Black die Änderung ihrer Entscheidung mitzuteilen, war gar nicht so einfach. Man sah ihn und Potter selten ohne den anderen und wenn, dann war einer der restlichen Rumtreiber dabei. Aber die Zaubertrankstunde am Donnerstag bot eine Möglichkeit.
Zum letzten Mal arbeiteten sie am Vergo-Trank und wie immer hatte sich Lupin zwischen sie gesetzt. Alekto wartete ungeduldig, dass er einmal seinen Platz verließ, doch der Gryffindor war hoch konzentriert bei der Sache.
"Nun ist die Stunde der Wahrheit", sagte Professor Slughorn als sie nur noch zehn Minuten hatten und anfingen, den Trank für die Probe abzufüllen. Alekto hatte fast schon die Hoffnung aufgegeben, mit Black sprechen zu können, da stand Lupin auf, um die Phiole mit ihrem Trank zum Professor zu bringen.
"Black", zischte sie zum Gryffindor, der die Beine gestreckt hatte und ausgiebig gähnte. Als er sie hörte, drehte er fragend den Kopf. Am liebsten hätte Alekto die Aktion abgebrochen, aber sie riss sich zusammen. "Ich habe es mir noch einmal überlegt mit deinem Angebot", brachte sie nur schwer über die Lippen.
Sie war sich unsicher, ob er sie gehört hatte, denn er gab ihr nur einen Daumen nach oben. Als Alekto sich wieder abwandte, konnte sie sehen, wie vom Lehrertisch aus Lupin sie beobachtete.
Alekto kam nach Zaubertränke in ihren Schlafsaal und warf sich auf das Bett. Sie war erschöpft und kalt und wollte nur noch schlafen gehen. Auch wenn es wieder besser wurde, so spürte sie immer noch den Toll, den die schwarze Magie auf ihren Körper hatte.
Sie schlang die Decke um sich, bevor sie ihr Hemd und den Rock auszog, ans Fußende ihres Bettes warf und sie ihren Kopf aufs Kissen sinken ließ, bevor sie die Augen schloss. Es dauerte keine zwei Minuten, bevor Bellona ihre Anwesenheit bemerkt hatte und sich schnurrend an sie kuschelte. Alekto war dankbar über das bisschen Wärme der Katze und wünschte sich, ein Hauself würde ihr eine weitere Decke bringen, damit sie nicht mehr kalt hatte.
"Kommst du nicht zum Abendessen?", fragte Helen und Alekto schüttelte den Kopf, ohne die Augen zu öffnen. "Weißt du, ob Lea schon die Hausaufgaben für Verteidigung gegen die dunklen Künste gemacht hat?", fragte Helen weiter.
"Frag sie doch", antwortete Alekto leicht genervt.
"Sie zeigt mir die kalte Schulter, warum auch immer jetzt schon wieder."
Jetzt öffnete Alekto die Augen und stützte sich auf die Unterarme. "Du willst nicht mit Irina und Ilya assoziiert sein, weil sie Halbblute sind. Lea ist auch ein Halbblut." Sie dachte an Leas Worte während ihres Streites letzte Woche.
Helen seufzte und streifte ihre Schuhe ab. "Lea weiß, dass ich sie nicht damit meine. Außerdem ist es ein riesiger Unterschied, ob man mit jemandem befreundet ist oder so jemand in der Familie hat", sagte sie. "Ich nehme jetzt ein Schaumbad, rufe, wenn etwas ist."
Alekto ließ sich wieder in ihr Kissen sinken. Der Unterschied zwischen einem Halbblut in der Familie zu haben und mit einem befreundet zu sein war, dass es bedeutete, ein Familienmitglied hat einen Muggel geheiratet (oder in Helens Fall, einen Wittwer, der mit einem Muggel verheiratet gewesen war) und bei den Freunden konnte niemand etwas dafür, dass ein Eltern- oder Grosselternteil ein Muggel war. Sie lauschte dem rauschenden Wasser, während sie nachdachte. Sie konnte es Lea nicht verübeln, immer wütend über solche Dinge zu sein, immerhin war sie das Halbblut in jemandes Familie. Sie überlegte, ob sie jemand von Leas Zaubererverwandtschaft kannte, denen würde sie die Meinung sagen, sollte sie herauskriege, dass sie Lea wegen ihres Blutstatus schlecht behandelten.
Lea konnte nichts dafür, dass sie als Halbblut geboren wurde und sie konnte nichts dafür, dass sie als Reinblut geboren wurde und Muggels konnten nichts dafür, dass sie als Muggels geboren wurden. Alekto starrte an die Decke ihres Himmelbetts. Die Handlungen waren das Ausschlaggebende und Muggels zerstörten mit ihren Handlungen das magische Blut.
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Merlins Secret
Fiksi PenggemarAlekto Myrddin: Reinblüterin, Slytherin, Nachfahrin des Merlins und Familienenttäuschung. Vor den Toren Hogwarts tobt der Krieg, noch gilt die Schule unter Albus Dumbledore als ein sicherer Hafen, doch dann wird das Schloss angegriffen. Neben der Fr...
