31. Erwachen

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°Sicht Alex°

Als ich aufwachte, öffnete ich nicht direkt die Augen, was sich als relativ gut erwies. Denn während ich noch versuchte, die Müdigkeit los zu werden, hörte ich Bob und Bernd reden. Wobei streiten anscheinend besser zu traf. Ich versuchte, meinen Atem so flach wie möglich zu halten und tat so, als würde ich immer noch schlafen. Wenn ich es richtig verstand, war Bob zwischendurch wohl auch eingeschlafen und Bernd war sauer, weil ich weglaufen hätte können. Innerlich verfluchte ich mich, dass ich so lange geschlafen hatte. Wie viel Uhr war überhaupt? Ich konnte leider nicht nachschauen, da die beiden sonst gemerkt hätten, dass ich wach wahr. Allerdings spürte ich kein Sonnenlicht in meinem Gesicht. Wie mussten also mitten in der Nacht haben, oder der Rollladen war schon zu. "Wie kann man bloß so dumm sein?!", hörte ich Bernd nun schreien. Er gab sich nicht mal Mühe, leise zu sein, bestimmt hörte man ihn auch im Gang. Wenn wir überhaupt noch im Krankenhaus waren. Apropos Krankenhaus. Ich konnte endlich wieder normal schlucken und auch meine Zunge fühlte sich nicht mehr halb so geschwollen an. Immer noch leicht dick, aber definitiv besser als zum Zeitpunkt, in dem wir ins Krankenhaus gekommen sind. "Es tut mir leid", vernahm ich nun Bobs Stimme. Sie klang gar nicht mehr so selbstbewusst wie wenn sie mit mir redete. Im Gegenteil. Sie sprach leise und garantiert hatte sie ihren Kopf gesenkt, denn es klang auch so halb ins Oberteil genuschelt. Man konnte hören, dass es ihr wirklich leid tat und sie sich fast sogar schämte. Ich konnte das zumindest, Bernd scheinbar nicht, denn er schrie sie noch weiter an. Endlich hörte ich, wie die Tür aufging und eine tiefe, weibliche Stimme fragte: "Ist hier alles okay?" "Natürlich, alles bestens!", entgegnete Bernd und klang dabei genervt. Bob sagte nichts, wahrscheinlich nickte sie. Geistesgegenwärtig bewegte ich meine Hand und machte diese Handbewegung für wenn man Hilfe brauchte, also halt Daumen in die Handfläche und die anderen Finger wie eine Faust. Hoffentlich konnte die Ärztin - oder Krankenschwester, ich wusste nicht, was von beiden sie war - es sehen. "Seien sie bitte etwas leiser. Ihre Schwester braucht Ruhe. Sobald sie aufwacht würden wir allerdings gerne noch ein paar Tests mit ihr machen. Alleine." Nachdem die Ärztin das gesagt hatte, hörte ich die Tür zu gehen. "Darüber reden wir später nochmal!", entschied Bernd und dann waren die beiden ebenfalls ruhig. Nun war ich allein mit meinen Gedanken. Ich war mir relativ sicher, dass die Ärztin meine Handbewegung gesehen hatte, aber was war mit Bob und Bernd? In dem Moment war es mir so egal gewesen, ob die beiden es sahen, aber was, wenn sie mich nicht zu diesen Tests ließen? Oder Bob unbedingt mit sollte?


Mir ist sieben/sechs Kapitel die Woche doch etwas zu viel, vor allem weil ich halt auch schon wieder Schule habe (im Süden von DE müsste man leben, die hatten heute ihren ersten Schultag glaub ich). Deswegen kommen jetzt "nur noch" so um die drei oder vier die Woche. Dafür habt ihr für einen längeren Zeitraum was und nicht nur zwei Wochen lang. 

Die Mädchen von SchreckensteinGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt