39. Ich will doch nur spielen (2) Teil 39 "Aggressionsbewältigung"

818 39 0
                                        

PoV Katsuki:

Als der Bastard sich umsieht und lächelt, sehe ich zum Eingang des Speisesaals und freue mich über den Anblick von Deku, der gerade reinkommt. Er lächelt Todoroki zu und sieht dann zu mir, aber nur kurz, dann wendet er den Blick rasch ab und ignoriert mich. ER IGNORIERT MICH! Ich balle spontan die Fäuste und warte erst mal ab, wie es weitergeht, als der Bastard fragt: „Ich dachte ihr hättet euch ausgesprochen? Warum ignoriert er dich?" Er hat es also auch so gesehen, NA TOLL! Ich bin gerade echt angepisst, doch ich hoffe immer noch, dass er sich gleich zu uns setzt und dann alles wieder ins Reine kommt. Doch Deku denkt gar nicht daran, sich zu dem Feuerteufel und mir zu setzen. Stattdessen setzt er sich ausgerechnet neben Ochako, mit dem Rücken zu uns und beginnt mit ihr gleich darauf vertraulich zu reden. Mir fällt gleich das Essen aus dem Gesicht! DAS IST DOCH WOHL EIN SCHERZ, schade nur, dass keiner lacht. Als ich sehe, dass Uraraka ihm auch noch zärtlich eine Hand auf den Arm legt und er sich danach zu ihr beugt, um ihr was zuzuflüstern, gehen mit mir die Pferde durch. Hatte ich ihm nicht DEUTLICH gesagt dass er die Finger von anderen lassen soll? Und dann macht er SO WAS vor meinen Augen? Das ist ein Affront der Sonderklasse!

Inzwischen sieht mich die Baku-Squad irritiert an und beobachtet mein weiteres Vorgehen, während ich spüre, dass der Bastard in Alarmbereitschaft ist. Meiner Atmung kann man sehr gut anhören, wie es um mich steht und jetzt sieht auch Deku sich um und seine Augen weiten sich vor Schreck. Ich blitze ihn so wütend an, dass er spontan wieder blass wird. Als ich mich auf den Weg mache, um ihm den Kopf zu waschen, werde ich am Kragen gepackt und von dem Half'n Half Bastard zurückgehalten. Woher er die Kraft nimmt weiß ich nicht, doch er schafft es irgendwie mich gewaltsam raus zu schleifen. Ich kann vor Wut gar nicht sprechen, knurre nur unartikuliert vor mich hin, sehe einen roten Schleier über allem und WILL HIER JETZT NICHT WEG. „LASS MICH LOS ZUM TEUFEL ODER ICH TÖTE DICH!!!!!", brülle ich ihn an, doch er hat mich schon nach draußen gebracht. Er schleift mich um das Gebäude herum, bis wir in einem Waldstück landen, dass zum Gelände der UA gehört. Hier wird uns niemand hören oder sehen. Niemand außer uns ist hier, die Sonne scheint warm und die Vögel zwitschern in den bunten Herbstbäumen. Doch all die Schönheit geht komplett an mir vorbei.

Endlich kann ich mich losreißen, drehe mich zu ihm um und will ihm heftigst eine verpassen, doch er macht einen Ausfallschritt, eine halbe Drehung, schnappt sich meinen Schlagarm und ich fliege an ihm vorbei, dann packt er mich im Nacken und drückt mich mit dem Gesicht auf den Boden. Das ganze hat nur Sekundenbruchteile gedauert. Sein Gewicht auf meinem Rücken macht klar, dass er sich auf mich drauf gesetzt hat. Ich spüre sein Knie zwischen den Schulterblättern und seine Hand hält meine fest, die andere drückt mich am Nacken runter. Ich versuche mich vor blinder Wut loszureißen, als Shoto zu lachen beginnt. Mit meiner Spezialität hätte er es nicht mal im Ansatz geschafft, mich in diese Position zu bringen und ich wäre nur noch heftigst explodiert, aber jetzt und hier – bin ich ihm unterlegen. Das kann alles NICHT WAHR SEIN! „LASS MICH LOS! DU VERDAMMTER BAKA, ICH WERDE DICH KALT MACHEN!"

Wieder lacht er, dann sagt er kalt: „Im Moment bist du nicht in der Position irgendwen kalt zu machen, Katsuki Bakugo und ich werde dich erst wieder loslassen, wenn du bereit bist, dich wie ein Mensch zu benehmen, ist das klar?" Mein Knurren bringt meinen ganzen Körper zum Vibrieren und meine Aura dürfte im Moment rot und schwarz sein, vor Zorn. „Was ist in Izuku's Zimmer passiert? Ich habe schon vorhin nicht geglaubt, dass alles wieder in Ordnung ist, deine Wut kann nicht bei ihm einfach verpufft sein, also – WAS HABT IHR IN SEINEM ZIMMER GEMACHT?", fragt er eisig. „DAS GEHT DICH EINEN SCHEISS AN, ICYHOT!" „Ach? Ist das so? Ich finde schon, dass mich das etwas angeht, denn meine Freunde sind mir nicht egal. Kannst du es nicht ertragen, dass sich Izuku mit seinen Freunden unterhält? Was ist denn das für eine egoistische Einstellung? Er kann doch reden und essen mit wem er will. Was ist also dein Problem, Katsuki?", will der Bastard wissen, dann schiebt er nach: „Außerdem darf er vermutlich, genau wie alle anderen gar nicht mit uns sprechen, tut es aber trotzdem. Vielleicht weiß er es nicht, vielleicht juckt es ihn aber auch einfach nicht, weil wir seine Freunde sind!" Er drückt noch etwas mehr zu. Verdammt, das tut weh.

Ich will doch nur spielenGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt