Der Dienstagmorgen beginnt wolkig und kühl. Als ich aufwache, merke ich, dass ich schlecht geschlafen habe. Die Gedanken an Ryan und unser Gespräch im Buchladen beschäftigen mich weiterhin. Die unangenehme Spannung und das ungelöste Gefühl machen es mir schwer, den Tag mit Energie zu beginnen.
Nach dem Frühstück verlasse ich mein Wohnheim und mache mich auf den Weg zur Universität. Der Himmel ist grau, und der Wind weht stark durch die Straßen des Campus. Es sieht so aus, als würde es bald regnen, was die ohnehin schon gedrückte Stimmung noch verstärkt. Ich beschließe, den Tag mit dem Besuch eines Seminars zu beginnen, auf das ich mich einigermaßen freue. Die Vorlesungen und Seminare sind ein willkommenes Mittel, um mich abzulenken und in meine Studien vertieft zu bleiben.
Der Weg zur Universität führt mich durch den geschäftigen Campusbereich. Die Studierenden strömen in die verschiedenen Gebäude, und die Geräusche der Gespräche und des Lärms mischen sich mit dem gelegentlichen Klang der Sirene aus der Ferne. Die Atmosphäre ist lebhaft, aber ich fühle mich irgendwie isoliert, als ob eine unsichtbare Mauer zwischen mir und der Umgebung steht.
Das Seminar verläuft ziemlich routinemäßig. Wir diskutieren ein komplexes Thema, und die Diskussion ist lebhaft und engagiert. Doch obwohl ich mich versuche, aktiv einzubringen, schweifen meine Gedanken immer wieder ab. Die ständigen Erinnerungen an Ryan und unsere Begegnung schwirren in meinem Kopf. Besonders seine ruhige, sachliche Art und seine offensichtliche Gelassenheit lassen mich zweifeln, wie ich mich verhalten soll.
Nach dem Seminar treffe ich mich mit meiner Studiengruppe in der Bibliothek, um an unserem Projekt weiterzuarbeiten. Die Bibliothek ist ruhig und übersichtlich, mit großen Fenstern, die den Blick auf den Campus freigeben. Die Atmosphäre ist produktiv, und wir arbeiten konzentriert an unseren Aufgaben. Trotzdem kann ich mich nicht ganz auf die Arbeit einlassen; meine Gedanken kehren immer wieder zu Ryan zurück.
Gegen Mittag entschließe ich mich, eine kurze Pause einzulegen und in die Cafeteria zu gehen. Die Cafeteria ist ein belebter Ort, und ich kaufe mir einen Kaffee und ein Sandwich, um etwas Energie zu tanken. Während ich in einer ruhigen Ecke sitze und mein Mittagessen genieße, fällt mir auf, dass ich ständig auf die Uhr schaue, als ob ich auf etwas warte oder hoffen würde, dass sich etwas verändern wird.
Gegen Nachmittag beginnt es zu regnen. Die Tropfen prasseln gegen die Fenster der Cafeteria, und die Leute strömen in die Gebäude, um sich vor dem Regen zu schützen. Die Stimmung draußen wirkt trüb und melancholisch, was meine eigenen Gefühle widerspiegelt. Ich entschließe mich, den Regen abzuwarten und meine Zeit in der Cafeteria zu verbringen.
Als ich meine Zeit dort vergeude, bemerke ich plötzlich, dass Sarah und einige ihrer Freunde hereinkommen. Sie sehen fröhlich und aufgeregt aus und setzen sich an einen großen Tisch in der Mitte des Raumes. Ich grüße sie und setze mich zu ihnen, um ein bisschen Gesellschaft zu genießen.
„Emma, schön dich zu sehen!“, ruft Sarah und lächelt. „Setz dich zu uns, wir haben gerade eine interessante Diskussion über das nächste Event auf dem Campus.“
„Gerne,“ sage ich und nehme Platz. „Was für ein Event steht an?“
„Es gibt ein großes Open-Air-Konzert am Freitag,“ erklärt Sarah. „Es soll eine Menge Bands geben, und es wird eine tolle Gelegenheit sein, sich zu entspannen und Spaß zu haben.“
„Das klingt spannend,“ sage ich. „Ich denke, ich werde auf jeden Fall hingehen.“
Die Unterhaltung lenkt mich von meinen Sorgen ab, und ich genieße die lockere Atmosphäre am Tisch. Sarah und ihre Freunde sprechen über ihre Pläne für das Wochenende, und ich kann spüren, wie sich meine Stimmung langsam hebt. Die positive Energie der Gruppe tut mir gut, und ich freue mich, ein Teil dieser neuen Freundschaften zu sein.
Als der Nachmittag in den Abend übergeht, endet mein Arbeitstag, und ich mache mich auf den Weg zurück zum Wohnheim. Der Regen hat nachgelassen, und die Luft ist frisch und kühl. Die Straßen glänzen von der Feuchtigkeit, und die Stadt wirkt nach dem Regen erfrischt.
Zu Hause angekommen, merke ich, dass ich noch ein paar Aufgaben für das Studium erledigen muss. Ich setze mich an meinen Schreibtisch und beginne, an meinen Notizen zu arbeiten. Während ich mich auf die Studienaufgaben konzentriere, denke ich darüber nach, wie es wäre, wenn ich Ryan wiedersehe. Wie würde er sich verhalten? Wie würde ich reagieren?
Die Unruhe, die ich seit unserem Treffen empfinde, lässt mich nicht los. Es ist eine seltsame Mischung aus Neugier und Nervosität, und ich frage mich, ob ich bereit bin, mich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Während ich weiterarbeite, versuche ich, meine Gedanken zu ordnen und meine Emotionen in den Griff zu bekommen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob ich bereit bin, die ungelösten Fragen zu klären und die Vergangenheit hinter mir zu lassen.
Schließlich beende ich meine Arbeit und lege mich ins Bett. Die Gedanken an Ryan, die Universitätswelt und die neuen Freundschaften beschäftigen mich weiterhin, aber ich versuche, mich zu entspannen und mich auf die positiven Aspekte meiner neuen Umgebung zu konzentrieren. Es ist klar, dass ich noch einen Weg vor mir habe, um meine Emotionen zu verarbeiten und die Herausforderungen der Gegenwart zu meistern. Aber ich bin entschlossen, das Beste aus meiner Zeit hier zu machen und die Chancen zu nutzen, die sich mir bieten.
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second chance
RomanceEmma und Ryan waren einst unzertrennlich, bis ein schmerzhaftes Missverständnis ihre junge Liebe zerstörte. Drei Jahre später treffen sie sich unerwartet an der Universität wieder. Alte Wunden und Gefühle brechen auf, während sie versuchen, ihre Ver...
