Teil 38

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Eddie's Sicht:

Ein paar Wochen waren vergangen, und es fühlte sich an, als würden wir endlich wieder atmen können. Amalia sah besser aus als je zuvor – ihre Haut hatte wieder Farbe, ihr Lachen klang nicht mehr erschöpft, sondern echt. Und ihre Augen... verdammt, ihre Augen funkelten wieder so, dass mir schwindelig wurde.

Wir saßen in Dr. Maiwalds Büro, als er die neuesten Testergebnisse vorlas.

„Die letzten Tests zeigen eine fast vollständige Remission", sagte er und lächelte warm. „Der Tumor ist beinahe komplett verschwunden. Eine wirklich bemerkenswerte Entwicklung."

Ich spürte, wie mein ganzer Körper entspannte. Ich konnte kaum verhindern, dass ein riesiges Grinsen über mein Gesicht huschte. Ich wollte aufspringen, sie packen und einmal durchs Zimmer wirbeln – aber ich riss mich zusammen. Stattdessen drückte ich nur fest Amalias Hand.

„Natürlich", fuhr Dr. Maiwald fort, „sollten wir weiterhin vorsichtig sein. Aber ehrlich gesagt – ich bin sehr optimistisch."

Als wir später draußen waren, ließ ich die Fassade der Coolness fallen. Ich hob Amalia einfach hoch, drehte mich einmal mit ihr im Kreis, während sie quietschte und lachte.

Venom meldete sich in meinem Kopf: "Sei vorsichtig, du Trottel! Sie ist zerbrechlich! Wickle sie lieber in Luftpolsterfolie ein!"

Ich lachte leise in mich hinein. „Halt die Klappe, Großer", murmelte ich. „Sie ist stärker, als du denkst."

Am Abend lagen wir zusammen auf der Couch. Es war ruhig. Nur unser Atmen, das leise Ticken der Uhr, und Venom, der ab und zu nervös in meinem Kopf herumwuselte, als ob er irgendwas ahnte.

Amalia hob schließlich den Kopf und sah mich mit diesem weichen, liebevollen Blick an. „Eddie", begann sie vorsichtig, „ich... ich will wieder richtig nah bei dir sein. Körperlich. Und... auch sonst."

Mein Herz stolperte regelrecht.

Venom schnaubte spöttisch: "Endlich! Dachte schon, ich muss hier sterben vor lauter sexueller Frustration!"

Ich schnaubte halb lachend, halb gerührt und nickte ihr zu. „Ich auch. Schon die ganze Zeit."

Sie beugte sich vor und küsste mich, erst sanft, dann fordernder. Ihr Körper schmiegte sich an meinen, und plötzlich war alles andere egal. Nur wir zwei – und irgendwo in meinem Kopf Venom, der versuchte, leise zu sein, aber immer wieder kicherte wie ein verdammter Schuljunge.

Ich hob sie auf meine Arme und trug sie ins Schlafzimmer.

„Du bist sicher?", fragte ich, während ich sie auf dem Bett absetzte.

Sie grinste schelmisch. „Hör auf zu reden, Eddie."

Venom war nicht zu bremsen: "Ja, Eddie, hör auf zu reden! Tu endlich, was sie will, oder ich übernehme den Körper und mach's selbst!"

Ich musste lachen, während ich Amalia küsste – ein echtes, ehrliches Lachen, das zwischen uns Funken schlagen ließ.

Dann schaltete ich alles aus, außer sie. Wir erkundeten einander langsam, fast ehrfürchtig, jeder Kuss ein Versprechen. Ihre Hände in meinem Haar, mein Herz in ihrer Hand. Es war intensiv, aber immer wieder mischten sich kleine Lacher dazwischen – wenn einer von uns plötzlich aneinander hängen blieb oder Venom ungefragt einen Kommentar abgab wie: "Nächstes Mal Kerzen! Romantik, Eddie, du Banause!"

Aber am Ende war es perfekt, weil es echt war. Liebe, Lachen, Leben – und ein bisschen Chaos. Genau das waren wir.

Ich wachte am nächsten Morgen auf, als die Sonne durch die halb geöffneten Vorhänge fiel. Amalia lag neben mir, eingekuschelt in die Decke, ihr Gesicht entspannt, die Lippen leicht geöffnet. Sie sah so friedlich aus, dass ich mich kaum traute, mich zu bewegen.

Venom flüsterte in meinem Kopf: "Sollen wir sie aufwecken? Vielleicht mit Frühstück... oder Küssen? Küssen ist besser. Küssen!"

Ich schüttelte innerlich den Kopf über ihn und streichelte vorsichtig über Amalias Wange. Ihre Augenlider flatterten, und dann blinzelte sie mich mit einem verschlafenen Lächeln an.

„Morgen, Eddie", murmelte sie und kuschelte sich noch enger an mich.

„Morgen, Baby", hauchte ich zurück und küsste sie sanft auf die Stirn.

Wir lagen eine Weile still da, genossen die Ruhe, bis Amalia plötzlich leise sagte: „Eddie... meinst du, wir werden irgendwann heiraten?"

Mein Herz setzte einen Schlag aus.

Venom quietschte förmlich in meinem Kopf: "Jaaaaa! Mach einen Antrag! Mach's JETZT! Kniefall, Drama, Tränen! Ich will ALLES sehen!"

Ich musste grinsen und drehte Amalia so, dass ich sie direkt ansehen konnte. „Willst du denn, dass ich dich heirate?", fragte ich leise.

Sie errötete leicht und sah verlegen weg. „Ich... ich weiß nicht. Ich bin ja erst zwanzig, fast einundzwanzig..."

Ich zog sie näher zu mir. „Und ich bin siebenundzwanzig. Und ehrlich? Scheiß drauf, Amalia. Wenn du morgen heiraten willst, heirate ich dich morgen. Wenn du erst in fünf Jahren willst, warte ich fünf Jahre."

Venom mischte sich natürlich wieder ein: "Und ich will eine große Hochzeit! Mit Schokolade! Viel Schokolade! Und Tacos!"

Amalia lachte leise, und ich konnte nicht anders, als mitzulachen.

„Also... willst du mich heiraten?", fragte sie noch einmal, ein kleines Funkeln in ihren Augen.

Ich strich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht und sah sie ernst an. „Ja, Amalia. Mit allem, was ich bin. Ich will dich heiraten. Wenn du irgendwann bereit bist."

Sie sah mich einen Moment lang an, als müsste sie sich vergewissern, dass ich es ernst meinte – und dann nickte sie leicht und schlang ihre Arme um meinen Hals.

„Ich auch, Eddie", flüsterte sie.

Venom schnurrte wie eine überdrehte Katze: "Wir kriegen ein Hochzeitskleid! Und einen Kuchen! Und ich krieg den ersten Bissen, klar?"

Ich kicherte und drückte Amalia an mich. „Aber eins sag ich dir", murmelte ich in ihr Haar, „du bist nie wieder allein. Nicht solange ich atme

𝐷𝑢 𝑔𝑒ℎ𝑜̈𝑟𝑠𝑡 𝑚𝑖𝑟 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt