu Shawn nehmen wollte, weil ich das Wochenende bei ihm verbringen würde. „Auf die Minute genau", murmelte mein Dad leise vor sich hin und war bereits daran mein Zimmer zu verlassen, als ich mich von der Stelle, an der ich stand, löste und mir mein Handy von der Kommode neben dem Spiegel schnappte und die Musik ausmachte. Danach rannte ich ihm hinterher und versuchte vor ihm an der Haustür zu sein.

Ich hatte weder meiner Mutter noch meinem Vater erzählt mit wem ich ausgehen würde. Die Tatsache, dass Shawn in den Wochen zu vor und besonders auch in den letzten zwei Tagen bei uns zu Hause war hatte meine Mom ohnehin nicht begeistert. Das eigentlich mehr zwischen Shawn und mir lief hatte ich nie erwähnt.

Meine Eltern wussten auch nicht, dass ich die nächsten Tage bei Shawn verbringen würde. Ihnen gegenüber hieß es, ich würde bei Tatum übernachten. Dass Shawns Eltern an diesem Wochenende ihren Hochzeitstag in Hamilton verbringen würden, kam uns da gerade gelegen.

„Dad warte!", rief ich, während ich hinter ihm die Treppe hinunter stolperte. Er stellte gerade meine Tasche im Flur ab, es trennten ihn nur noch einen Schritt von der Tür, als er mir einen verwirrten Blick zu warf. Beinahe panisch rannte ich die letzten fünf Stufen hinunter. Jedoch zu spät. Er hatte bereits seine Hand auf der Türklinke liegen.

„Bevor du die Tür öffnest möchte ich, dass du mir etwas versprichst", sprang ich außer Atem von der letzten Treppenstufe. „Bitte versprich mir, dass du ihn", ich deutet in Richtung Tür, „nicht anders behandeln wirst nur, weil wir miteinander ausgehen."

Mein Vater hatte leider die Angewohnheit jeden Jungen sobald er wusste, dass wir ausgingen, nicht mehr so zu behandeln wie zuvor. Ich hatte das Gefühl gehabt, dass er Shawn mochte als die Mendes' bei uns zum Abendessen waren. Wie er ihn jedoch nach dem heutigen Abend behandeln würde, wusste ich nicht genau.

„Habe ich das den jemals getan?", zog mein Dad seine Augenbrauen nach oben und öffnete dann die Haustür.

Ich konnte ihm deutlich ansehen wie überrascht er war als er die Person sah. Meine Nervosität steigerte sich um Sekunde für Sekunde da mein Vater nichts sagte und auch nicht auf Shawns Begrüßung oder seine ausgestreckte Hand reagierte. Er sah ihn für einige Sekunden einfach nur stumm an bis seine Augen schließlich wieder zu mir huschten.

An meinem Gesichtsausdruck schien er zuerkennen wie nervös mich die Situation machte, sodass er dann doch Shawns Hand ergriff und diese schüttelte.

„Eli, du solltest dir noch eine Jacke von oben holen gehen", meinte mein Vater, ohne seinen Blick von dem Braunhaarigen loszureißen. „Es ist kalt draußen."

. . .

i'll always remember
the things you have
taught me and
how much you love me.
-Elizabeth Parker-

-Elizabeth Parker-

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Twisted Fate | Shawn Mendes FanfictionWo Geschichten leben. Entdecke jetzt