Kölle Alaaf

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(Ausnahmsweise eher ein Os über Phil)

Laut schallte die Karnevalsmusik durch die Straßen und betrunkene oder angetrunkene Menschen liefen gut gelaunt durch die vollen Straßen Kölns. Alles war kostümiert und überall wurde ausgelassen gefeiert. 

Selbst die Rettungswache in Köln Süd war geschmückt. An Fenstern und Türen hingen bunte Luftballons und Luftschlangen. Doch im Gegensatz zu draußen war es im Aufenthaltsraum eher still. Das lag erstens daran, dass viele im Einsatz waren und zweitens, dass die, die gerade keinen Einsatz hatten die Ruhe einfach genossen. ,,Ich hasse den Dienst während Karneval, egal welcher Tag.", beschwerte sich Phil. Der junge Notarzt betrat gemeinsam mit Dustin den Aufenthaltsraum während er versuchte das Konfetti aus seinen braunen Locken zu entfernen. ,,Beschwer dich nicht, ich hatte schon letztes Jahr an Karneval Dienst und ihr wisst alle wie sehr ich es liebe Karneval zu feiern.", meinte  Franco, der es sich auf dem Sofa bequem gemacht hatte. ,,Jetzt seid doch mal ruhig.", maulte Thomas, der mit geschlossenen Augen auf dem zweiten Sofa lag. ,,Zum schlafen haben wir einen anderen Raum.", bemerkte Oli. ,,Da wäre ich ja auch hingegangen, wenn ich gekonnt hätte.", keifte Thomas und Philipp musste grinsen. ,,Nicht streiten.", meinte Phil, der sich auf einen Sessel fallen ließ und just in diesem Moment ging sein Melder. ,,Ich hasse Karneval.", murmelte der junge Notarzt und lief zum NEF.                                       
 Vorsichtig steuerte Dustin das Einsatzfahrzeug durch die vollen Straßen. Er musste höllisch aufpassen, dass er niemanden umfuhr. Ohne Unfall schafften sie es zum Einsatzort.  Einer der Wagenengel war unter die Reifen das Traktors gekommen. Der Fahrer konnte nicht sagen was passiert war, doch Phil sah sofort, dass es ernst war. ,,Hallo, hier ist der Notarzt verstehen Sie mich?", sprach Phil den jungen Mann an. Als dieser nicht reagierte rieb Phil ihm über das Brustbein, doch auch auf diesen Schmerzreitz reagierte der junge Mann nicht. ,,Dustin ich will ihn intubieren, der Herr reagiert auf nichts. Die Pupillen sind Anisokor und ich vermutet, dass die Milz etwas abbekommen hat. Flo wir brauchen einmal ein EKG und Jacky ich hätte gerne einen Zugang.", routiniert gab der braunhaarige jedem eine Aufgabe, dann ging er kurz  zu dem Fahrer des Traktors. ,,Hallo, mein Name ist Funke können sie mir erklären was passiert ist?"                      ,,Isch ben he janz normal langk gefahren. D'r jung do es mi Wagenengel. Hä es fuppdisch umgekippt, Isch konnte net mieh halde und scheer log Hä do." (Ich bin hier ganz normal lang gefahren. Der junge da ist mein Wagenengel. Er ist plötzlich umgekippt. Ich konnte nicht mehr halten und schon lag er da). ,,Wie alt ist er denn und hatte er heute schon beschwerden?",fragte der Notarzt. ,,Hä es 19. Als Hä hück ze mr jekumme es hät Hä över Kopping geklagt un Isch gläuve Hä es vör  einigen Tagen gestürzt." (Er ist 19. Als er heute zu mir gekommen ist hat er über Kopfschmerzen geklagt und  ich glaube er ist vor einigen Tagen gestürzt.) ,,Gut, danke für ihre Hilfe. Haben sie irgendwelche beschwerden?", Phil musterte den Herrn , aber dieser sagte:,, Nä mr jeht es jood. Kümmern Se sich bitte öm d'r jungen." (Nein mir geht es gut. Kümmern Sie sich bitte um den jungen.) Phil nickte und ging zu seinen Kollegen zurück, die schon alles für eine Intubation vorbereitet hatten. ,,Okay also der Junge ist  19Jahre alr. Er ist wohl plötzlich umgekippt und er hatte vor einigen Tagen einen Sturz. Heute hat er wohl auch schon über Kopfschmerzen geklagt.", brachte Phil seine Kollegen schnell auf den neusten stand, dann Intubierte Phil seinen jungen Patienten. 

Ein klirren unterbrach die Arbeit der Rettungskräfte. Phil zuckte erschrocken zusammen und drehte sich dann um. Einige Bierflaschen hatten Bekanntschaft mit dem harten Asphalt gemacht, der nun von tausenden Glasscherben geziert wurden. ,,Lasst uns ins Auto, da haben wir unsere Ruhe. Dustin wir brauchen das Spineboard mit den Headblocks. Wir immubilisieren ihn, ich kann Wirbelverletzungen nämlich nicht ausschließen.                                                               
Im RTW beendete der Notarzt seine Untersuchung. Dustin hatte sie schon angemeldet und sie fuhren zügig in die Klinik am Südring. Phil machte eine kurze Übergabe und wollte eigentlich noch kurz bleiben, als sein Melder wieder ging. ,,Ich hasse es!", grummelte der junge Notarzt und lief los. ,,Kölle Alaaf konnte er Charlotte noch rufen hören ehe sich die Türen der Notaufnaheme schlossen und Phil in den NEF sprang nur um wieder mit Dustin und seinen Kollegen durch die vollen Straßen Kölns zufahren.  Eins war dem jungen Notarzt klar: Nächstes Jahr an Karneval war er krank!














Philipp Und Thomas OneshotsWo Geschichten leben. Entdecke jetzt