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Ich schreckte zurück und fiel dabei einen Augenblick später auf den nassen und kalten Asphalt, der mit einer schlammigen Schicht Schnee bedeckt war.

Scheinbar ist die Autotür auf.

,,Au'', entfuhr es mir und ich strich mir kleine Steinchen und Schnee von der Haut meines Ellbogens.

Und nur eine Sekunde später saß ich nicht mehr alleine auf dem nassen Boden, denn der seltsame groß gebaute Typ kniete neben mir.

Ohne ein Wort griff er grob nach meinem Arm auf den ich gefallen war und besah diesen.

Ein Prickeln breitete sich von den Stellen aus, an denen seine großen Hände meinen Arm hielten und zog sich bis in meine Brust.

Wendet er irgendetwas komisches an mir an?

Ich zog meinen Arm mit einem Ruck aus seinem Griff und sah ihm mit einer Mischung aus Angst und Misstrauen an.

Seine Augen waren nun nicht mehr rot, sondern grün wie zwei glitzernde Smaragde...wie Moos, gammelndes Moos.

,,Geh weg du Monster!'', entfuhr es mir unbedacht.

Ich erwartete, dass es mich angriff, mich anschreien würde oder sonstiges, doch er folgte lediglich meiner Bewegung als ich hastig aufstand und ein paar Meter Abstand zwischen uns brachte.

Und dann fielen mir die vielen Bäume und der schmale Asphaltweg auf.

Das war keine Strecke in dem Dorf wo Katie lebt.

Egal wo ich hinsah, dichte Nadelbäume standen zu allen Seiten und nur an einzelnen Stellen schienen Sonnenstrahlen hindurch und beleuchteten kleine Flecken auf der Straße.

,,Was- Wo hast du mich hingebracht?''

Dieser Satz war mir vollkommen bewusst herausgekommen und ich hörte ihn tief knurren.

Laut und tief, mit einem gefährlichen Unterton.

Vor meinem Kopf tauchte ein Bild auf und ich hielt mir die Ohren zu.

Meine Arme auf den Rücken gedreht hörte ich ein tiefes Knurren aus einzelnen Räumen.

,,In dein Zuhause.'' antwortete der Werwolf. Naja, gerade eher Mensch.

Das Bild verblasste als er das sagte und ich sah ihn an, er jedoch mied meinen Blick.

Ich erkannte hinter ihm mehrere Autos, alles teure Sportwagen.

Neben mir ein weiterer davon, nämlich der aus dem ich gefallen war.

Dass die Autotüren nun geschlossen waren, ist mir nicht aufgefallen.

Er lehnte sich nun an die Motorhaube eines silbernen Jeeps und sah mich an.

Mein Blick verfinsterte sich.

,,Nein.'', sagte ich.

Auch sein Blick verfinsterte sich und er kam auf mich zu.

Ich sah es nicht ein zurückzuweichen, also tat ich dies auch nicht.

Mein Herz pochte stärker und stärker, bis er plötzlich nur noch wenige Zentimeter von meinem Gesicht entfernt war.

,,Mach es dir doch einfach und töte mich gleich.'', rutschte es mir raus, als ich wie gezwungen meine Blick senkte.

Warum habe ich das gesagt?

,,Bitte was?'', fragte er, scheinbar wirklich verwirrt.

,,D-Du hast mich schon verstanden.'', murmelte ich, zwang mich dann aber doch meinen Kopf zu heben und ihn fest anzusehen.

Vollmond total - ViolettWo Geschichten leben. Entdecke jetzt