Amalia's Sicht:
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Ich wachte langsam auf, der erste Sonnenstrahl, der durch das Fenster schlich, kitzelte sanft meine Wangen. Es war ein Moment der Ruhe, als würde die Welt kurz innehalten, bevor der Tag wieder begann. Doch etwas fühlte sich anders an – ich konnte die Präsenz von Eddie und Venom spüren, als wäre sie jetzt ein Teil von mir, genauso wie ich ein Teil von ihnen war.
Eddie lag neben mir, seine Schulter warm gegen meine. Aber es war nicht nur er, den ich fühlte. Venom war irgendwie immer noch da, in der Nähe, als ob er mit uns atmete. Ich hatte mich schon daran gewöhnt, dass er ein ständiger Begleiter war. Aber heute schien alles ein wenig... tiefer zu gehen. Es war nicht mehr nur ein "Ich komme nicht los von ihm", es war ein "Wir gehören zusammen".
Langsam richtete ich mich auf und sah zu Eddie. Er schlief immer noch, aber es war eine andere Art von Schlaf. Ruhiger. Es war, als hätte er sich mit dieser seltsamen Partnerschaft abgefunden – oder vielleicht, wie er es mir gesagt hatte, sich mit mir abgefunden. Ich streckte mich und wollte mich leise aus dem Bett schleichen, doch dann spürte ich es: die vertraute, fast magnetische Verbindung, die ich zu beiden hatte.
„Guten Morgen, Amalia", sagte Eddie plötzlich, seine Stimme rau und verschlafen, aber irgendwie auch voll von diesem unnachahmlichen, vertrauten Ton, den er nur für mich hatte.
„Guten Morgen", antwortete ich mit einem Lächeln, das ich nicht zurückhalten konnte. Irgendwie hatte es sich nicht mehr so angefühlt, als würde ich in einer Welt leben, in der ich die Außenseiterin war. Es fühlte sich an, als wäre ich nun wirklich Teil von etwas Größerem – von uns.
„Hast du gut geschlafen?" fragte er und setzte sich langsam auf, seine Augen suchten die meinen, als wollte er sicherstellen, dass es mir gut ging.
„Ja", sagte ich, ohne nachzudenken. „Aber ich habe das Gefühl, dass etwas anders ist. Etwas hat sich verändert."
„Ja", sagte er leise und schien nach den richtigen Worten zu suchen. „Ich weiß, was du meinst. Es ist, als ob wir uns alle aneinander anpassen müssen, um hier irgendwie klarzukommen."
Ich nickte und sah zu ihm. Die Stille zwischen uns war nicht unangenehm, sondern einfach... vertraut. Dann kam es mir in den Sinn, was ich vorhin gespürt hatte – wie Venom immer noch da war, auch wenn er nicht in direkter Sicht war. Vielleicht war es die Veränderung, die wir alle durchmachten. Vielleicht waren wir jetzt nicht mehr nur Eddie und ich. Vielleicht war es wirklich „wir".
„Was denkst du über... alles, was passiert?", fragte ich und konnte nicht anders, als die Frage in den Raum zu werfen. Es war mehr als nur eine Frage über die Situation – es war eine Frage über das, was noch kommen würde.
Eddie zog eine Augenbraue hoch, als er meine Worte hörte. „Du meinst, was Venom betrifft?"
„Ja", antwortete ich, meine Stimme ein wenig zögerlich. „Was er von mir denkt... Ich meine, du hast mir schon erzählt, dass er mich nicht einfach loslassen wird. Aber was, wenn er nicht nur... dein Wirt bleibt?"
Eddie runzelte die Stirn, als er über meine Worte nachdachte. Dann schaute er kurz zu mir und dann auf den Boden. Es war, als würde er sich selbst in dieser Frage noch nicht wirklich sicher sein. „Es fühlt sich anders an", sagte er schließlich, als würde er gerade erst beginnen, das zu begreifen. „Es ist, als hätte er plötzlich angefangen, mehr als nur mich zu sehen. Ich meine, er... er hat dir nie wirklich Vertrauen geschenkt, oder?"
„Nein, nie", sagte ich und lachte leise. „Aber jetzt... irgendwie habe ich das Gefühl, dass er mich nicht nur als etwas sieht, das ihm gehört. Ich glaube, er hat... Gefühle für mich. Und nicht nur als seine 'neue Wirtin', sondern als jemand, den er irgendwie versteht."
Eddie starrte mich einen Moment lang an, und ich konnte sehen, wie er versuchte, das zu verarbeiten. „Das... das ist überraschend. Aber irgendwie passt es. Es macht alles ein bisschen weniger gruselig, oder?"
Ich nickte, fühlte aber einen seltsamen Kloß in meinem Hals. Es war, als würde sich eine Art von Verbindung zwischen uns dreien bilden, die mehr war als nur eine gemeinsame Existenz. Es war nicht einfach nur Eddie und ich, und es war auch nicht nur Venom, der in Eddie lebte. Es war... mehr. Wir waren mehr. Und diese Erkenntnis, dass Venom uns beide auf irgendeine Weise schützte und für uns da war, ließ ein Gefühl von Zuneigung in mir aufsteigen.
„Ich glaube, Venom mag mich auch", sagte ich schließlich, als es mir bewusst wurde.
„Oh, ich habe keine Zweifel", sagte Eddie mit einem fast wissenden Lächeln, das so typisch für ihn war. „Er ist ziemlich territorial, wenn es um dich geht."
Ich schmunzelte. „Ich merke es. Aber er tut nichts, was mich verletzen könnte. Es fühlt sich... sicher an."
„Er hat mir versprochen, dass er dir nie wehtun wird", sagte Eddie leise, fast wie eine Bestätigung. „Und ich glaube ihm."
„Ich auch", flüsterte ich und spürte, wie sich ein Gefühl von Vertrauen in meinem Inneren ausbreitete. Es war nicht nur ein Vertrauen zu Eddie, sondern auch zu Venom, der irgendwie seinen Platz in unserem Leben fand.
„Vielleicht sollten wir dann mal frühstücken", sagte Eddie, und ich konnte die Leichtigkeit in seiner Stimme hören, als hätte er gerade einen schweren Gedankengang hinter sich gelassen. „Weißt du, Venom hat mir versprochen, dass er das heute Morgen macht. Vielleicht hilft es, wenn wir alle mal was zusammen machen."
Ich lachte. „Ich bin gespannt, wie das aussehen wird."
„Das wird ein Abenteuer, keine Frage", sagte Eddie, und in seiner Stimme lag ein gewisser Respekt. „Aber irgendwie denke ich, dass es uns allen gut tun wird."
Und in diesem Moment wusste ich, dass wir, obwohl die Dinge so unvorhersehbar waren, jetzt irgendwie zusammengehörten. Und egal, was die Zukunft brachte – wir würden es gemeinsam durchstehen.
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𝐷𝑢 𝑔𝑒ℎ𝑜̈𝑟𝑠𝑡 𝑚𝑖𝑟
FanfictionDu bist Y/n das normale Junge Mädchen im Alter von 20 Jahren und triffst deinen alten Freund Eddie und du erfährst was komisches aber auch andererseits beeindruckendes, das dein Leben sich um 180 grad verändert
