"When the sun has set, no candle can replace it." - George R.R. Martin
Geh nicht auf Twitter.
Liz schluckte. Harry wollte sie sehen weil etwas passiert war. Etwas das mit Twitter zu tun hatte. Es war wie ein Schlag ins Gesicht: Denn natürlich wusste Liz sofort was es war. Wie konnte sie auch nicht? Es war offensichtlich. Harry war berühmt und sie hielten ihre Beziehung nicht gerade geheim. Es war ja nicht einmal so, dass Liz etwas dagegen hatte wenn seine Fangemeinde es wusste. Jetzt, nachdem sie Harrys SMS gelesen hatte war sie sich auf einmal nicht mehr sicher. Denn es schien nicht so, als hätten Harrys Anhänger überaus positiv reagiert.
Sie atmete tief ein um ihr rasendes Herz zu beruhigen und stand mit zitternden Beinen auf.
„So schlimm ist es bestimmt nicht.", sagte sie sich selber, ohne es wirklich zu glauben. Der einzige Weg sich davon zu überzeugen wäre ein Blick auf Twitter. Und wenn Harry ihr schon geraten hatte das nicht zu tun, war das vielleicht wirklich keine gute Idee.
Andererseits...neugierig war sie schon. So schlimm konnten die Reaktionen doch unmöglich sein, oder? Ihr Finger schwebte ein paar Sekunden über dem Twitter-Icon, aber etwas in ihr hielt sie davon ab, es wirklich anzutippen. Vertrauen. Sie musste Harry vertrauen.
Ich komme, schrieb sie zurück, ließ das Handy in ihre Hosentasche gleiten und stürmte die Treppe runter. Sie war plötzlich ganz froh, dass sie gerade alleine zuhause war - ihre Eltern hätten sofort gemerkt dass etwas nicht stimmte und so wie sie ihre Familie kannte hätten sie das sofort mit Harry verbunden. Liz wusste nicht, ob sie das ertragen könnte.
Sie war schnell bei Louis, wo Harry noch immer wohnte, obwohl er versprochen hatte sich nach einer eigenen Wohnung umzuschauen, jetzt wo er erst einmal in Manchester bleiben wollte bis Liz ihre Zusage für die Uni bekam und sie sehen konnten wie es weiterging.
„Hi." Er sah etwas nervös aus als er sich für einen Kuss nach unten beugte. „Hast du...?"
„Nein, ich war nicht auf Twitter.", sagte Liz wahrheitsgemäß. „Ich ahne aber schon was...vorgefallen ist."
„Es tut mir leid." Er bedeutete ihr, sich auf die Couch zu setzen und ließ sich neben sie fallen als sie das getan hatte. „Ich hab einen Riesenfehler gemacht."
Ihr Herz setze für einen Moment aus, weil sie plötzlich hunderte von anderen Möglichkeiten vor ihrem Inneren Auge sah, die ihn in diesen Zustand gebracht hatten: Er hatte sie betrogen und das Bild war überall auf Twitter ; er hatte ein fantastisches Angebot erhalten, allerdings in einem anderen Land, was bedeutete sie würden sich kaum noch sehen ; man wusste tatsächlich von ihrer Beziehung zu ihm und er hatte realisiert dass es dumm gewesen war, diese Beziehung überhaupt anzufangen ; er-
„Liz." Harry klang besorgt, hatte wahrscheinlich an ihrem Gesicht abgelesen was sie dachte. „Liz, ich meine dass ich einen Fehler gemacht habe als ich nicht mit dir über meine Berühmtheit geredet hab. Es ist ein Bild in Umlauf, von uns beiden. Die Fangemeinde weiß alles und ich muss leider sagen...dass viele von ihnen sehr negativ reagiert haben. Es tut mir leid, dass ich dir das nicht ersparen konnte...ich glaube wenn wir früher miteinander geredet hätten, hätten wir verhindern können, dass es auf diese Weise ans Licht kommt. Liz, ich kann verstehen wenn du aus diesen Gründen...wenn du aus diesen Gründen alles hinschmeißen willst, weil ich weiß was für ein schrecklicher Druck auf einem lastet wenn man so viel Aufmerksamkeit bekommt, die dann ausgerechnet auch noch negativ ist. Liz...du bedeutest mir unglaublich viel und ich weiß nicht ob ich es ertragen könnte wenn du nicht mehr da wärst, aber ich will dir auf keinen Fall die Chance nehmen das alles aufzuhalten wenn dir das zu viel ist."
Seine Stimme brach bei den letzten Worten und Liz konnte nicht anders als ihn fest zu umarmen. Erleichterung schwappte über sie, gemischt mit Mitgefühl weil er sich so strake Sorgen machte dass sie ihn verlassen würde.
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Pocket Full Of Dreams
Ficção Adolescente„Hör auf.“, fuhr er sie an. „Hör auf, du machst mich krank!“ „Du machst dich selber krank.“ Mary schüttelte den Kopf. Wütende Tränen tropften auf die Decke unter ihr, aber es war ihr egal. „Louis, wir hätten beide Schauspieler werden können, zusamme...
