27. Polizei

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°Sicht Paige°

Bea, Alina und Inga gingen nun wieder zurück nach Rosenfels - wenn ich es richtig verstanden hatte informierten sie die Horn und Enia. Sammy ging nun ins Nebenzimmer, um in Ruhe die Polizei anrufen zu können, ich schrieb meiner Mutter und Walze rief Taio, Alex' Vater an. Strehlau meinte, dass er sich ums Whiteboard kümmerte - was auch immer das heißen sollte. Die anderen drei gaben dem Rex Bescheid. Ich versuchte, nicht dem Gespräch von Walze und Taio zu lauschen (ich hörte zwar nur Walzes Teil, aber egal), doch irgendwie konnte ich mich nicht so ganz auf die Nachricht, die ich schreiben sollte, konzentrieren. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob das an dem Telefonat oder Walze selber lag. Oh man, warum machte ich mir darüber überhaupt Gedanken? Jetzt war doch deutlich wichtiger, sicherzustellen, dass meine Mutter mitspielte. 

Sammy kam als erste wieder zurück in den Raum. "Sie schicken Beamte hierher. Keine Ahnung wie viele, aber irgendwer wird kommen", teilte sie mir mit, denn Walze telefonierte immer noch. Dabei wirkte er nicht gerade zufrieden. Irgendwas war da gerade schiefgelaufen. Ich konnte allerdings nicht wirklich nachfragen, denn nun kam der Rex mit den anderen zusammen wieder ins Zimmer. Als er mich und Sammy sah sagte er zwar nichts aber seinem Gesichtsausdruck konnte man entnehmen, dass er nicht ganz so begeistert war, uns in einem Jungszimmer zu sehen. Naja, verboten war es nicht, wir hatten also jedes Recht, hier zu sein. "Samantha, Strehlau, kann mir einer von euch beiden bitte nochmal zusammenfassen, was genau los ist?", fragte der Rex nun. "Aber das haben wir doch gerade schon gesagt!", protestierte Stephan. "Aber scheinbar zu chaotisch!", stichelte Walze, der jetzt auch endlich mit telefonieren fertig war. Nicht, dass ich speziell auf ihn geachtet hätte oder so. Sammy und Strehlau erzählten nun abwechselnd, was genau vorgefallen war und was wir bis jetzt schon wussten. Dabei ergänzten sie sich perfekt - es war, als würden sie sich ein Hirn teilen. Vielleicht war das auch einfach Zwillingstelepathie. Wer weiß.
Als die beiden geendet hatten seufzte der Rex. Er wirkte ... müde? Aber nicht dieses wenig-Schlaf-müde sondern dieses zu-viel-zu-tun-müde. "Warum sagt ihr mir das erst jetzt?", wollte er nach wenigen Sekunden Stille wissen. "Wir ... haben heute Nacht die halbe Burg abgesucht und haben deswegen eher lang geschlafen", erklärte Mücke halbherzig und Sammy ergänzte schnell: "Aber jeder da, wo wir hin gehören! Sie können gerne Chloe fragen, die kann bezeugen, dass ich heute Nacht in unserem Zimmer geschlafen habe! Und für mich lügt die garantiert nicht!" "Selbst wenn ihr in anderen Betten geschlafen hättet, das wäre gerade unser kleinstes Problem!", wieder seufzte der Rex, "Aber die Polizei habt ihr gerufen, oder?" "Ja, die sollten jeden Moment hier sein!" "Gut", meinte der Rex, "Gut. Ähm, empfangt die bitte, beantwortet alle Fragen und zeigt alles, was ihr wisst. Das Nötige halt." "Machen wir!", entgegnete Ottokar. "Super. Ich überlege in der Zwischenzeit so lange, wie ich das am besten öffentlich bekannt gebe. In der Zwischenzeit kein Wort zu euren Mitschülern!" 

Die Mädchen von SchreckensteinGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt