28. Aussagen

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"Und wann habt ihr sie zuletzt gesehen?", wollte die Polizistin wissen. "Gegen 23 Uhr ungefähr", antwortete Sammy, "Sie wollte noch aufs Klo gehen, deswegen sind mein Bruder und ich ohne sie zurück aufs Zimmer gegangen. Danach haben wir nur noch ihr Armband gefunden. Und das hätte sie niemals freiwillig irgendwo zurückgelassen." "Okay", die Polizistin notierte sich etwas in einem kleinen Block, "Wo habt ihr das Armband gefunden?" "Ein paar Zimmertüren entfernt. Ich kann es Ihnen zeigen, wenn sie wollen", sagte diesmal Strehlau. "Gut. Es reicht allerdings wenn zwei von euch mich dorthin bringen, der Rest kann gerne lernen oder so gehen! Eure Aussagen habe ich ja." Wir brauchten uns nicht mal wirklich absprechen, wer sie begleiten würde. Es war klar, dass die beiden Begleitenden Sammy und Strehlau sein würden. Und so verschwand die Dreiergruppe wenige Augenblicke später in Richtung Treppe.
"Also, so richtig ernst scheinen die unseren Anruf nicht genommen zu haben!", meinte Mücke skeptisch, "Ich meine, eine Polizistin nur? Ich hätte ja mindestens zwei erwartet!" "Same", stimmte Stephan zu. "Vielleicht ist es deren Beste?", mutmaßte ich, klang dabei aber garantiert nicht überzeugt, denn das war ich absolut nicht. "Oder die hat ne Wette verloren und muss deswegen diesen Einsatz übernehmen", überlegte Walze. "Ist doch egal, Leute", warf Ottokar ein, "Hauptsache, irgendwer kümmert sich darum. Außerdem ist es wichtig, dass -" Was Ottokar so wichtig fand, würden wir vermutlich nie erfahren, denn nun kam plötzlich die Horn in Begleitung von Enia auf den Hof gestürmt. Waren die etwa den ganzen Berg hinauf gerannt? Respekt. "Ist es wahr?", rief die Horn uns entgegen, "Ist Alex wirklich weg?!" Betreten nickten wir alle. "Verdammte Scheiße nochmal!", fluchte die Horn, "Was machen wir denn jetzt?!" "Die Polizei ist gerade mit Strehlau und Sammy bei unseren Zimmern", informierte Walze sie. Mein Blick fiel auf Enia, die halb im Schatten ihrer Mutter stand. Man konnte ihr ansehen, dass sie mit den Tränen kämpfte. Schnell machte ich ein paar Schritte nach vorne und nahm sie in den Arm. "Alles wird gut!", flüsterte ich ihr zu, war mir allerdings nicht sicher, ob ich das ihr sagte oder mir einredete

Die Mädchen von SchreckensteinGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt