Mir war warm. Wirklich warm. Also schlug ich die Decke zur Seite. Jedenfalls wollte ich das. Ich erinnerte mich und schlug meine Augen auf. Mein Herz war für einen Moment stehen geblieben, als ich Camden in meiner Nähe liegen sah. Sein Gesicht war nur wenige Zentimeter von meinem entfernt und ich konnte sehen, dass er lange dichte Wimpern hatte. Selbst einige Sommersprossen zierten sein Gesicht. Sie waren nur ganz leicht zu erkennen und man müsste genau hinsehen.
Sein Arm war um meine Taille geschlungen und obwohl in diesem Bett noch locker zwei andere Personen schlafen konnten, waren wir ziemlich eng umschlungen. Der Gedanke, dass er mich in sein Bett getragen hatte, erhitzte meine Wangen.
Langsam entfernte ich seinen Arm von mir und stand leise auf. Als ich mich vom Bett entfernt hatte, hörte ich seine verschlafene Stimme hinter mir. Ich musste zugeben, sie klang niedlich.
"Du kannst nicht fliehen. Versuch es nicht und leg dich wieder schlafen."
Ich machte mich auf dem Weg zum Fenster und hörte wie er laut seufzte und sich selbst vom Bett erhob.
"Was willst du tun? Vom Fenster springen?"
Ich drehte mich leicht zu ihm und schenkte ihm einen feinseligen Blick.
"Du hast gesagt, ich soll auf dem Boden schlafen. Also werde ich das tun. Ich muss doch den Befehl eines Alphas befolgen, oder?", fragte ich spöttisch.
"Neela, bitte...geh einfach schlafen!", flehte er.
Ich blickte nach unten und dachte über alles nach. Wusste mein Bruder Bescheid? Wussten meine Freundinnen Bescheid, dass ich ausgerechnet Camden als Gefährten hatte? Ich würde niemals hier raus kommen, ich war seine Gefangene.
Ein Schluchzen verlies meine Lippen und die erste Träne floss über meine Wange.
"Weinst du etwa?", fragte er und ich könnte schwören einen Hauch Sorge darin erkennen zu können.
"Ich will nach Hause."
Er seufzte und trat einige Schritte auf mich zu. Er legte seine Handfläche an meine Wange und hob meinen Kopf.
"Du bist Zuhause."
"Ich hasse dich!", sagte ich.
"Geh ins Bett und schlaf dort weiter. Wir unterhalten uns morgen. Wiedersetz dich einfach nicht und akzeptiere dein Schicksal. So fällt es dir leichter."
"Habe ich überhaupt eine Wahl? Kann ich dich nicht als Gefährten ablehnen?"
"Nein. Du hast keine Wahl."
"Fick dich!", sagte ich wütend.
Er lies seine Hand fallen und ballte seine Hände zu Fäusten.
"Ich bin ein Alpha, so sprichst du nicht mit mir. Hast du verstanden? Zeig Respekt."
"Ich werde dich niemals respektieren. Nur zu, bring mich um!"
"Du bist meine Gefährtin. Ich werde dich niemals umbringen. Ich gebe dir mein Wort, dich niemals zu verletzen. Aber ich würde keine Sekunde zögern, jemand anderen zu verletzen der dir wichtig ist. Nur damit du nicht frech wirst, Kleines."
"Du hast im Wald behauptet, dass du mich nicht als Gefährtin willst."
"Das stimmt. Ich will dich nicht. Ich werde dich auch nicht markieren oder dir mein Herz ausschütten. Ich bin keine Person, die liebt. Nur bist du meine Schwachstelle und dein Tod würde mich schwächen."
"Also sperrst du mich hier ein?"
"Es kommt ganz auf dich an. Fürs erste aber, ja."
"Ich möchte meinen Bruder sprechen."
"Von mir aus. Du kannst ihn anrufen. Erst erzählst du mir, wer dich angefasst hat."
Verdammter Mistkerl. Wenn ich ihm das sagen würde, würde er Brent vermutlich ohne zu zögern töten. Ich hasste Brent, aber wollte ich wirklich für den Tod eines Lebewesens verantwortlich sein? Den Tod verdiente niemand.
"Bestimmt nicht."
"Gut, dann wirst du auch nicht mit deinem Bruder sprechen."
Wütend holte ich mit meiner Hand aus und verpasste ihm eine Ohrfeige. Er zuckte nicht einmal mit der Wimper.
"Bist du fertig? Gehst du jetzt weiterschlafen oder soll ich dich ans Bett fesseln."
"Ich werde nicht mit dir im selben Bett schlafen. Ich dachte, dass hätte ich dir bereits gesagt."
"Von mir aus! Dann schlafe ich wo anders. Leg dich verdammt nochmal hin!", sagte er laut.
Diesmal befolgte ich seiner Anweisung.
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Blood Moon (Camden & Neela)
Hombres LoboNeela verabscheut alles, was mit Werwölfen zu tun hat. Schlimm genug, dass sie selbst ein Werwolf ist und ihr Gefährte kein anderer als der berüchtigte Alpha Camden ist. Sein blutrünstiger Ruf eilt ihm voraus und jegliche Flucht vor ihm scheint zwec...
