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"Mr. Davis...", setzte ich zu einem atemlosen Protest an, als seine Lippen sich von den meinen lösten. Nur um kurz darauf einen Pfad der Verwüstung auf meinem Körper zu hinterlassen. Sanfte kleine Küsse brannten auf meinem Kinn, auf meinem Hals, auf meinen Schultern.

"Taylor, nenn mich Taylor", hauchte er an meinem Schlüsselbein. Himmel, ich hatte das Gefühl, dass egal, wo er mich berührte, es kribbelte. Langsam ließ ich mich nach unten gleiten, in der Hoffnung seinen wahnsinnigen Lippen entkommen zu können. Versuchte vorsichtig ihn von mir weg zu drücken.

"MR. DAVIS, ich halte das...", setzte ich kleinlaut aber bestimmt an, schwieg aber sofort wieder, als er meine Arme packte und sie mit seinem eisernen Griff am Bettende anpinnte. 

"Gül, ich halte das für keine gute Idee, mir zu wiedersprechen. Wenn ich dir sage, dass du mich Taylor nennen sollst, dann tu das auch, oder du wirst es bereuen.", knurrte er. Schon wieder schoss es mir durch den Kopf, wie ähnlich er und meine Halluzination sich waren. Doch dafür blieb jetzt nicht viel Zeit. Schmerzhaft bohrten sich die Maserungen meines Bettes in meine Handrücken.
Viel zu fest drückte er sie dagegen, während er weiter seine Küsse auf meinem Oberkörper verteilte, auf dem Teil, der nicht durch den Hauch von Nichts bedeckt würde, von dem ich mir sicher war, dass er mir nicht gehörte. Aber naja, sie wollten mir weiß machen, dass es so war. Plötzlich spürte ich seinen Atem durch das Negligee hindurch an meiner Brustwarze. Das war jetzt selbst für einen Traum zu viel. Ich bäumte mich auf, versuchte ihn mit meinem Körper von mir weg zu drücken , mit meinen Knien unter seinen Bauch zu kommen. Ihn zu treffen, egal wo, Hauptsache ich traf. 

"NEIN! Nein! Aufhören! Ich will das nicht!", schrie ich wieder und wieder, wand mich unter ihm, schmiss den Kopf hin und her, damit er bloß nicht auf die Idee kam weiter zu machen. Ist das nicht Makaber? Jede Frau wünscht sich einen dominanten Mann, der im Bett den Ton angibt, sie leitet und sich nimmt was er will. Doch ich merkte grade wie furchtbar das war. Er war so stark. Ich hatte keine Chance gegen ihn. Ich war ihm schutzlos ausgeliefert. Spätestens dann, als es ihm zu bunt mit mir wurde und er mich mühelos mit seinem Gewicht ruhig stellte. Völlig perplex hielt ich still. Zu deutlich konnte ich seine Erektion an meinem Unterleib und an meiner Vagina spüren. 

"Du bist also eine kleine Wildkatze...", atmete er schwer über mir. Ohne Vorwarnung senkte er seinen Kopf und küsste mich leidenschaftlich. Schon nach kurzer Zeit gaben meine Lippen seinem Vordern nach und gewährten seiner Zunge Einlass. Den Tränen nahe versuchte ich meine Zunge der seinen zu entziehen, aber das war gar nicht so leicht. Mehr und mehr schmeckte ich, wie sein Geschmack sich in meinem Mund ausbreitete. Ein Versprechen von waldiger Natur breitete sich in meinen Gedanken aus. Ein Versprechen von Liebe und Zuneigung, völlig uneingeschränkt. Doch wie konnte das möglich sein? Es war ein Traum. Ein wahnsinnig furchtbarer Traum. Ein Traum, in dem ich von meinem eigenen Chef vergewaltigt wurde. Endlich löste er sich von mir. Der Klos in meinem Hals platzte mit einer Heftigkeit, die mich selbst überraschte. Hemmungslos begann ich zu weinen und zu schluchzen. Mein ganzer Körper zuckte unkontrollierbar, als ich versuchte zu atmen:"T-t-ta-ayl-aylor...b-b-b-i-bi-bi-bitte..."
Stotternd lag ich unter ihm, nicht fähig danach weiter zu sprechen. Zu wenig Luft kam in meine überanstrengten Lungen. Zu sehr damit beschäftigt nicht vor Luftnot in Ohnmacht zu fallen, bemerkte ich kaum, dass er meine Hände losgelassen hatte und mir die Tränen von der Wange wischte.

"Luna, meine arme Luna...ich würde es dir so gerne ersparen, aber es geht nicht. Du musst dich erinnern. Und ich bin nicht gewillt, auch nur eine weitere Minute auf dich zu verzichten," er nahm sein Gewicht von mir, durch den Tränenschleier merkte ich, dass sein Gesicht dem meinen immer näher kam, doch wieder erwarten spürte ich, wie er mir fast schon sanft einen Kuss auf die Stirn gab," ich werde dich ab jetzt jede Nacht ersuchen." Damit wurde es plötzlich schwarz vor meinen Augen. Erleichterung durchflutete mich. Es war vorbei. Der böse Traum hatte ein Ende.

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