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Wieder glaubte ich einen Hauch zu spüren, doch er war nicht kalt, nein im Gegenteil, er war warm. Als hatte ihn jemand ausgeatmet. Die Gänsehaut blieb. Zusätzlich wurden nun meine Nippel hart. So hart, dass es schon schmerzte. Da, das Knurren war wieder da. Noch näher an mir. Mein Herz schlug immer schneller und so hart, dass ich angst hatte, dass es gleich aus meiner Brust springen würde. Ich hörte das Blut in meinen Ohren rauschen. So laut, dass ich nicht dazu in der Lage war etwas anderes zu hören, selbst wenn ich es gewollt hätte. Trotz des warmen Wassers kroch mir die Kälte an meinen Beinen hoch. Ich dachte an die Horrorfilme von denen meine Freunde mir immer erzählt hatten, weil ich nicht dazu in der Lage war sie mir anzuschauen, dort waren es immer Situationen wie diese in denen die Hauptcharaktere kurz davor standen dem Tod ins Auge zu blicken. Dennoch wusste ich, dass ich nicht ewig hier sitzen bleiben konnte, also drehte ich mich langsam um. Den Blick richtete ich erst im letzen Moment auf einen Punkt hinter mir. Nichts. Ich blickte nach links. Nichts. Nach rechts. Auch nichts... Erleichterung packte mich und erst jetzt bemerkte ich, dass ich die Luft angehalten hatte. Ich dumme, dumme Nuss. Ich war hier im obersten Stockwerk in einem Gebäude der größten Firma der Welt, das wahrscheinlich am besten Bewacht wurde. Ich musste an die Security denken, der ich mich am Tag meiner Ankunft gegenüber gesehen hatte. Es hätte mich doch sehr gewundert, wenn sich hier jemand aufhielt, der hier nicht hin gehörte. Meine blühende Fantasie und ich waren wie 2 Personen in einem Körper und manchmal ging sie einfach mit mir durch. So wie gerade jetzt. Mich selbst belächelnd stand ich aus der Badewanne auf und wollte Richtung Dusche gehen, als ich wieder das Knurren hörte. Genervt verdrehte ich die Augen und drehte mich zu dem "Geräusch" um. Ich wusste ja jetzt, dass es nur meiner Fantasie zu verdanken war. 

"Meinst du nicht du übertreibst ein bisschen....", wollte ich schimpfen, wurde aber zum Ende des Satzes hin immer leiser. Plötzlich began mein Herz wieder wie wild zu schlagen. Das hier musste wieder ein schlechter Scherz meiner Fantasie sein. Es musste einfach so sein! Anders konnte ich mir diese Erscheinung wirklich nicht erklären. Ich meine, wie kommt ein Wolf von der Größe eines Elefanten sonst in mein Badezimmer? 

>Ich? Übertreiben? Ich weiß ehrlich gesagt nicht wovon du sprichst.< Hallte eine dunkle Stimme in meinem Kopf wieder. Meine Augen schmerzten schon vor lauter Aufreißen. Hatte das "Ding" grade mit mir Gesprochen?

>Genau genommen habe ich telepathiert und ich bin kein "Ding"<, knurrte das riesen Etwas mich an.

Oh man, jetzt ist "Es" auch noch beleidigt oder was? Ich stöhnte auf und klatschte mir selbst die Hand in purer Verzweiflung ins Gesicht. Drehte mich um und ging duschen.

>Ignorierst du mich etwa?< knurrte es wieder laut hinter mir. Problem damit? Schließlich bist du nur meiner Fantasie entsprungen, also Bitte! Wenn ich mich gleich umdrehe bist du eh wieder weg. Meine Gedanken waren patzig, das wusste ich.

>Woher willst du das wissen?<

Ach komm schon, dachte ich mir, was für eine Erklärung hättest du denn dafür, dass ein fast 3 Meter großer Wolf in einem Loft Mitten in der Stadt sitzt? Jetzt gib mir mal bitte mein Handtuch. 

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich irgendwas übersah, als ich ihm das Handtuch aus dem Maul nahm, doch mir wollte nicht einfallen was es war. Wort und Gedankenlos zog ich mir mein Nachthemd und ein Höschen an, die Erscheinung ignorierend, und legte mich wieder zurück in mein Bett. Ich war mir sicher, dass der Wolf eine neue Art meines Körpers war um mir mitzuteilen, dass ich übermüdet war, also versuchte ich zu schlafen.

Die andere MateWo Geschichten leben. Entdecke jetzt