Kapitel 2 🍇

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Heute

Ich schlug auf den Tisch und knurrte lauter.

„Wie bitte?!"
Die Tür schlug auf und Sam kam rein.

„Liv! Wir haben ein Problem! Trupp D wurde angegriffen!"
Ich atmete tief durch. Ich bekomme das hin, so wie immer!

„Gut, dann auf die harte Tour! Nick, Leo, Sahra, Pedro und Kai, ihr geht hin und erledigt das! Sam, du bleibst hier und koordinierst alles. Ich gehe auf den Parkplatz zu diesen Schlägertypen."
Alle liefen los, da griff Sam nach meiner Hand.

„Liv, willst du alleine gehen?"
Ich löste meine Hand und straffte meinen roten, langen Zopf.

„Ja, ich gebe Bescheid, wenn ich fertig bin."
Kurz verzog er sein Gesicht, nickte jedoch.

„Sei vorsichtig!"
Ich nickte und verschwand durch die Tür.

So ein blöder Abschlussball! Und natürlich muss wieder alles schiefgehen.

Ich öffnete die nächste Tür und kam in einen langen Schulflur. Ein paar betrunkene Schüler in Kleidern und Anzügen kamen mir entgegen und liefen Richtung Turnhalle, wo alles stattfand.

Als ich endlich an ihnen vorbei war, lief ich durch die nächste Tür und kam an die frische Luft. Ich brauchte nicht lange, bis ich die Gruppe von besoffenen Schlägertypen sah.

Es waren vier.
Genervt lief ich auf sie zu.

„Hallo!"
Ich versuchte es mit einer zuckersüßen Stimme.
Alle Blicke richteten sich auf mich.

„Was bist du denn für eine hübsche Puppe?!"
Scheinbar war die Stimme zu zuckersüß ...
Ich setzte ein Lächeln auf.

„Danke für das Kompliment, wenn das eins war. Jedoch muss ich Sie darum bitten, den Platz jetzt zu räumen, da sich einige von Ihnen gestört fühlen. Hier findet gerade ein Abschluss statt."

Einer der Männer kam auf mich zu getorkelt, doch mit einer schnellen Bewegung wich ich ihm aus. Die anderen drei waren immer noch an Ort und Stelle.

„Was?! Wo ist sie?"
Verwirrt drehte sich der Mann wieder zu mir um.

„Ich möchte das nicht noch einmal sagen. Entweder Sie gehen jetzt oder ich zwinge Sie." Einer der anderen drei lachte auf.

„Sie will uns zwingen! Das will ich sehen!"
Ein richtiges, schon fast böses Lächeln legte sich auf meine Lippen.

„Ich hatte einen sehr langen Tag, also bitte!" Ich winkte sie mit meiner Hand zu mir.

Jetzt fängt die Party an!

Der eine Mann versuchte, mich zu greifen, doch ich wich aus, stellte mich hinter ihn und schubste ihn gegen einen der anderen.

Ein anderer lief auf mich zu und versuchte, mich mit der Flasche zu schlagen.

Doch ich fing sie ab, nahm sie ihm mit einer schnellen Bewegung weg und schlug sie auf den Boden.

Dem Mann zog ich die Jacke zum Teil aus, verdrehte sie und verknotete sie. Den Dritten trat ich mit einem kräftigen Schwung zu Boden und dem Vierten wich ich erst aus, stellte ihm ein Bein und schlug seinen Kopf dann gegen eine Laterne.

Als ich fertig war, wischte ich meine Hände ab und begutachtete mein Werk.

Ich zog das Kreppband heraus und verband ihre Hände.

„Okay, Ladys! Am besten verschwindet ihr jetzt, sonst schicke ich in ca. zehn Minuten einen meiner Leute raus und die bringen euch dann zur Polizei!"

Mit einem letzten Nicken lief ich wieder zurück und sprach Sam über Mind-Link an.

– Alles gut in der Zentrale? –

– Ja, Team G hat Team D abgelöst. –
Verwirrt runzelte ich die Stirn.

– Was ist Team G? –

– Oh! Ich habe den Leuten, die du losgeschickt hast, einfach den Namen Team G gegeben. –

Okay, gut zu wissen.

Ich gab keine Antwort, da ich schon im nächsten Moment die Zentrale erreichte. Die eine kleine Abstellkammer war, in der ein Tisch, drei Stühle und ein Computer standen.

„Also entscheidest du jetzt einfach selbst, wie die Teams heißen?"
Sam lachte.

„Ja, sorry! Ich fand es seltsam, dass sie keinen Namen hatten."

„Vielleicht hatte ich ... einen Namen ... für sie!" Sam nahm seinen typischen Blick an. Er hob eine Augenbraue, legte den Kopf leicht schräg und zog einen Mundwinkel leicht hoch.

„Du hattest keinen und hast keinen."
Als Antwort schnaufte ich nur.

„Hast du abgeklärt, wer sich um Team D kümmert?" Sam nickte und tippte an einem Computer herum. Alle unsere Einheiten hatten einen GPS-Sender, wodurch wir sie genau lokalisieren konnten.

„Ja, ich habe zwei aus Team B zur Hilfe hingeschickt und drei aus dem Sanitätsteam." Ich nickte und klopfte Sam auf die Schulter.

„Gut gemacht, Kleiner!"

„Kleiner?"

„Ja!"

Sam verdrehte die Augen.

„Dann überlasse ich jetzt alles wieder dir!"
Erneut nickte ich und ließ mich auf einen Stuhl fallen.

„Wenn das so weitergeht, kannst du ja mal in der Zentrale sitzen und ich gehe etwas feiern!" Gab ich scherzhaft wieder. Ein lautes Auflachen kam als Antwort.

„Ja, das bezweifle ich. Du bist einfach die Beste hier!"
Ich lächelte ihn arrogant an.

„Ich weiß!"
Ein leichter Schlag auf die Schulter kam als Antwort.

„Kleines Frettchen."
Wie ein Schlag ins Gesicht wurde ich ernst.

„Du sollst mich nicht so nennen!"
Es weckte viel zu viele Erinnerungen.

„Das wollte ich nicht, das war aus Gewohnheit!" Sam hob abwehrend die Hände.

„Geh wieder auf Position!"

„Aber ..."

„Geh!"

Ein Nicken kam als Antwort, dann verschwand er auch schon und ließ mich allein in der Abstellkammer.

Das Rudel meines Vaters war nun mein Rudel.

Es war selten, eigentlich so gut wie unmöglich, aber irgendwie habe ich vor drei Jahren alles an mich gerissen.

Sam wollte erst mit mir abhauen, da es eigentlich so ist, dass die Familie des Alphas vom Rudel gejagt und getötet wird.

Da jeder die Chance auf den Alphaposten wollte.

Doch ich weiß nicht genau, wie, aber als Sam sagte, wir laufen weg, habe ich Nein gesagt.

Ich würde das Rudel nicht verlassen, da es meine Familie war.

Sam versprach mir, dass er mich beschützen würde, also zogen wir es durch und schlussendlich übernahm ich das ganze Rudel.

Das Rudel in Glasswood, das Greensea-Rudel, war meins und unser Job in der Stadt war es, als Security zu arbeiten.

Es gibt nur zwei Dinge, die mir mein Rudel nehmen können: einen anderen Alpha oder meinen Mate. Doch zum Glück habe ich mit jedem Alpha geredet und keiner traut sich, sich mit mir anzulegen. Und meinen Mate werde ich erst mit achtzehn, also in ein paar Wochen, finden, was doch eher ein größeres Problem war.

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1028 Wörter

Who is the best Alpha?!Geschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt