Schule nervte. Thomas hatte einen wirklich anstrengenden Schultag hinter sich und war froh endlich nach hause zu kommen. Die Fahrt mit dem Bus würde allerdings etwas dauern. Das war auch so eine Sache, die seine schlechte Laune steigerte. Sein Vater wollte ihn eigentlich abholen, doch in der Pause hatte er ihm geschrieben, dass er und seine Mutter geschäftlich verreisen mussten, mal wieder. Also blieb Thomas nichts anderes übrig, als eine Stunde mit dem Bus nach hause zu fahren.
Er steckte sich die Kopfhörer in die Ohren und setzte sich relativ weit nach hinten. Er lehnte seinen Kopf an die Scheibe und beobachtete die Gegend. Wenn der Tag nicht so anstrengend gewesen wäre, dann hätte er die Landschaft genossen, doch er wollte einfach nur nach hause und sich hinlegen.
Sie hatten heute Mathe geschrieben und er hatte mal wieder nichts hinbekommen. Er lernte wirklich viel, doch in Mathe konnte er tun was er wollte, besser als eine vier bekam er einfach nicht. Es nervte ihn wirklich, dass er Mathe nicht hinbekam und er war jedes mal enttäuscht, wenn er eine schlechte Note bekam. Jedes mal fragte er sich, was er hätte beim lernen anders machen können, doch eine Antwort auf diese Frage hatte er noch nicht gefunden.
Die Fahrt zog sich heute ziemlich und Thomas musste sich bemühen nicht einzuschlafen. Er schaute auf sein Handy, um zu schauen, ob ihm seine Eltern geschrieben hatten, doch er hatte keine einzige Nachricht. Er seufzte, er liebte seine Eltern, doch es war schwer für ihn, dass sie so oft verreisen mussten.
Kurz vor seiner Haltestelle stand Thomas auf und ging zur Tür, wo er sich an eine der Haltestangen festhielt und nach draußen schaute. Er konnte beobachten, wie ein Radfahrer aus einer Seitenstraße kam. Der Busfahrer riss das Lenkrad herum, um diesem auszuweichen.
Der Bus kam ins schleudern, Menschen schrien und Thomas klammerte sich an die Haltestange. Sie schlitterten noch eine Weile weiter und dann ein lauter Rumms. Sie waren gegen eine Mauer gekracht. Thomas wurde von den Füßen gerissen und er konnte sich nicht mehr fest halten. Er flog durch den Bus und knallte mit seinem Kopf gegen eine der Haltestangen, dann war alles dunkel.
Als sie an der Unfallstelle ankamen erblickten sie den Bus, der auf der Seite lag und total zerbeult wurde. Einige Menschen schienen schon ausgestiegen zu sein, doch Philipp erkannte, dass noch ein paar Personen in dem Bus waren.
Sie teilten sich auf, um sich einen Überblick über die Verletzten zu bekommen. Der Busfahrer war laut Phil wahrscheinlich sofort tot gewesen, doch so richtig hörte Philipp ihm nicht zu, denn ein blonder Junge hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Sofort eilte er zu diesem und hockte sich hin. Philipp erkannte schnell, dass die blonden Harre des jungen sich langsam rot färbten und auch an eine der Haltestangen klebte Blut. ,,Hey, kannst du mich hören?", wollte er wissen und rüttelte leicht an dem Blonden, doch dieser reagierte nicht.
,,Phil, ich habe hier einen circa 17 Jährigen Jungen mit einer Platzwunde am Hinterkopf. Er ist nicht ansprechbar!", rief Philipp durch den Bus um die Aufmerksamkeit des Notarztes auf sich zu ziehen. ,,Ich bin sofort bei dir!", hallte Phils Stimme zurück und Philipp fing schon mal alleine an den Jungen zu versorgen.
Als Thomas seine Augen wieder öffnete war das Erste, was er spürte ein dröhnender Schmerz in seinem Kopf. Instinktiv wollte er dorthin fassen, wo die Schmerzen herkamen, doch seine Hand wurde festgehalten. ,,Hey, ganz Ruhig. Du hast eine Wunde am Hinterkopf, fasse die bitte nicht an.", sagte jemand neben ihm, doch er konnte seinen Kopf aufgrund des Stifnecks, welchen er trug nicht drehen.
,,Ich bin Philipp vom Rettungsdienst, kannst du mir deinen Namen verraten?", wollte der Sanitäter von ihm wissen. ,,Thomas... Thomas Schmidt." ,,Gut Thomas und wie Alt bist du?", fragte der Sanitäter weiter, während er einen Verband um seinen Kopf wickelte. ,,Ich bin 17 und bevor Sie fragen, nein es gibt niemanden den Sie anrufen müssen. Meine Eltern sind nicht da und gehen auch nicht an ihre Handys.", sagte der blonde Junge und seufzte. ,,Okay Thomas, pass auf, wir kümmern uns um dich und bringen dich dann ins Krankenhaus , kannst du mir vielleicht sagen was dir weh tut?" ,,Mein Kopf und mein Rücken."
Philipp hatte ein Auge auf den blonden Jungen, während sie ihn ins Krankenhaus brachten. Phil hatte sich dazu entschieden den Jungen aufgrund der immer stärker werdenden Schmerzen im Rücken vollständig zu immobilisieren damit, falls er eine Verletzung am Rücken hatte diese nicht noch schlimmer wurde.
Philipp konnte ihrem jungen Patienten ansehen, dass dieser Panik hatte, also ergriff er die Hand des blonden Jungen und lächelte ihn aufmunternd an, bevor er sagte: ,,Mach dir keine Sorgen Thomas, Phil ist der Bester Notarzt den ich kenne und er weiß , was er tut. Du bist also in wirklich guten Händen. Wir bringen dich jetzt ins Krankenhaus, wo schon eine wirklich liebe und kompetente Ärztin auf uns wartet. Sie wird sich dann weiter um dich kümmern und ich verspreche dir, dass du sie mögen wirst. Wenn ich falsch liege, dann lade ich dich auf einen Döner ein."
Es klopfte und die Tür zu seinem Zimmer öffnete sich. Ein Mann trat ein und nach genauerem hingucken erkannte er ihn. Ohne die Einsatzkleidung sah er ganz anders aus.
,,Hey Thomas, weißt du noch wer ich bin?"
,,Ja, Philipp. Du bist der Sanitäter, der mich hergebracht hat."
,,Richtig. Ich wollte mal nachsehen, wie es dir geht.", sagte Philipp und setzte sich zu ihm ans Bett. ,,Ich hab eine Gehirnerschütterung, einige gebrochene Rippen und eine Prellung an der Wirbelsäule, aber dank der Schmerzmittel geht es mir gut, ich bin nur echt müde." ,,Das ist normal. Die Müdigkeit kommt von den Medikamenten.", meinte Philipp. ,,Wissen deine Eltern, dass du hier bist?", wollte er dann wissen. ,,Ja, aber sie können nicht herkommen. Als Dr.Engel bei ihnen angerufen hat waren sie in einer Konferenz und meinten nur, dass sie ihre Erlaubnis für jegliche notwendige Behandlungen haben.", antwortete Thomas und rieb sich den Kopf. ,,Ich habe mit Charlotte gesprochen und sie meint, dass du in zwei Tagen entlassen werden kannst, allerdings wäre es verantwortungslos dich alleine zu lassen und ich habe mir überlegt, dass du, wenn du damit einverstanden bist mit zu mir kommst, bis deine Eltern wieder da sind oder wenigstens so lange, bis du wieder fit bist." ,,Ich weiß nicht, also ich mag dich wirklich, aber wir kennen uns kaum und..."
Thomas beugte sich zur Seite und übergab sich auf den Boden. Philipp strich ihm währenddessen beruhigend über den Rücken und klingelte nach einer Schwester, die auch sofort das Zimmer betrat.
,,Wir brauchen hier mal etwas gegen erbrechen und vielleicht auch was zum putzen.", meine Philipp, während Thomas sich weiter auf den Boden übergab.
Als er das Gefühl hatte, dass es nichts mehr gab, was er erbrechen konnte legte er sich wieder hin und nahm dankbar das Tuch entgegen, welches ihm Philipp hinhielt, damit er seinen Mund sauber machen konnte. ,,Geht es wieder?", wollte der Sanitäter dann wissen und Thomas nickte.
Er bekam ein Medikament gegen die Übelkeit und der Boden wurde sauber gemacht, dann war er wieder mit Philipp alleine.
,,Ich werde mit zu dir kommen. Du scheinst echt nett zu sein und ich weiß nicht wieso, aber ich fühle mich sicher bei dir." ,,Das ist toll Thomas. Vielleicht ist das ja der Beginn einer wunderbaren Freundschaft."
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Dieser Oneshot war tatsächlich mal ein Wunsch einer Leserin. Ich weiß nur leider nicht mehr von wem... Also wenn du das liest, dann hoffe ich, dass ich deinen Wunsch erfüllen konnte und sorry, dass so lange nichts kam. Ich hatte tatsächlich einfach keine Lust mehr in diesem Fandom zu schreiben, aber wer weiß, vielleicht kommen in nächster oder Langer Zeit mal wieder Oneshots.
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Philipp Und Thomas Oneshots
Fiksi PenggemarSollte eigentlich ein Buch mit asds oneshots werden, jetzt ist es eins für Philipp und Thomas Oneshots.
