48. || Drunk in Love

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B E L L A

Harry, Harry, Harry. Alles in meinem Kopf drehte sich, das Einzige, an was ich jetzt noch denken konnte, war er.
Ich bezahlte eilig den Taxifahrer und stieg aus. Eine kalte Brise kam mir entgegen, und in diesem Moment bereute ich, dass ich nicht meine Lederjacke übergezogen habe.
Ich lief ins Hotel und betrat den Fahrstuhl, welcher offen stand. Während er nach oben fuhr, fischte ich mein Handy aus der Handtasche.
Was ich da sah, zerbrach mich noch mehr - zwei Anrufe von Niall, inklusive 5 Nachrichten!

Schlecht fühlend steckte ich es wieder zurück. Ich schloss meine Augen, seufzte laut und lehnte mich gegen die kalte Fahrstuhlwand.

"Verdammt." fluchte ich. In diesem Moment fühlte ich mich so verletzt und schuldig, dieses Gefühl musste ich schnell unterdrücken und vergessen.
Die Türen öffneten sich und ich suchte Harry's Suite auf. Ich hämmerte fest dagegen, da ich mir nicht sicher war, ob er schon schlief.
Ich hörte Schritte von innen, welche auf die Tür zugingen. Im nächsten Moment stand Harry vor mir.

Wie ich seine Nähe vermisst habe.

"B - Bella" Er schien sichtlich überrascht zu sein. Mein Herz pochte stark gegen meine Brust, und ich atmete tief ein und aus.

"Tut - tut mir leid, falls ich störe. Ich wollte-" Der Lockenkopf unterbrach mich, während ich fester meine Clutch umklammerte.

"Was soll der Gestank? Hast du getrunken? Wieso?" hustete er fragend und wedelte mit seiner Hand vor meinem Mund herum. Etwas gereizt ging ich nicht auf seine Frage ein.

"Störe ich dich nun? Masturbierst du gerade? Oder hast du ein weiteres Flittchen auf dem Bett gefesselt?" Spätestens jetzt bemerkte man, dass der Wein heftig reingehaut hat. Verdutzt stand Harry im weißem Bademantel vor mir.
Ich wartete auf seine Antwort, doch da kam keine, also trat ich seufzend ein, indem ich mich bei ihm vorbei quetschte.

Amüsiert sah ich mich um, bis ich etwas nicht so amüsantes auf seinem Nachtkästchen fand.
Entrüstet griff ich danach und hielt es ihm vor die Nase hin.

"Vodka?! Weshalb betrinkst du dich?"

"Das gleiche könnte ich dich fragen!" entgegnete er mir und schmiss die Flasche ins Eck. Ich sah ihr nach, doch der Junge drehte mein Gesicht zu sich, und ich konnte nur hören, wie das Glas laut zersplitterte.

"Wieso bist du hier?" fragte Harry kühl, doch ich konnte seinen Gesichtsausdruck trotzdem nicht deuten.

"I - Ich-"

"Hättest du jetzt nicht eigentlich ein Date mit Niall?" wollte er weiter wissen.

"Jaa.. Das ist so 'ne Sache.. Ich bin abgehaut." schilderte ich und kratzte mich am Kopf.

"Nicht dein Ernst!" grinste er, ehe Harry den Fernseher ausmachte.

"Doch.." Leider konnte ich den Ernst der Situation nicht mehr einschätzen, also lachte ich plötzlich, um die Stimmung aufzuhellen. Ich setzte mich ans Bett und steckte mir eine Haarsträhne hinters Ohr. Der Junge setzte sich ebenfalls dicht neben mich hin. Ich konnte die Spannung zwischen uns deutlich spüren.
Dummerweise fiel die Strähne wieder nach vorne, doch er schnappte sie und steckte sie mir ein zweites Mal hinters Ohr. Derweil hielten wir dem Blickkontakt stand.
In diesem Moment fühlte ich mich schuldig, wund, zerstreut und doch so frei.
Ich hatte das reine Gefühlschaos, was nun nicht mehr so abnormal war.

Ich rutschte auf Harry's Schoß und legte meine Arme um ihn. Er schlang ebenfalls seine Arme um meine Taille.
Ich liebte seine Augen vom Anfang an, sie spiegelten so viel Verwundbarkeit, obwohl Harry so taff war.

"Oh, Bella. Was stellst du bloß mit mir an?" flüsterte Harry und kam näher. Ich spürte seinen heißen Atem an meiner verschwitzten Haut, auch den Alkohol, aber das war mir in diesem Moment egal.

Teenage DirtbagGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt