Teil 35

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Eddie's Sicht:

Es war mitten in der Nacht, als ich eine neue Nachricht auf meinem Handy bekam. Mein Blick fiel auf die Anzeige, und sofort durchzuckte mich ein unangenehmes Gefühl. Es war wieder der Feind.

„Du hast sie nicht genug beschützt, Eddie", stand in der Nachricht.

Ich öffnete den Anhang und starrte fassungslos auf das Bild, das sich vor mir ausbreitete. Amalia war darauf zu sehen – und sie war nicht alleine. Sie hatte sich gerade umgezogen, was ich wusste, weil sie mir früher erzählt hatte, dass sie sich für das Abendessen umziehen wollte. Doch das Bild zeigte sie in einem Moment der Privatsphäre, als sie sich gerade im Schlafzimmer etwas bequemer gemacht hatte.

„Du bist wirklich schlecht im Beschützen, Eddie", stand in der Nachricht. „Vielleicht, wenn du nicht so sehr auf den Schutzschild gehst, hättest du bemerkt, was hier passiert. Ich denke, sie könnte sich für jemanden wie mich entscheiden. Jemanden, der sie sieht, sie will."

Ich konnte kaum atmen, als ich das Bild noch einmal betrachtete. Das war kein harmloser Streich – das war ein gezielter Angriff. Der Feind hatte diese Fotos heimlich gemacht, während Amalia sich in ihrem Zimmer aufhielt, und jetzt versuchte er, mich zu demütigen.

„Was hast du getan?", zischte ich, als ich das Bild immer wieder anstarrte. Ich konnte spüren, wie die Wut in mir hochkochte.

Venom war sofort da, die Dunkelheit, die ich fühlte, wurde von seinem Zorn begleitet. „Du lässt das nicht einfach so stehen, Eddie. Dieser Bastard hat keine Ahnung, mit wem er sich anlegt."

„Ich weiß", knurrte ich. „Er spielt mit ihr. Und mit mir. Aber er hat das nicht nur falsch gemacht, er hat sich mit der falschen Person angelegt."

„Er wird für das, was er getan hat, bezahlen", sagte Venom, seine Stimme tief und gefährlich. „Ich will ihn zerreißen, Eddie. Und wenn du es nicht tust, dann werde ich."

„Du wirst dich beherrschen", zischte ich zurück. „Aber ich werde ihm die Hölle heiß machen. Er wird nicht wissen, was ihn trifft."

Doch meine Wut verflog nicht. Ich konnte mir das Bild nicht aus dem Kopf schlagen. Das war ein Moment der Verletzlichkeit von Amalia, und dieser Mistkerl hatte ihn für seine eigenen, schmutzigen Zwecke genutzt. Und wenn er glaubte, er könnte uns beide so leicht zermalmen, dann hatte er sich gewaltig geirrt.

Ich griff zum Telefon und wählte schnell die Nummer, die mir der Feind beim letzten Treffen hinterlassen hatte. Die Verbindung ließ lange auf sich warten, doch als er endlich abhob, hörte ich sofort das vertraute Lächeln in seiner Stimme.

„Eddie, Eddie, Eddie. Du hast meine Nachricht bekommen, nehme ich an. Ich wusste, du würdest so reagieren. Vielleicht wirst du dich dann ja fragen, was du falsch gemacht hast, oder?"

„Du bist ein verdammter Bastard", fauchte ich. „Was hast du mit Amalia gemacht? Was hast du ihr getan?"

„Oh, keine Sorge, Eddie. Ich habe ihr nichts angetan. Ich habe sie nur besser kennengelernt. Man könnte sagen, dass wir uns ein wenig... verbunden haben, während du dich mit deinen eigenen Sachen beschäftigt hast."

„Du bist ein Krimineller und ein Perverser", zischte ich. „Und das ist das letzte Mal, dass du dich an ihr vergreifst. Ich werde dich finden, und ich werde dir das bezahlen lassen, was du ihr angetan hast."

Er lachte nur. „Du bist so wütend. So leicht zu provozieren. Aber es ist klar, du hast den Eindruck, sie beschützen zu können, was ja süß ist. Aber Amalia ist erwachsen, und sie weiß, was sie tut. Und sie wird bald verstehen, dass ich vielleicht mehr für sie bieten kann als du."

Ich war kurz davor, das Handy zu zerdrücken. „Hör mir zu", sagte ich mit äußerster Kälte, „du wirst nie wieder an sie herankommen. Und egal, was du denkst, sie gehört mir – nicht dir."

„Glaub mir, Eddie", sagte er mit einem gehässigen Grinsen in der Stimme. „Ich werde sehen, wie viel du für sie tust, wenn die Zeit kommt. Aber du wirst bald herausfinden, dass du nicht so viel Einfluss hast, wie du denkst."

Er legte auf, und ich warf das Handy auf das Bett. Mein Herz hämmerte gegen meine Brust, und die Wut war kaum zu bändigen.

Venom kochte vor Zorn. „Ich werde ihm den Kopf abreißen. Du hast es gehört, Eddie. Er hat das nicht nur mit dir gemacht. Er hat mit Amalia gespielt, und das wird er bereuen."

„Hör auf, dich zu überschlagen", sagte ich, meine Stimme angespannt. „Aber er wird für das bezahlen, was er getan hat. Und er wird nicht gewinnen."

Amalia betrat den Raum, ihren Kopf fragend schief legend. „Eddie? Was ist los?"

Ich sah sie an, und ein Schmerz zog sich durch mich. „Er hat uns in die Falle gelockt. Aber er hat einen Fehler gemacht, Amalia. Du bist sicher, und er wird niemals wieder in deine Nähe kommen."

„Wer war das?" Ihre Stimme war ruhig, aber ich konnte die Besorgnis in ihren Augen sehen. „Es ist wegen mir, oder?"

Ich zog sie in meine Arme. „Es ist nichts, worüber du dir Sorgen machen musst. Aber ich werde sicherstellen, dass du nie wieder in Gefahr bist."

„Du weißt, dass ich nicht ewig in einer Zelle bleiben will, oder?" Sie sah mich mit einem kleinen Lächeln an, aber es war klar, dass sie immer noch von dem Vorfall beunruhigt war. „Ich vertraue dir, Eddie. Und ich weiß, dass du alles tun würdest, um mich zu beschützen. Aber du musst aufpassen, du kannst nicht alles alleine tragen."

Ich nickte. „Ich weiß, aber ich werde dich niemals in Gefahr bringen. Und dieser Typ wird es schon bald bereuen, uns herauszufordern."

Venom brüllte in meinem Inneren: „Ich werde ihn zerreißen, Eddie. Wenn du es nicht tust, dann werde ich."

𝐷𝑢 𝑔𝑒ℎ𝑜̈𝑟𝑠𝑡 𝑚𝑖𝑟 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt