Am gleichen Nachmittag lag ich auf meinem Bett das voll mit Kissen und Decken war und las Harry Potter und der Stein der Weisen. Es war zwar schon mindestens 4 Jahre her seitdem ich das Buch das letzte Mal in der Hand hatte aber trotzdem löste es in mir immer noch dieselben Gefühle wie damals aus.
Aber so richtig konnte ich mich einfach nicht auf das Lesen des Buches konzentrieren. Zu sehr beschäftigten mich der heutige Vormittag. Oder besser gesagt Shawn.
Schließlich hatte ich ihm versprochen, ihn anzurufen, sobald ich einen freien Tag gefunden hätte. Er meinte ja das ich ihm das Schulde, weil ich ihn damals nicht sofort angerufen hatte, als ich seine Nachricht in meinem Notizbuch entdeckt hatte. Ich gebe zu für einen Moment hatte ich sogar mit dem Gedanken gespielt ihn wirklich anzuschreiben habe es aber dann doch gelassen.
Natürlich, Shawn hatte alles was man sich auf den ersten Blick hin wünschen konnte. Er war sympathisch, hatte Sinn für Humor und wunderschöne braune Augen in denen man sich leider nur zu leicht verlieren konnte. Aber irgendetwas musste schließlich einen Haken an seinem makellosen Auftreten haben. Das dachte ich zumindest bis heute Vormittag. Es gab nichts, absolut gar nichts negatives an ihm. Und das war das Problem. Ich konnte mich nun nicht mehr davor drücken ihn anzuschreiben.Ich steckte das grüne Lesezeichen auf Seite 189 und klappte das Buch zu. Danach schlug ich mein Notizbuch auf und suchte die passende Seite mit Shawns Handynummer heraus und schickte ihm eine SMS.
Ich schätze du hast das mit dem Harry Potter schauen wirklich ernst gemeint?Nicht viel später antwortete er: Du hast mir versprochen du würdest ANRUFEN, wenn du einen freien Termin gefunden hast, Cinderella.
Lächelnd verdrehte ich meine Augen. Also rief ich ihn, so wie er es verlangt hatte.
„Dir scheint das mit dem anrufen wirklich wichtig zu sein oder?", begrüßte ich ihn.
„Und ob. Schließlich musste ich mehrere Wochen auf diesen Moment hier warten."
Mir auf meine Unterlippe beißend
starrte auf mein Notizbuch. Die Seite mit Shawns Nummer lag aufgeschlagen vor mir. Die vier Pfeile die sich ganz am Rand der Seite befanden zeigten auf die eingerahmte zwölfstellige Nummer. Und als ich nur wenige Zentimeter darüber das Datum des damaligen Tages erkannte, bekam ich ein schlechtes Gewissen.„An was denkst gerade?" Shawns Stimme drang durch den Lautsprecher meines Handys an mein Ohr und unterbrach so meinen Gedankenfluss. Nachdenklich drehte ich an dem silbernen Schmuckstück an meinem Finger herum. „Daran wie sehr mich gerade mein schlechtes Gewissen plagt, weil ich dich nicht sofort angerufen habe.", murmelte ich als Antwort, worauf hin er nur leise lachte. „Auch wenn das süß von dir ist Elizabeth, musst du dir wirklich keine Gedanken darüber machen. Mein Ego hat das irgendwie verkraftet."
Lächelnd erhob ich mich von meinem Bett und steuerte auf meinem Kleiderschrank zu. „Du kannst mich auch Eli nennen", erwähnte ich ganz beiläufig als ich die Tür zu meinem Schrank öffnete, „ist um einiges kürzer als Elizabeth. "
„An dieser Stelle würde ich auch gerne sagen können das ich einen Spitznamen habe aber leider kann nur mit meinen drei Vornamen dienen."
Lachend klemmte ich mein Handy zwischen meiner Schulter und meinen Kopf ein und zog dann ein T-Shirt aus meinem Kleiderschrank.„Was machst gerade?", fragte Shawn nach einer Weile der Stille.
„Meine Mom und ich sind gleich mit meiner Grandma in Toronto in einem Café verabredet. Und danach werde ich mit Tatum und den anderen Jungs noch Bowlen gehen.", seufzte ich und schloss die Schranktür. Mit dem T-Shirt und dem Rock in der Hand lief ich wieder zurück zu meinem Bett.„Da freut sich jemand ja schon richtig", gab Shawn ironisch von sich.
„Natürlich es gibt schließlich nichts Schöneres als zwei stundenlang, eine Kugel auf 10 Pins zurollen zulassen und dabei zu hoffen, dass alle umfallen werden", erwiderte ich grinsend und legte die Kleidung auf meinem Bett ab.
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Twisted Fate | Shawn Mendes Fanfiction
أدب الهواةElizabeth Parkers Leben ist ein wahres Märchen. Das behaupten jedenfalls die Schüler der Springfield Highschool. Doch schaut man genau hin, erkennt man die großen Lücken in Elizabeths scheinbar perfekten Leben. Denn zwischen den ganzen glamourösen...