41. Kapitel

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„But there's nothing to be afraid of
Even when the night changes
It will never change me and you" night changes, one direction

~~~

„Weißt du was wir noch tun sollten?", will Brad auf einmal aufgeregt wissen und löst sich von mir.

„Ähm nein", antworte ich ihm verwirrt und lasse mich überrascht zwei Schritte bis zu seinem Schrank ziehen. Dort angekommen zieht Brad eine ganz bestimmte Schublade auf und langsam ahne ich auf was er hinaus will.

„Die hier, brauche und will ich nicht mehr", erklärt er mir mit fester Stimme, als er besagtes Kästchen mit seinem Inhalt in seiner Hand hält.

„Ich will damit abschließen", bestimmt Brad.

„Oh Brad", sage ich gerührt und nehme seine Hand in meine. „Ich bin so stolz auf dich."

Ein letztes Mal schauen wir uns tief in die Augen, dann folge ich dem Sänger in das Badezimmer.

Für einen Außenstehenden sicher skurril, doch für uns beide sehr bedeutungsschwer, stehen wir Hand in Hand vor der Toilette und schauen zu, wie auch die letzten runden Pillen gurgelnd im Abfluss verschwinden.

„Nie wieder", murmelt der Sänger leise und bestätigend drücke ich seine Hand.

Nie wieder.

***

„Und jetzt hat das Management unsere Beziehung offiziell abgesegnet und ich ziehe bei Brad ein", schnattere ich aufgeregt in mein Handy, während ich durch die Eingangshalle meines Arbeitgebers laufe.

„Ich wusste es würde sich alles zum Guten wenden", antwortet meine beste Freundin am anderen Ende der Leitung ehrlich begeistert.

„Wenn es jemand verdient hat glücklich zu sein, dann du Addy!"

„Oh Jade", schluchze ich gerührt und reiße mich zusammen möglichst ohne dramatisch in Tränen auszubrechen, zum Fahrstuhl zu laufen, der mich auf die Etage bringt, wo sich mein Büro befindet.

„Ich muss jetzt zu einem Seminar, aber wir müssen uns auf jeden Fall bald treffen und quatschen! Ich sterbe sonst vor Neugier!", fordert meine Freundin euphorisch und freudig stimme ich ihr zu, ehe wir unser Gespräch beenden.

***

Beschwingt stoße ich die Tür zu meinem Büro auf, während ich probiere mit der anderen Hand noch eine Textnachricht an Brad zu verfassen. Ein deutliches Räuspern lässt mich aber plötzlich hochfahren und verwundert mustere ich Mrs. Southman, sowie ihren Schoßhund Josephine, die wie bestellt und nicht abgeholt in meinem Büro stehen. Beide sehen nicht sehr begeistert aus, weshalb ich vorsichtig das Handy in meiner Handtasche verschwinden lasse und langsam die Tür hinter mir schließe.

„Äh, Guten Morgen", beginne ich vorsichtig und werde sofort von meiner Chefin unterbrochen.

„Setzen Sie sich, wir haben wichtiges zu bereden", schnauzt mich ihre liebreizende Stimme an und angespannt lasse ich mich auf den Stuhl hinter dem Schreibtisch fallen. Dass mein Gegenüber stehen bleibt und mich so um zwei Köpfe überragt, gefällt mir ganz und gar nicht.

„Wissen Sie was für einen Brief ich gestern erhalten habe?", stellt mir Mrs Southman eine rein hypothetische Frage, die für sie nur ein Aufhänger ist, richtig loszulegen.

„Das war die Kündigung von Joe O'Neill und dem ganzen Management. Wir haben Bradley Simpson als Klient verloren!" Aufgebracht schnaufend schaut sie mich aus ihren kleinen bösen Augen an. Wenn Blicke töten könnten, würde ich nun schon mausetot unter dem Schreibtisch liegen und angespannt verknote ich meine Finger.

Image (Bradley Simpson FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt