(Nare)
Wir paddelten in Richtung Erebor.
Schließlich fehlte noch der Fußmarsch vom See zum Berg.
Nach einigen Stunden erreichten wir eine Anhöhe und sahen hinauf zum Erebor. Ganz in der Nähe lag Thal. Doch konnte man diesen Haufen aus Asche, Schutt und brüchigen Häusern noch Thal nennen. Nicht wirklich. Bedauernd um die Zwerge und Menschen, die dort ihr Leben ließen, wendete ich mich wieder dem Erebor zu. Auf meinem Gesicht bildet sich ein Lächeln. Auch in den Gesichtern der anderen sehe ich Freude, Ehrfurcht und Staunen. "Sucht die Treppe !", ordnete Thorin stolz als nächstes an und wir begannen uns aufzuteilen um die geheime Tür zu finden.
Lange suchten wir. Bis plötzlich Bilbo rief. "Hier drüben ! Hier ist die Treppe." Eilig rannte ich mit Thorin zu ihm. Dwalin bekam den Auftrag die anderen zu holen. Und dann begann das klettern.
Die Stufen, die in einer riesen Zwergenstatur eingearbeitet waren, waren riesig. Mühsam erklommen wir jede einzelne, bis wir endlich oben angelangten.
Zu dieser Zeit dämmerte es schon leicht. Uns blieb also nicht mehr viel Zeit. Den wir haben den Durinstag. "Sucht das Schlüsselloch." Dwalin begann die Wand abzusuchen die vor uns lag. Wenig später musste ein weiterer Zwerg helfen. Er klopfte nach holen Stellen mit einem Löffel die Wand ab. Doch zu finden war nichts. Aus Frust, schrie Thorin nun: "Schlagt sie ein!"
Die Zwerge versuchten auch dies. Ich seufzte enttäuscht. "Das wird nicht klappen Thorin." Dwalin warf sich verzweifelt gegen die Wand. Doch es geschah nichts. Traurig sagte Balin: "Es ist vorbei... Das Licht ist fort. Wir können nichts mehr tun. Die einzige Chance hinein zu gelangen ist nun dahin. Kehren wir um Thorin." Ich wollte das nicht glauben. Auch Bilbo wollte es nicht glauben. Enttäuscht, wie ein geschlagener Wolf, ließ Thorin den Schlüssel fallen. Sie hatten versagt.
Während nun die anderen Zwerge den Abstieg begannen, fluchte ich. "Mahal das kann doch nicht sein! Wir können doch jetzt nicht aufgeben." Bilbo der noch geblieben war, stimmte mir zu. "Wir müssen irgendwas übersehen haben!" Er murmelte vor sich hin. Gemeinsam gingen wir noch einmal das durch, was auf der Karte stand, die Herr Elrond in Bruchtal entschlüsselt hatte. "... Wenn die Drossle schlägt." Und als wir das sagten, flog eine Drossel herbei und schlug mit einer kleinen Schnecke gegen die Wand des Berges. Über uns rissen die Wolken auf und der Mond kam zum Vorschein. Ein großer runder, voller Mond. Und dann ging uns ein Licht auf. Bilbo rief: "Nein halt ! Wartet ! Kommt zurück ! Es ist das Licht des letzten Herbstmondes! Kommt zurück." Eifrig suchten wir nach dem Schlüssel, den Thorin fallen ließ. Etwas ungeschickt, trat Bilbo ihn weg. Doch ehe er hinab fallen konnte. Stellte Thorin seinen Fuß auf das Schlüsselband. Ich hob ihn auf und wollt ihn Thorin geben. Doch er nahm meine Hand und führte mich zum nun sichtbaren Schlüsselloch. Gemeinsam steckten wir ihn dort hinein. Und drehten. Es klickte. Mit aller Kraft stemmte Thorin sich gegen die Tür, die leise ächzend unter seinem Druck nachgab. In der Luft lag eine Spannung und etwas unerklärliches, wir waren angekommen. Und wir konnten nach so langer Zeit nun endlich erneut den Erebor betreten.
(Lilly)
Ich versuchte mir meine Sorge nicht anmerken zu lassen. Denn das würde die anderen nur beunruhigen. Also fragte ich Bard: "Habt ihr denn kein Athelas hier?" "Athelas?", fragte Bard verwirrt zurück. Ich seufzte: "Königskraut." Da ging dem Mensch ein Licht auf. Aber er verneinte. "Das ist Unkraut. Wir geben es den Schweinen." Entsetzt sah ich ihn an. Und dann lief Bofur schon zur Tür. Endlich konnte sich der Zwerg nützlich machen. "Ich glaub ich weiß wo!", rief er noch und war verschwunden. Eilig eilte ich ihm hinter her. "Bleibt hier und passt auf Kili auf!", schärfte ich den anderen noch ein und folgte Bofur hinaus.
