Amalia's Sicht:
Die nächsten Tage vergingen schnell, doch ich konnte spüren, wie die Anspannung in der Luft wuchs. Eddie wirkte besorgt, immer häufiger war er bei mir, beobachtete mich mit sorgenvollen Blicken, als ob er etwas in mir entdeckte, was ich nicht sehen konnte.
Er hatte mir immer wieder gesagt, dass ich mich nicht überanstrengen sollte, dass ich mich ausruhen müsse, dass ich auf meine Gesundheit achten sollte. Doch trotz der Sorge in seinen Augen und den ständigen Warnungen konnte ich selbst keine Verschlechterung wahrnehmen. Es war, als würde sich mein Körper langsam erholen. Ich hatte das Gefühl, dass die Therapie wirklich Wirkung zeigte, auch wenn es noch eine lange Reise war. Es war kein drastischer, sofortiger Wandel, aber die kleinen Zeichen der Verbesserung machten sich bemerkbar. Meine Energie war zurückgekehrt, zumindest ein Stück weit, und ich konnte mich wieder länger konzentrieren, ohne mich völlig erschöpft zu fühlen.
Eddie jedoch, er war nicht überzeugt.
„Amalia, du musst wirklich auf dich achten", sagte er eines Abends, als wir auf dem Sofa saßen und ich versuchte, ein Buch zu lesen, um mich abzulenken. Ich spürte, wie sein Blick immer wieder zu mir wanderte, als würde er jedes meiner Worte und Bewegungen auf die Goldwaage legen. „Ich will nicht, dass du übertreibst. Ich weiß, dass du dich besser fühlst, aber du darfst dich nicht in Sicherheit wiegen. Der Druck, den du gerade hast – die Therapie, der Feind, der ganze Stress – es könnte deinen Zustand verschlechtern, auch wenn du es nicht merkst."
„Eddie, wirklich, es geht mir besser", versuchte ich ihn zu beruhigen, während ich ihm in die Augen sah. „Ich spüre es. Es ist noch nicht perfekt, aber ich fühle mich stärker, energischer. Die Therapie hilft."
Er seufzte und lehnte sich gegen die Couch, immer noch sichtlich besorgt. „Ich weiß, dass du stark bist, Amalia. Aber du musst dich wirklich ausruhen. Du kannst dich nicht ständig in diesem Strudel aus Sorgen und Druck verlieren. Du hast keine Ahnung, wie viel Stress das deinem Körper wirklich zufügen kann. Ich... ich habe Angst, dass du es nicht spürst, aber es könnte sich trotzdem verschlechtern. Und das will ich nicht."
Ich nahm seine Hand, die zitterte, als er sie auf meinem Bein ablegte. „Eddie, ich verstehe, dass du dir Sorgen machst", sagte ich sanft, „aber ich merke keine Verschlechterung. Wirklich. Es fühlt sich an, als würde sich mein Körper an die Therapie anpassen. Ich glaube nicht, dass ich noch weiter in diese Richtung zurückfallen werde."
„Aber du bist müde, und du hast noch nicht die ganze Last von allem verarbeitet, was passiert ist. Du versuchst, es zu ignorieren, aber du musst dich trotzdem schützen", antwortete er, und es war klar, dass er sich wirklich quälte, mich so zu sehen.
Venom, der immer noch ein schattiger Begleiter in unserem Leben war, spürte ebenfalls, wie die Luft schwer wurde. „Du musst ihr vertrauen, Eddie", sagte Venom plötzlich in Eddies Kopf, seine Stimme ruhig, aber bestimmt. „Sie ist stark. Und du solltest stolz sein, dass sie sich der Therapie stellt, anstatt sie nur zu fürchten. Das ist eine Leistung an sich."
„Ich weiß, aber...", Eddie unterbrach sich und seufzte tief. „Ich will einfach nicht, dass sie auf die harte Tour lernt, dass der Druck sie doch überfordert."
„Es geht ihr gut, Eddie. Hören wir auf, uns unnötig verrückt zu machen. Sie wird uns nicht enttäuschen. Nicht jetzt", meinte Venom.
Ich konnte ihre ständigen Gespräche wahrnehmen, aber ich wollte das Gespräch nicht unnötig in eine Richtung lenken, die sie noch mehr stressen würde. „Eddie, ich verspreche dir, dass ich auf mich aufpasse. Ich werde nichts tun, was mich wieder zurückwerfen könnte. Aber ich brauche auch dein Vertrauen. Ich kann es nicht alleine schaffen, wenn du mich ständig von allem abhalten willst."
Er sah mich lange an, und für einen Moment schien es, als würde er mich durchbohren, als würde er in mich hineinsehen, um zu prüfen, ob ich wirklich die Wahrheit sagte. Dann gab er ein leises, fast resigniertes Seufzen von sich und nickte langsam.
„Ich vertraue dir, Amalia", sagte er schließlich leise. „Aber wenn du es brauchst, dann werde ich immer hier sein, um dir zu helfen. Und du musst mir immer alles sagen, okay? Wenn sich irgendetwas verändert, auch wenn du es für unbedeutend hältst, sag es mir."
„Ich werde dir alles sagen", antwortete ich, und in diesem Moment fühlte ich mich, als ob ich endlich die Last von seinen Schultern nehmen konnte.
Venom, der sich nun wieder in Eddies Kopf zurückzog, murmelte etwas Unverständliches, aber ich konnte spüren, dass er immer noch da war, aufmerksam. Und für einen Moment fühlte sich alles nicht mehr so überfordernd an. Ich hatte Eddie. Und ich hatte Venom. Und sie beide wollten, dass es mir gut ging.
„Und wenn du irgendwann das Gefühl hast, dass es mir zu viel wird, wirst du mir auch helfen, oder?", fragte ich leise, als ich ihm ein Lächeln schenkte. „Du bist nicht allein, Eddie."
Er grinste, wenn auch schwach. „Natürlich, Amalia. Du bist nicht allein."
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𝐷𝑢 𝑔𝑒ℎ𝑜̈𝑟𝑠𝑡 𝑚𝑖𝑟
FanfictionDu bist Y/n das normale Junge Mädchen im Alter von 20 Jahren und triffst deinen alten Freund Eddie und du erfährst was komisches aber auch andererseits beeindruckendes, das dein Leben sich um 180 grad verändert
