"Lassen wir sie jetzt einen Streich für die Hühner spielen?", fragte Stephan, "So wie mich damals?" "Ich spiel den Rosenfelserinnen garantiert keinen Streich. Wir sind ja nicht im Kindergarten oder so!", widersprach ich und Paige nickte bestätigend mit verschränkten Armen. "Die beiden haben Recht. Keine Mutprobe", bestimmte Ottokar. "Stattdessen?", fragte Walze und Mücke entgegnete: "Nichts?" "Unfair uns gegenüber!", protestierte Stephan. Paige grinste ihn an: "Das Leben ist nicht fair." Dann gähnte sie: "Ich gehe jetzt jedenfalls ins Bett, es ist immerhin schon halb eins! Kommst du mit, Alex?" Ich nickte und wünschte den Jungs noch eine gute Nacht. Gerade als wir die - wie wir inzwischen erfahren hatten - Folterkammer verließen, sprang Ottokar auf: "Ich begleite euch!" Als ich kurz zurückblickte sah ich lauter grinsende Gesichter. "... weil sie den Weg ja nicht kennen", ergänzte er schnell und ich musste lachen.
"Aufstehen!", rief Linnea und im nächsten Moment flog ein Kissen auf mich drauf. Es gehörte Ameesha, wie ich im nächsten Moment herausfand. Im Halbschlaf schmiss ich es zurück. Doch dann wurde meine Decke weggezogen. Geschockt blickte ich Malou an. "Wie kannst du nur!", rief ich entrüstet. "In zehn Minuten endet das Frühstück!", informierte sie mich. Sofort sprang ich aus dem Bett. "Und das sagt ihr erst jetzt?! Wieso habt ihr mich nicht geweckt?" Ameesha verdrehte die Augen: "Haben wir doch versucht, aber hat nicht geklappt. Los jetzt!" Nun konzentrierten die drei sich auf Paige, während ich mich im Bad fertig machte.
Als wir in der Mittagspause auf unserem Zimmer waren klingelte mein Handy. "Hallo, Alexandra Dreimeyer?", meldete ich mich. "Hallo Alexandra, hier ist Katharina Horn. Würdest du bitte nach Rosenfels kommen? Es gibt etwas zu besprechen wegen dem Wechsel, der nun ja doch nicht stattfindet. Herr Müller würde deswegen gerne mit dir reden!", erwiderte die Person am anderen Ende der Leitung. "Ähm , ja ich komme gegen drei wenn es okay ist", sagte ich zu und redete dann noch kurz mit ihr.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es 15:02 Uhr war, als ich in Rosenfels ankam. Ich betrat das große Gebäude und steuerte direkt auf Katharinas Büro zu. Auf dem Weg dorthin begegneten mir Sue, Gabriela und Sia, die drei ehemaligen Freundinnen von Seraphina. Als Seraphina und ich uns besser verstanden hatten die drei ihr die Freundschaft gekündigt, nur noch Elina blieb an ihrer Seite. "Was machst du hier?!", blaffte Gabriela mich an. "Darf ich nicht?", fragte ich verwundert. Ich wüsste echt nicht, was ich den drei getan hatten, aber trotzdem musterten sie mich als wäre ich etwas zu Essen, das viel zu lange nicht gegessen wurde und deswegen schon schimmelte. Da sie fast den kompletten Gang blockierten musste ich mich an ihnen vorbei zwängen.
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Die Mädchen von Schreckenstein
FanfictionZweiter Teil von "Die Einzige auf Schreckenstein", ich empfehle den ersten Teil gelesen zu haben Inzwischen hat Alex sich damit abgefunden, dass sie auf Schreckenstein zur Schule geht - mehr noch, sie will gar nicht mehr dort weg! Das liegt natürli...