Wie rannten über Stege und um Häuser. Über den Platz und dann wieder über Stege. Bofur hatte nicht gerade den besten Orientierungssinn. Aber er wusste wenigstens noch, dass er heute Morgen Schweine gesehen hatte.
Schließlich fanden wir die Schweine und Bofur nahm einen Schwein was genüsslich kaute den Rest des Athelas weg. Kurz darauf wollten wir zurück. Plötzlich sprangen jedoch Orks von den Dächern. Ich zog sofort meinem Bogen und erschoss die, die mir zu nahe kamen. Bofur hingegen war so überrascht, dass einer der Orks ihn zurück stieß und er über Kopf in ein paar Obstkörbe kugelte. Das Athelas hielt er jedoch zum Glück fest. Als ich die Orks die in der Nähe waren erlegt hatte, half ich Bofur auf und wir rannten weiter zurück zu Bards Haus. Die ganze Zeit hoffte ich, dass nicht so viele Orks in Seestadt waren. Und vorallem, dass sie die anderen nicht gefunden hatten. Pustekuchen.... Schon von weitem sah ich die Orks durchs Dach in Bards Haus springen.
(Rees)
Bard war wenig später nach Bofur und Lilly hinaus gegangen. Wir wussten nicht wohin.
Ich Strich Kili eine Strähne aus dem Gesicht und sang zur Beruhigung ein Lied. (Das Lied könnt ihr euch auch anhören :D hab's angeheftet.) Ich endete gerade, als Schritte auf dem Dach zu hören war. Wenig später krachte ein Ork durchs Dach. Fili reagierte schnell und köpfte ihn. Doch mehrere Orks folgten dem ersten. Ich nahm meine Wolfsgestalt an und stellte mich schützen vor Kilis Bett. Tilda und ihre große Schwester schrieen entsetz. Bain ihr Bruder schützte sie so gut es ging. Jeder Ork, der mir oder dem Bett zu nahe kam, zerfetzte ich. Den Rest übernahmen Fili und Oin, die auch Bards Kinder schützten. Doch es wurden einfach immer mehr Orks. Einer entwischte mir und schnappte Kili am Bein. Eilig kam ich ihm zur Hilfe und wischte den Ork fort. Doch ein zweiter wollte mir seine Klinge in den Rücken stoßen. Hätte Kili nicht noch einen Dolch direkt bei sich gehabt, wäre ich nun verletzt oder gar tot. Doch Ork hin oder her. Trotz dass Kili ihn getötet hat, landet er nun auf dem Boden und schreit schmerzhaft auf. Ich würde ihm so gerne helfen. Aber ich kann ihn in diesem Moment nur schützen. Glücklicherweise kam Lilly endlich zurück. Mit vereinter Kraft konnten wir die Orks nun endlich töten.
Danach verwandelte ich mich eiligst zurück und lief zu Kili, der sich immer noch vor Schmerzen auf dem Boden Wand. Lilly gab uns dann Anweisungen. "Legt ihn auf den Tisch. Tilda, Sigrid, ich brauch eine Schüssel mit heißem Wasser." Fili und Bofur hievteten wie angeordnet Kili auf den Tisch. Ich hielt seinen Kopf um ihn zu beruhigen. Immer wieder wurde er nun von den Schmerzkrämpfen erfasst. Sein Atem geht flacher. Ich muss mich zusammen reißen um nicht zu weinen vor Angst um ihn. Würde ich ihn nun ansprechen, so wäre er wohl zu benebelt von den Schmerzen, als dass er mich verstehen würde. Aber ich laber trotzdem einfach, versuche ihn zu beruhigen. Ihm das Leiden etwas zu nehmen in dem ich ihm über die Wange streichele, küsse oder einfach bei ihm bin. Denn mehr kann ich nicht tun.
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Der Hobbit (ff)
FanfictionZwei Schwestern und ihre Freundin begeben sich auf eine Reise, die nicht ganz ungefährlich ist. Noch dazu besitzen sie alle drei eine Gabe. Begleitet sie auf eine Reise mit vielen Emotionen und Gefühlen, und erlebt mit ihnen erneut einen Teil ihrer...
