Camden
"Beruhige dich, Camden. Ihr geht es gut."
Ich blickte Fenrir an und versuchte mich zusammen zu reißen. Ich war schon immer eine Person, die seine Wut nicht unter Kontrolle halten konnte.
"Sie ist ohnmächtig geworden, weil ich sie fast erwürgt hätte!", brüllte ich und schlug gegen den Baum.
"Camden, du kannst nicht den ganzen Wald auseinander nehmen. Hör jetzt auf damit."
"Ich habe ihr weh getan, Fenrir. Ich habe meiner Gefährtin weh getan!", sagte ich mit gebrochener Stimme.
"Der Gedanke seine Gefährtin zu verlieren, ist schlimm. Camden, du konntest es nicht ertragen, dass sie über ihren Selbstmord sprach."
"Ist es eine Entschuldigung, dass ich sie verletzt hatte?", fragte ich ihn wütend.
"Nein."
"Ich muss von ihr fernbleiben. Ich will sie nicht weiterhin verletzen."
"Sie ist deine Gefährtin. Je mehr du dich von ihr entfernst, desto mehr verletzt ihr euch gegenseitig."
"Sie will mich nicht. Nach allem, was ich ihr angetan habe, kann ich ihr es auch nicht verübeln."
Ich seufzte und versuchte meine Gedanken zu sortieren.
"Hast du ihren Bruder gefunden?", erkundigte ich mich.
"Nein. Er ist verschwunden. Hast du es ihr erzählt?"
Ich schüttelte meinen Kopf.
"Nein. Ich Idiot habe ihr erzählt, dass ich ihn getötet habe."
"Spinnst du? Sie wird dich hassen."
"Ich war wütend. Ich will, dass sie mich hasst. Ihr soll die Trennung nicht schwerfallen. Je mehr sie mich verachtet, desto leichter wird es ihr fallen."
"Du bist wirklich ein Idiot. Du hättest sie nicht belügen dürfen. Sie wird denken, dass die Gerüchte stimmen."
"Vielleicht ist es besser so."
"Glaubst du, sie ist wach?"
"Sie müsste jede Sekunde aufstehen. Ich schätze, ich sollte ins Haus zurück. Bleib ...-"
Ich hörte mitten im Satz auf. Mein ganzer Körper zog sich zusammen und mir fiel das atmen schwer.
"Ich rieche ihr Blut!", sagte ich und stürmte aus dem Wald zurück zum Haus. Ich war nicht weit entfernt und hätte jeden Eindringling bemerkt. Niemand war im Haus. Weshalb roch ich ihr verdammtes Blut?
Panisch rannte ich die Treppen hoch und folgte dem Geruch. Ich trat auf etwas nasses und blickte herunter. Rot gefärbtes Wasser?
Oh nein.
Panisch riss ich die Tür aus den Rahmen, als ich sie eintrat. Diesen Anblick würde ich wohl nie wieder vergessen. Meine Lungen schnürten sich zusammen und ich konnte kaum atmen.
Ich musste handeln. Ich durfte nicht in Schock geraten. Schnell beugte ich mich über die Badewanne und zog Neela aus dem roten Wasser heraus. Ihr Handgelenk war aufgeschlitzt worden und sie verlor Blut. Ihr Puls war kaum noch vorhanden.
Ich hob sie hoch und legte sie schnell auf das Bett im Schlafzimmer. Währendessen kontaktierte ich den Rudelarzt, dass er so schnell wie möglich hierher kommen sollte.
"Neela. Bitte, wach auf kleiner Engel. Schrei mich weiterhin an, verachte mich. Aber bitte bleib bei mir."
Panisch versuchte ich die Blutung zu stoppen und war den Tränen nahe. Ich würde mir das niemals verzeihen. Ich allein hatte sie so weit gebracht, dies hier zu tun.
"Es tut mir leid, hörst du? Ich werde alles wieder gut machen. Das verspreche ich dir. Ich werde dir alles erklären, nur öffne deine Augen. Kämpfe. Für uns."
Ich drückte ihren Körper an meinen und schluchzte in ihrer Halsbeuge. Was, wenn ich sie verlieren würde?
"Neela, wach auf."
Ihr Herzschlag verlangsamte sich von Minute zu Minute und ich wurde immer panischer. Was, wenn ich sie hier und jetzt verlor?
"Neela, ich liebe dich."
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Blood Moon (Camden & Neela)
WerewolfNeela verabscheut alles, was mit Werwölfen zu tun hat. Schlimm genug, dass sie selbst ein Werwolf ist und ihr Gefährte kein anderer als der berüchtigte Alpha Camden ist. Sein blutrünstiger Ruf eilt ihm voraus und jegliche Flucht vor ihm scheint zwec...
