°Sicht Paige°
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, wusste ich erst nicht, wo ich war. Dann fiel es mir wieder ein: Ich hatte noch eine Nacht bei den Jungs im Zimmer verbracht. Schuldbewusst blickte ich ins Nachbarzimmer, wo Walze auf einer Matratze schlief. Heute kamen immerhin die anderen aus meinem Zimmer wieder. Dann war ich dort nicht mehr allein und Walze konnte sein Bett wieder haben. Auch wenn es sehr bequem war.
Dann erkannte ich, was mich geweckt hatte. Es war mein Handy, das klingelte. Irgendwer rief mich an. Schnell nahm ich es in die Hand und ging ran, ohne auf das Display zu schauen. "Hallo?", fragte ich leise, denn ich wollte die anderen nicht doch noch wecken. "Bună, Prințesa!" "Mamă?! Was gibt's denn? Es ist-" Ich blickte kurz auf die Uhr. "- gerade mal kurz nach acht!" "Ich weiß, Prințesa, aber ich fliege halt einfach lieber über Nacht. Und der Fahrer hat nun mal eben so lange gebraucht, um mich vom Flughafen hierher zu bringen." Eine Vorahnung beschlich mich. "Wohin, Mamă?" "Na, zu dir auf dieses Internat!" "Bleib, wo du bist!" Während ich das sagte, sprang ich bereits aus dem Bett, schnappte mir den Pulli, der auf dem Boden lag (nur im Schlafanzug war es etwas kalt draußen) und rannte aus dem Zimmer.
Ich hatte nicht einmal daran gedacht, aufzulegen, sondern mein Handy einfach aufs Bett fallen lassen. Die Tür ließ ich aus versehen offen stehen. So schnell ich konnte rannte ich die Treppe in den Hof hinunter und sprintete zum Auto meiner Mutter. Ausdauer und auch Sprint waren allerdings nicht meine Stärken - obwohl Mamă das ganz gerne gehabt hätte - und deswegen war ich etwas außer Puste, als ich bei ihr ankam.
"Was machst du denn hier?", fragte ich, als ich wieder halbwegs atmen konnte. "Na, ich musste doch sicher gehen, dass es meiner Prințesa wirklich gut geht!", sagte sie, als wäre es das normalste der Welt, mal eben so aus Paris hierher zu kommen, sich vorher aber wochenlang nicht von selbst zu melden.
"Das hast du am Telefon doch auch hören können", erwiderte ich frostig. "Und? Führ mich mal herum und erzähl mir dann mal, was es mit dieser Sandra auf sich hat. Wie lang kennst du die denn schon?" "Mamă, du weißt schon, dass ich den Sommer bei ihr verbracht habe, oder?", hakte ich misstrauisch nach. "Ach, das war die? Na dann, ähm, zeig doch mal die Burg! Ich möchte doch sehen, wie du hier so wohnst!" "Da lang", meinte ich und runzelte die Stirn. Seit wann war meine Mutter denn bitte interessiert daran, was ich tat?
Kurze Info, ich spreche selbst kein (gutes) Rumänisch, also wenn irgendwas nicht stimmt übersetzungsmäßig, sagt das bitte, dann verbessere ich das.
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Die Mädchen von Schreckenstein
FanfictionZweiter Teil von "Die Einzige auf Schreckenstein", ich empfehle den ersten Teil gelesen zu haben Inzwischen hat Alex sich damit abgefunden, dass sie auf Schreckenstein zur Schule geht - mehr noch, sie will gar nicht mehr dort weg! Das liegt natürli...
