40. Kapitel

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"You and I, we don't wanna be like them
We can make it 'til the end
Nothing can come between you and I"
you and I, one direction 

~~~

Gutgelaunt laufe ich einige Stunden später den Weg zum Eingang des Krankenhauses hoch. In meiner Hand befindet sich eine Reisetasche, in der ich die nötigsten Hygieneartikel und neue Kleidung für Brad dabei habe. Während er gerade noch ein letztes Mal von den Ärzten untersucht wird, hatten wir uns nach unserer Aussprache geeinigt, dass ich aus seiner Wohnung das Zeug holen und mich frisch machen würde und er die letzten Checks über sich ergehen lässt, ehe wir gemeinsam zurück in seine Wohnung kehren.

Gemeinsam. Genüsslich lasse ich mir das Wort noch mal über die Lippen gehen, ehe ich beschwingt die Treppe im Krankenhaus hinauf eile. Brads Untersuchungen müssten eigentlich vorbei sein, so dass ich nur kurz an seiner Tür klopfe, bevor ich diese weit aufstoße und fröhlich eintrete. Doch als sich Brads Besucher zu mir umdreht, gefriert mir mein Lachen auf den Lippen.

Es war nur logisch, dass er hier auftauchen würde, aber in meiner eigenen Freude habe ich nicht drüber nachgedacht.

„Oh Hi Joe", nuschle ich überrascht. Sowohl der Lockenkopf als auch sein Manager mustern mich verwundert und beschämt schließe ich die Tür hinter mir. Wie sollte ich meine Anwesenheit bitte erklären?

„Ich ähh, hab nur ein paar Sachen für Brad, ähh, weil er mich darum gebeten hat?", fasle ich meine Erklärung, die eher nach einer Frage klingt. Wäre die Situation nicht weniger angespannt, würde ich mich mit Brad sicherlich köstlich über diese Formulierung amüsieren, doch gerade probiere ich einfach möglichst unschuldig zu wirken.

„Ahja", kommt es nur wenig überzeugt von Joe.

„Jaa, ein Dienst unter Freunden und so", probiere ich meiner Stimme einen lässigen Klang zu geben, woran ich gnadenlos scheitere. Joes Miene bleibt skeptisch, doch ehe ich noch irgendetwas sagen kann, mischt sich überraschend Brad ein.

„Ich hab keinen Bock mehr auf diese Geheimniskrämerei", ruft dieser aufgebracht und perplex dreht sich Joe nun wieder zu seinem im Bett liegenden Schützling um.

„Addy und ich sind zusammen Joe, sie ist meine Freundin. Das Geheimnis, wegen dem ihr schon so lange rätselt. Ich liebe sie und denk bloß nicht, dass ich zulassen werde, dass ihr uns das zerstört."

Überwältigt und leicht panisch mustere ich Brad, der mich zu sich winkt. Langsam stelle ich mich auf die andere Seite des Betts und nehme seine Hand, die er aufmunternd drückt.

„Oh", bringt Joe nur hervor und das erste Mal seit ich ihn kenne, erlebe ich den sonst so toughen Mann sprachlos.

„Also wir wussten ja, dass da etwas oder jemand ist, aber so...", immer noch überfordert schaut Joe zwischen mir und Brad hin und her.

„Also warst du auch die Person auf den Paparazzi Bildern nach der Weihnachtsfeier?", setzt Joe langsam die Puzzlestücke zusammen.

„Und die unbekannte Begleitung auf der Silvesterparty?", warst wohl auch du schlussfolgert er weiter, woraufhin ich nur angespannt nicke.

„Und du warst auch diejenige, die Brad letzte Nacht aus dem Club geholt hat, natürlich", sinniert Joe. Gespannt mustern Brad und ich den Dunkelhaarigen vor uns und beobachten wie sich immer mehr Gedankengänge miteinander verknüpfen, bevor er wohl zu einem Schluss kommt:

„Du kannst keine Beziehung zu ihr führen, Brad."

„Was?", rufen der Sänger und ich fast zeitgleich.

Image (Bradley Simpson FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt