[Kapitel wurde am 16.11.25 überarbeitet]
2016
Zaubereiministerium
Harry James Potter vergrub das Gesicht in den Händen. Schon seit einer gefühlten Ewigkeit hockte der Auserwählte jetzt schon vor der verschlossenen Türe und wartete. Aber es tat sich nichts.
Dann endlich nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete sich die Türe und eine bleiche, von Müdigkeit gezeichnete Gestalt schob sich hindurch.
Harry stand schnell auf, während sein bester Freund Ron Weasley die Türe hinter sich leise schloss und laut seufzte. Dann richtete er seinen müden Blick auf Harry. „Und?" fragte er.
Ron seufzte.
Die Haare des Weasleyjungen waren verfilzt und von Schweiß durchnässt, die Krawatte seiner Arbeitsuniform hing schief und unordentlich am Hals und er hatte dunkle Ringe unter den Augen. „Wir arbeiten daran", gab er müde und ein wenig unwirsch zurück. Was Harry nicht wirklich störte. So war Ron eben.
„Aber bisher wissen wir nicht was passiert ist..." Fuhr der Rothaarige nun fort und schob beide Hände in die Taschen seines Umhangs. Schweißperlen glänzten auf seiner Stirn. Harry ballte die Fäuste, „Es muss doch irgendwas geben. Einen Hinweis..." Versuchte er es, doch Ron zuckte nur müde mit den Schultern, „Harry.", sagte er mit leiser Stimme, um seinen Freund zu beruhigen, der einmal mehr die Beherrschung zu verlieren drohte, „Wir haben den Vorfall mehrere Stunden untersucht und meine Kollegen werden das auch weiterhin tun. Ich bin seit über 24 Stunden wach. Ich bin müde und ich brauche etwas Zeit, um mich auszuruhen."
Wie aufs Stichwort gähnte der jüngste Weasleysohn. Harry ignorierte die Geste und rang verzweifelt mit den Hände, „Ich muss irgendwas tun. Irgendwie muss ich euch doch helfen können, oder etwa nicht? Es geht hier um meine Tochter. Um meine Lily. Du würdest für Rose dasselbe tun oder nicht" Fragte er seinen besten Freund aufgebracht. Ron seufzte, ein schlechtes Gewissen zeichnete sich in seinem Gesicht ab. „Würde ich. Aber wir tun was wir können.", versprach er, „Und du hilfst ihr am besten erstmal dir selbst, indem du zu deiner Frau und deinen zwei Jungs zurückkehrst." Meinte er beschwichtigend und legte Harry die Hand auf die Schulter. „Sie brauchen dich jetzt mehr denn je. Und ich verspreche dir, dass wir Lily finden werden. Was auch immer passiert ist oder wer auch immer dafür verantwortlich ist. Wir werden es herausfinden. Und Lily wird wieder nach Hause kommen." Der Auserwählte lächelte schwach. Die Worte waren ein schwacher Trost. Aber Ron hatte Recht.
„Danke Ron. Danke dass du mir hilfst." Sein bester Freund lächelte schwach, „Ist ja schließlich auch mein Job, Kumpel." meinte er. „Und jetzt entschuldige mich. Ich habe einen Termin. Mit meinem Bett." Mit diesen Worten schlurfte Ron den Gang entlang und verschwand hinter einer Ecke. Harry Potter blickte ihm lächelnd nach, doch dann verschwand das Grinsen und wandelte sich zu einer verzweifelten und ratlosen Grimasse. Der Auserwählte seufzte und fuhr sich durch die schwarzen Haare.
Dann lief er in die entgegengesetzte Richtung davon.
Askaban
„Wieso erzählst du ihr das alles?"
„Ich wollte es so."
„Unsere Geschichte geht sie nichts an und das weißt du. Was wenn das Ministerium sie geschickt hat, um uns auszuhorchen?"
„Sie ist nur ein Kind. So irre sind die nicht."
„Woher willst du das wissen? Sie mag zwar nur ein Kind sein, aber unsere Geschichte ist bestimmt kein Kindermärchen, in der der Prinz die Prinzessin heiratet..."
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Das ist der Weg
Hayran KurguWir schreiben das Jahr 1992: Ginny Weasley darf endlich nach Hogwarts. Voller Vorfreude auf ihr erstes Schuljahr macht sie sich mit ihrer Familie auf zur Winkelgasse und reist wenig später zum ersten mal nach Hogwarts. Doch was dort passiert, wird d...
