Das wenige Licht der aufgehenden Sonne, trat durch das offene Fenster in mein Zimmer. Der Himmel war in einem hellen rosa gefärbt und nur vereinzelte Wolken zogen vorbei.
Der warme Körper, der anderen Person lag ganz dicht an meinem Rücken gepresst. Dabei hatte er seinen Arm um meinen Oberkörper geschlungen.
Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, es mache mir nichts aus hier in seinen Armen zu liegen. Es macht mir etwas aus, sehr viel sogar. Denn endlich fühlte ich mich wieder sicher. Sicherheit- ein Gefühl, was mir Monate lang gefehlt hatte. Und er gab es mir einfach in wenigen Tagen zurück, ohne dass er davon überhaupt etwas wusste.
Ich streckte meinen Arm nach dem Buch aus das auf meinem Nachttisch lag. Great Expectations von Charles Dickens. Mit meinem Lieblingsbuch in meiner Hand lehnte ich mich wieder zurück und spürte, wie Shawn mich wieder an sich zog. Grinsend verdrehte ich meine Augen und schlug das Buch auf der Seite auf, wo das Lesezeichen drinnen klemmte. Verwundert zog ich meine Augenbrauen nach oben als sah, dass das Lesezeichen auf Seite 154 klemmte. Ich hätte schwören können, dass ich es gestern Nachmittag gute zwanzig Seiten davor hineingelegt hätte.
Ich blätterte eine Seite zurück und überflog die letzten zwei Absätze. Aber nichts davon kam mir bekannt vor. Also blätterte ich noch einige Seiten zurück. Nach einiger Zeit des Lesens bemerkte ich, wie Shawns Atem nur noch in unregelmäßigen Abständen meine Haut berührte und er schließlich seinen Kopf gegen meine Schulter lehnte.„Wie lange bist du schon wach?", murmelte Shawn gegen mein Oberteil und strich sanft über meinen Arm. „Nur ein paar Minuten", flüsterte ich und ließ das Buch, welches ich in meinen Händen hielt, sinken. Lächelnd drehte ich mich in seinen Armen zu ihm um.
Nicht nur an Shawns Stimme, sondern auch an seinem Gesicht und seinen Haaren konnte man deutlich erkennen, dass er gerade erst aufgewacht war.
Noch etwas schläfrig lächelte er mich an, während ich durch seine verwuschelten Haare strich.Gestern Abend hatten sich Shawns Eltern tatsächlich noch dazu entschieden hier zu übernachten nachdem Aaliyah im Wohnzimmer eingeschlafen war, und die beiden sowieso zu viel getrunken hatten um noch nach Hause zu fahren.
Langsam ließ ich meine Hand auf die Schulter des Braunhaarigen sinken und bemerkte erst jetzt, dass Shawn Oberkörper frei war. Er muss sein Hemd wohl noch gestern Abend ausgezogen haben ohne, dass ich davon etwas mitbekommen habe.
Schluckend starrte ich auf seinen trainierten Oberkörper der unter der verrutschten Bettdecke zusehen war. Innerlich verfluchte ich ihn gerade dafür, dass er neben einem tollen Charakter auch noch so einen guten Körper hatte. Es war quasi unmöglich ihn nicht attraktiv zu finden. Alles stimmte einfach an ihm.
Schnell löste ich meine Augen von seinen Muskeln. Aber als ich zu ihm hoch schaute stellte ich glücklicherweise fest, dass er seine Augen geschlossen hatte und somit nicht gemerkt haben konnte, dass ich seinen Oberkörper angestarrt hatte.
Ich zog die Bettdecke ein Stück weiter nach oben und legte dann meine Hand wieder zurück auf den Arm des Jungen.Shawn öffnete seine braunen Augen. Eine Weile schauten wir uns einfach nur still an, bis sich sein Mund zu einem Lächeln verzog. Und kurz darauf drei Worte seine Lippen verließen. „Vertraust du mir?"
* * *
„Ich glaube, ich nehme meine Worte von vorhin wieder zurück. Ich vertraue dir absolut nicht", sagte ich und hob meinen Fuß um nicht über einen weiteren Ast zu fallen, während ich Shawn weiter durch den Park hinter her stolperte. Wir liefen quer durch den menschenleeren Park eine Böschung hinauf. Immer wieder sah ich mich unsicher um.
Ich hatte keine Ahnung, wo hin wir gingen. Shawn sagte mir nur ich solle ihm vertrauen.
„Also falls meine anfängliche Theorie doch stimmt", stammelte ich unsicher, „Und du irgendein gestörter Psychopath bist, der mich in den Wald führt und vorhat mich in den nächsten Minuten um zu bringen; solltest du wissen, dass ich vor einigen Jahren mal einen Selbstverteidigungskurs belegt habe. Du hast also keine Cha-" Noch bevor ich meinen Satz beenden konnte, prallte ich gegen irgendetwas hartes, was sich später als Shawns Brust herausstellte. Er war unerwartet stehengeblieben und hatte sich zu mir herumgedreht.
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Twisted Fate | Shawn Mendes Fanfiction
FanfictionElizabeth Parkers Leben ist ein wahres Märchen. Das behaupten jedenfalls die Schüler der Springfield Highschool. Doch schaut man genau hin, erkennt man die großen Lücken in Elizabeths scheinbar perfekten Leben. Denn zwischen den ganzen glamourösen...