Elizabeth Parkers Leben ist ein wahres Märchen. Das behaupten jedenfalls die Schüler der Springfield Highschool.
Doch schaut man genau hin, erkennt man die großen Lücken in Elizabeths scheinbar perfekten Leben. Denn zwischen den ganzen glamourösen...
„Hör endlich auf an deinen Haaren herum zu fummeln und komm endlich", rief Liyah und kam wieder auf mich zu. Langsam schien sie wirklich genervt von meinem Verhalten zu sein. „Ich bin ja gleich soweit", murmelte ich. Ein letztes Mal fuhr ich durch meine Locken und schaute mein Spiegelbild an, welches durch die Scheiben unseres Autos reflektiert wurde.
„Sehen genauso scheiße aus, wie sonst auch", kommentierte Aaliyah meine Haare. Worauf ich mich grinsend zu ihr herum drehte, und ihr durch ihre braunen Haare wuschelte. Geschockt sah sie mich an. „Shawn, du mieser kleiner-"
„Ich hab dich auch lieb, Liyah", unterbrach ich sie grinsend und folgte unseren Eltern die Einfahrt hoch. Ich hörte noch ein leises wütendes Grumeln, ehe sie uns ebenfalls folgte.
Nach dem meine Mom bei den Parkers geklingelt hatte, strich ich nocheinmal durch meine Haare um sicher zu gehen, dass auch alles perfekt saß. „Du bist unglaublich", verdrehte meine Schwester ihre Augen. Gerade als ich Luft holen wollte um etwas zu erwiedern, hörte ich, wie die Haustür geöffnet wurde und Elizabeths Stimme erklang.
„Ich sagte doch; sie ist viel zu hübsch für dich", flüsterte mir Aaliyah zu, ehe sie näher an die Tür heran trat, um Mom und Dads Beispiel zu folgen und sich vorzustellen. Unsicher schob ich meine Hände in die Hosentaschen und beobachtete Eli und meine Schwester. Bis sich Elizabeths Augen schließlich von Aaliyah lösten, und sie zu mir schaute. Wie automatisch hoben sich meine Wundwinkel an, als ich sie richtig erkennen konnte.
Stumm stand sie in der Tür und starrrte mich. Mit ihrer linken Hand klammerte sie sich an dem Holz fest, während ihre andere auf dem Türschloss lag.
„Schön zu sehen, dass du deinen kleinen Rausch von gestern Nacht ausgeschlafen hast", grinste ich. Ich nahm meine Hände aus den Hosentaschen und machte zwei Schritte auf sie zu, sodass ich ihr gegenüber stand. Augenblicklich nahmen ihre Wangen einen rötlichen Ton an und ihre ebenfalls roten Lippen verzogen sich zu einem breiten Lächeln.
Ein Lächeln, was ich ihr sogar fast abgekauft hätte. Aber irgendetwas an ihrem Blick sagte mir sofort, dass etwas nicht stimmte.
Als Eli meinen Blick bemerkte, versuchte sie einfach weiter zu lächeln und machte einen Schritt zur Seite damit ich hereinkommen konnte. Auch wenn mir ihr Verhalten in diesem Moment komisch vorkam, sprach ich sie nicht darauf an. Sondern zog sie stattdessen in eine Umarmung.
„Du hättest mich ruhig vorwarnen können, dass du heute Abend zum Essen kommst, Mendes", löste sie sich einige Sekunden später von mir und strich sich eine blonde Locke hinter ihr Ohr, „Denn meine Mom sagte nur dass Freunde von ihr und meinem Dad vorbei kommen würden."
Gerade als ich ansetzen wollte um zu erklären, dass ich mir immer noch kein neues Handy zugelegt habe, ergriff sie meine Hand und zog mich hinter sich her ins Wohnzimmer. Wo schon unsere Eltern und Aaliyah standen.
Nachdem ich Elizabeths Eltern ebendfalls begrüßt hatte, schaute ich mich um. Bis her hatte ich schließlich nur Elis Zimmer und den Flur gesehen, denn als ich das letzte Mal hier war hatte sie mich sofort mit in ihr Zimmer gezogen. Und wiederum hatte ich das Haus nur durch ihr Fenster verlassen.
Mit einem Finger tippte ich immer wieder gegen das kühle Glas, welches ich in meinen Händen hielt während meine Augen über die Wand geleitete. Jedoch wurde ich plötzlich an der Schulter an getippt. „Shawn, ich muss auf Toilette", flüsterte mir Aaliyah zu. „Dann geh doch", antwortete ich leise ohne meine Augen von den Familienbildern zu nehmen. „Ich weiß aber nicht wo. Und ich will nicht alleine gehen", stammelte sie unsicher.
Augen verdrehend wendete ich mich meiner Schwester zu. „Du bist vierzehn, Aaliyah. Keine fünf", sagte ich und nahm einen Schluck von meinem Wasser. „Shawn, bitte...", murmelte sie. Leise seufzte ich auf und schaute hinüber zu Elizabeth, die nur wenige Schritte von mir entfernt stand und sich gerade mit meiner Mom unterhielt.
„Du schuldest mir was", raunte ich meiner kleinen Schwester zu, ehe ich näher an Eli heran trat. „Liyah müsste mal auf Toilette", flüsterte ich und lächelte sie entschuldigend an.
* * *
"Beeil dich", sagte ich und deutete oben im Flur auf die helle Holztür, bevor Aaliyah die Badezimmertür hinter sich zu sperrte. Ich lehnte mich gegen die Wand und schloss für einen Moment meine Augen.
Jedoch öffnete ich sie gleich wieder, als ein lautes Schluchzen an meine Ohren drang. Vorsichtig stieß ich mich von der Wand ab und schaute mich im Flur um. Aber bis auf die angelehnte Zimmertür, die sich gleich neben Elizabeths Zimmer befand, waren alle andere Türen verschlossen und keiner war auf dem Flur zusehen.
Als erneut das Geräusch ertönte, lief ich auf die Tür zu und sah durch den schmalen Spalt zwischen der Tür und dem Rahmen. Und ich erkannte einen kleinen Jungen, der zusammen gesunken auf dem Bett saß.
.. .
we try to hide our feelings, but we forgot that our eyes speak. -Shawn Mendes-
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