29. Krankenhaus

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°Sicht Alex°

Bob hatte ewig gebraucht, Bernd davon zu überzeugen, dass die Masken in der Öffentlichkeit keine Idee war. Auch wenn ich zu gerne die Gesichter der beiden sehen würde (allein schon, damit ich die zu einem späteren Zeitpunkt der Polizei beschreiben konnte), musste ich ihr da Recht geben. Das hätte nur unnötig Aufmerksamkeit auf die beiden gezogen. Auch wenn mir das hätte recht sein können.
Während der Fahrt überlegten die beiden, was sie wegen mir behaupten sollten. Bernd schlug vor zu sagen, dass ich Bauchkrämpfe hatte, aber Bob warf (klugerweise) ein, dass das jeder Arzt merken würde. Sie beharrte auf die Wahrheit - zumindest die halbe: Ich hatte aus Versehen einen Nuss-Müsliriegel gegessen und jetzt eine allergische Reaktion. Sie überlegten auch, als wen sie mich ausgeben könnten. Schlussendlich einigten sie sich auf Bobs Schwester, die eine sehr blühende Fantasie hatte - was sie vermutlich dann einsetzen würden, wenn ich versuchen würde, wegen meinem anderen Problem um Hilfe zu bitten. Gerade hatte ich das allerdings absolut nicht vor, denn gefühlt war das mein kleineres Problem. Wie ich fast schon erwartet hatte, waren auch noch leichte Schwindelattacken dazu gekommen und die Autofahrt half bei der Übelkeit auch nicht gerade. 

Von Bob gestützt betrat ich die Notaufnahme. Wobei fast getragen es eher traf, denn auf dem Weg zur Tür wäre ich mehrfach fast gestürzt, weil sich alles drehte. "Sie hatte eine allergische Reaktion!", hörte ich Bob dem Mann an der Rezeption erklären. So richtig viel bekam ich allerdings nicht mit, denn es forderte meine komplette Konzentration, nicht aus Versehen auf Bobs Schuhe zu spucken. War die Reaktion letztes Mal auch schon so schlimm gewesen? 
Wie durch einen Schleier bekam ich mit, wie mir einzelne Fragen gestellt wurden, die vermutlich dem Zweck dienten herauszufinden, ob ich ansprechbar war. Ich wurde in irgendeinen Raum gebracht, wo ich einen Zugang (?) gelegt bekam. Vermutlich war das Adrenalin. Langsam wurde der Schwindel weniger, die Übelkeit blieb allerdings immer noch. Halb benebelt versuchte ich einen Blick auf Bobs Gesicht zu werfen - doch das war von einer verspiegelten Sonnenbrille halb verdeckt. Da ich sowieso nichts mehr ausrichten konnte schloss ich die Augen. Ich war schon über 24 Stunden war (außer Nickerchen, die allerhöchstens fünf Minuten gingen) und diese ganze Reaktion hatte garantiert nicht dazu beigetragen, dass ich wacher wurde. Wenige Augenblicke später war ich eingeschlafen.


Ich weiß nicht, ob morgen ein Kapitel kommt...

Die Mädchen von SchreckensteinGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt