Part 10

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Hey Leute ich wollte euch Mittteilen das ich meine schreib weise bisschen änder also nimmt es mir nicht übel aber so gefällt es mir besser und Y/N heißt jetzt Amalia❤️

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Eddies Sicht:

Ich blinzelte verschlafen. Der Fernseher flackerte noch vor sich hin, aber der Film war längst vorbei. Nur noch das leise Menü-Geräusch dudelte vor sich hin, irgendwas Monotones. Neben mir auf der Couch lag Amalia – zusammengerollt wie eine Katze, ihr Kopf ruhte leicht auf meiner Schulter. Ihre Atmung war ruhig, gleichmäßig. Sie schlief.
„Du hast Glück, dass sie dich so mag," brummte eine Stimme tief in meinem Kopf.Ich zuckte leicht zusammen
,,Venom... wirklich jetzt?" Ich flüsterte es kaum hörbar.
„Was? Ich sag nur die Wahrheit. Sie sieht... hübsch aus. Sehr hübsch."
Ich starrte auf den Fernseher, versuchte, meine Gedanken zu ordnen. Amalia bewegte sich ein bisschen, ihr Arm streifte meinen. Ich blieb ganz still.
„Du starrst sie an wie ein verknallter Teenager."
„Ich bin nicht verknallt."
„Du lügst."
Ich verdrehte innerlich die Augen. „Können wir das später machen? Sie schläft."
„Genau. Jetzt ist die perfekte Zeit. Du kannst ihr näherkommen. Ein bisschen flüstern, ein bisschen... Romantik."
„Sie ist meine beste Freundin, Venom. Ich werd jetzt nicht anfangen, sie anzuflirten, während sie schläft. Was bist du überhaupt für ein Symbiont?"
„Ein weiser, romantischer. Und du bist ein Feigling."
Ich schnaubte leise, warf einen Blick auf Amalia. Eine Haarsträhne war ihr ins Gesicht gefallen. Reflexartig strich ich sie vorsichtig zur Seite. Ihre Haut war warm, weich, fast wie... Nein, stopp. Ich durfte da nicht so weit reindenken.
„Sie hat schöne Lippen."
„Venom!"
„Ich sag ja nur. Und was machen wir jetzt? Bleiben wir hier sitzen und tun nichts?"
Ich lehnte mich zurück, ließ den Kopf gegen die Couchlehne fallen. „Vielleicht. Vielleicht bleib ich einfach hier. Mit ihr. Ist doch schön so."
Ein paar Sekunden vergingen in Stille. Nur das sanfte Atmen neben mir, das Glimmen des Bildschirms.
„Ich mag sie," sagte Venom dann überraschend ruhig. „Sie bringt dich zum Lächeln. Das tut dir gut."
Ich schluckte. „Ja... mir auch."
„Denk trotzdem über die Lippen nach."
Ich stöhnte leise. „Du bist unmöglich."
„Und du bist verliebt."
Ich sah auf Amalia hinab – und in dem Moment bewegte sie sich leicht. Ihre Augenlider zuckten. Ich hielt den Atem an.
„Ruhig. Vielleicht träumt sie nur."
Ich nickte. Vielleicht träumte sie. Vielleicht von dem Film. Vielleicht... von mir?
Amalia murmelte etwas Unverständliches und drehte sich ein Stück, bis sie fast halb in meinem Arm lag. Mein Herz machte so ein dummes, kleines Hüpferding, das ich sonst nur aus Filmen kannte. Ich blieb stocksteif sitzen. Bloß nicht bewegen.
„Wenn du jetzt nicht deinen Arm um sie legst, bist du offiziell der langweiligste Mensch auf diesem Planeten."
„Sie schläft, Venom. Schlafende Menschen lässt man in Ruhe."
„Schlafende Menschen brauchen manchmal eine Umarmung. Und sie sieht so aus, als würde sie sich wohlfühlen."
Ich sah wieder zu ihr. Ihre Stirn war entspannt, der Ausdruck weich. Fast so, als würde sie träumen... von etwas Schönem. Ich hob langsam meinen Arm und legte ihn ganz vorsichtig um ihre Schultern. Sie zuckte nicht mal.
„Na also. Geht doch."
Ich lächelte leicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal mit einem außerirdischen Symbionten in meinem Kopf kuschelige Beziehungstipps ausdiskutiere – und noch weniger, dass er recht haben könnte.
„Mmmh... Eddie?" murmelte sie plötzlich, ganz leise.
Ich hielt den Atem an. „Ja?", flüsterte ich vorsichtig.
Ihre Augen blinzelten halb auf, noch halb im Traumland. „Bist du noch da...?"
„Ja, ich bin hier," sagte ich weich. „Alles okay."
Sie lächelte leicht und schloss die Augen wieder. „Gut..." Dann, fast wie ein Hauch: „Ist schön... mit dir..."
Mein Herz machte wieder dieses Ding. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Also sagte ich nichts. Ich blieb einfach sitzen, mein Arm um sie, während der Fernseher immer noch das Menü durchlaufen ließ.
„Du solltest sie küssen."
„Venom!"
„Na gut. Aber irgendwann musst du's tun. Ich will Hochzeiten sehen. Und Baby-Ed..."
„Stopp. Kein Wort weiter."
„Langweiler."
Ich grinste im Halbdunkel. Vielleicht war ich wirklich ein Feigling. Oder vielleicht war das hier gerade einfach... genug. Für den Moment.
Am nächsten Morgen wachte ich mit einem steifen Nacken und Amalias Decke halb auf meinem Kopf auf. Die Couch war gemütlich, aber mein Körper sagte was anderes. Ich blinzelte in das warme Licht, das durch die Vorhänge fiel.
In der Küche klapperte irgendwas. Ich roch Kaffee. Und Toast. Und... irgendwas Angebranntes?
Ich zog mir die Decke vom Kopf und stand auf. Mein T-Shirt war zerknittert, meine Haare standen in alle Richtungen – nicht, dass das neu war. Ich tappte in die Küche, wo Amalia gerade mit konzentrierter Miene versuchte, ein Ei aus der Pfanne zu kratzen.
„Wow", sagte ich. „Hast du das gerade ermordet?"
Sie zuckte zusammen, sah mich über die Schulter an und grinste. „Morgen. Ich versuch zu kochen, okay? Aber das Ei hat anscheinend andere Pläne."
Ich lachte, rieb mir den Nacken. „Ich kann dich nur bewundern. Ich hab seit Wochen nichts gegessen, was nicht in Papier eingewickelt war."
„Klingt gesund."
Ich trat neben sie, sah in die Pfanne. Das Ei war ein Trauma. „Darf ich...?"
„Nur wenn du übernimmst. Ich geb offiziell auf." Sie hob die Hände, als würde sie kapitulieren, und trat zur Seite.
Ich schnappte mir die Pfanne, drehte die Herdplatte runter und fing an, zu retten, was zu retten war.
Sie lehnte sich mit einer Kaffeetasse gegen die Arbeitsplatte. „Also, wie geht's deiner Wohnung? Immer noch eine Badewanne voller Chaos?"
„Vollgestopft bis zum Rand. Klempner meinte, ich soll 'ne Woche irgendwo untertauchen."
„Und da hast du ausgerechnet mich ausgesucht."
„Naja, du hast die bessere Couch."
Sie schmunzelte. „Und du schnarchst leiser als erwartet."
Ich warf ihr einen schiefen Blick zu. „Was?! Ich schnarche überhaupt nicht."
„Lüge." kam es trocken in meinem Kopf.
„Nicht jetzt, Venom."
„Du hast grad mit dir selbst geredet, oder?" fragte sie, eine Augenbraue gehoben.
Ich erstarrte. „Was? Nein. Ich hab... geflüstert. Dem Ei. Motivation gegeben."
Sie lachte. „Oh. Gut. Dann bin ich beruhigt."
Ich stellte das halbwegs gerettete Frühstück auf zwei Teller. „Setz dich. Ich hab dir ein Ei gerettet. Es ist zwar hässlich, aber es lebt."
„Wie du."
Ich prustete los. „Wow. Das hat gesessen."
Wir setzten uns an den kleinen Esstisch in der Ecke. Es war ein gemütlicher Ort. Bücherstapel a den Wänden, eine zerzauste Pflanze, ein Bild von uns beiden an der Wand – von diesem einen Sommerfestival, wo es geregnet hatte und wir ausgesehen hatten wie zwei nasse Hunde.
Ich sah kurz zu ihr rüber. Ihr Blick war weich. Wach, aber noch nicht ganz fertig mit Träumen.
„Danke, dass ich hierbleiben darf", sagte ich leise. Ehrlich.
„Du darfst immer hierbleiben, Eddie." Dann biss sie in ihr Toast. „Aber nur, wenn du kochst."
Ich grinste. „Deal."
Eine kurze Stille. Nicht unangenehm. Eher... vertraut.
„Weißt du", begann sie dann und legte das Toast runter, „ich hab manchmal das Gefühl, du bist... ganz woanders. Nicht körperlich, sondern im Kopf."
Ich schluckte. Oh Junge. Ich war still.
„Ist das... wegen dieser Sache, die du mir nie erklärst?"
Ich wich ihrem Blick aus. „Ich..."
„Sag ihr die Wahrheit. Oder eine witzige Halbwahrheit. Menschen mögen das."
Ich atmete tief durch. „Sagen wir mal so... ich hab 'ne Menge Chaos im Kopf. Manche Leute haben einen inneren Kritiker. Ich hab... jemanden, der gern Köpfe abbeißt."
Sie lachte. „Metaphorisch?"
Ich zuckte die Schultern. „Kommt auf den Tag an."
Sie betrachtete mich eine Weile, dann grinste sie. „Weißt du, das ist das Gute an dir. Du bist entweder komplett verrückt – oder du versteckst was ziemlich Wildes. Und ich bin mir nicht sicher, was ich aufregender finde."
Ich lehnte mich zurück. „Kannst ja ein paar Tage beobachten und dann entscheiden."
„Deal", sagte sie und prostete mir mit ihrer Kaffeetasse zu.
Und genau in dem Moment – als sie lachte, und ich das Gefühl hatte, vielleicht nicht alles erklären zu müssen – fühlte es sich verdammt richtig an, hier zu sein. Mit ihr. In dieser seltsamen, schrägen Zwischenwelt zwischen Alltag und Wahnsinn.
„Sie ist gut für dich." flüsterte Venom.
„Ich weiß."

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