25. Kapitel

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"But every time I look at you I just don't care
'Cause all I wanna be, yeah all I ever wanna be, yeah, yeah
Is somebody to you (yeah you!)", somebody to you, the vamps

~~~

„Bleibst du heute Nacht hier?", will Brad später wissen, während wir aneinander gekuschelt eine dämliche Reality-Show im Fernsehen verfolgen.

„Aber ich hab gar kein Zeug hier", muss ich ihm leider absagen und schaue niedergeschlagen zu ihm.

„Öhm, also ich hab einiges da. Neue Zahnbürsten und so kannst du ja mal gucken, ob das für dich passt..." Unsicher schaut er mich an und es braucht einen Moment, bis ich verstehe, warum es ihm so unangenehm ist, dass er diese Dinge besitzt.

„Waren das Sachen für andere Frauen, die du immer mit nach Hause gebracht hast?", fordere ich zu erfahren, wohlwissend, dass das nicht zur Besserung der Stimmung beitragen wird.

„Am Anfang ja, aber ich hab schon ewig keine Frau mehr mit her gebracht, ehrlich!", rechtfertigt er sich.

„Für die Wahrung meiner Privatsphäre weiche ich schon seit Ewigkeiten auf Hotels aus und du musst mir glauben, dass ich seit wir uns kennen keine andere Frau mehr getroffen habe!" Aufgewühlt schaut der Sänger zu mir und obwohl mich die Erinnerung an seine Vergangenheit schmerzt, reiße ich mich zusammen.

Ich habe mich entschieden ihn so zu akzeptieren, wie er ist und dazu zählt auch seine Vergangenheit.

„Ist okay, Brad", beruhige ich ihn leise. „Ich bleib gerne über Nacht."

Zufrieden kuschelt sich der Sänger wieder an mich und will seine Aufmerksamkeit zurück auf den Fernseher lenken, doch ich weiß, dass wir das Gespräch aus dem Auto zu Ende bringen müssen.

„Brad", fange ich vorsichtig an und richte mich auf, so dass ich nun nicht mehr neben Brad liege, sondern im Schneidersitz neben ihm auf der Couch hocke. Auch er merkt wohl, dass ich etwas Ernstes ansprechen will, weshalb er sich auch aufsetzt und mich fragend mustert.

„Wegen dem vorhin im Auto...", beginne ich. „War es wirklich richtig Jane anzulügen?" Verzweifelt schaue ich zu ihm, da ich mich deswegen wirklich schlecht fühle.

„Ich denke schon", tut Brad seine Meinung kund. „Es würde deinen Job nur unnötig gefährden und das will ich auf gar keinen Fall!" Eindringlich mustert er mich und ich nicke verstehend. Doch noch während Brads weiteren erklärenden Worten schaltet sich ein kleiner, fieser Gedanke in meinem Kopf ein.

Ich probiere diesen zu ignorieren, doch er scheint immer mehr Überhand zu nehmen. Was ist, wenn er mich leugnet, weil es ihm peinlich ist? Weil ich ihm unangenehm bin? Ist das der Grund, warum das mit uns nie offiziell werden soll?

„Addy!", reißt mich ein lauter Ruf aus meinen Gedanken und erschrocken schaue ich zu Brad.

„Hast du mir zugehört?", will dieser mit eindringlicher Stimme wissen.

„Ja, klar, sorry, ich war kurz in Gedanken", wiegle ich ab.

„Adelaide Shaw, du sagst mir jetzt sofort, was in deinem hübschen Köpfchen vor sich geht.", fordert Brad zu wissen. „Ich merke doch, dass dich etwas beschäftigt!"

„Ist meine Karriere wirklich der wahre Grund warum wir Jane nichts sagen?", frage ich ihn aufgebracht.

„Oder liegt es doch eher an mir. Dass du nicht mit mir in Verbindung gebracht werden willst? Bin ich dir peinlich? Ich meine du bist der berühmte Sänger, der jede haben könnte und ich bin nur ein kleines Mauerblümchen, die nicht mal ihren Job hinbekommt, ohne Gefühle für ihren Kunden zu kriegen! Was ist das zwischen uns überhaupt?"

Image (Bradley Simpson FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt