◇Steve◇
Marti hatte einen Bruder? Er hat mehr durchgemacht,als ich dachte. Steve bekam Schuldgefühle. Dass er so misstrauisch war, hat die ganze Sache sicherlich nicht besser gemacht. Aber ich hatte guten Grund dazu! Dass jemand einen Doppelgänger vorbeischickte, erlebte man schließlich nicht alle Tage. Nach so einer Erfahrung schenkt man nicht jedem, den man glaubt zu kennen, sofort einhundertprozentiges Vertrauen.
"Das Opfer deines Bruders war nicht umsonst", ertönte plötzlich Flos Stimme. Steve zuckte zusammen. Er hatte ihn gar nicht kommen sehen. Soviel zur Nachtwache.
"Dass sich ihr eigener Sohn auf die Seite der Rebellen gestellt hat, hat überall Aufstände losgetreten. Jeder Rebell kannte die Geschichte. Dass es dein Bruder war, ist mir allerdings erst jetzt klargeworden." Flo schaute zum Himmel. "Eure Schicht ist vorbei", sagte er. Steve wusste, dass das nicht stimmte, aber er widersprach nicht. Er sah, dass Marti bereits fast die Augen zufielen und er brauchte die Erholung, damit er wieder gesund würde. Immerhin hatte er noch an diesen Tag Fieber. "Wie schnell die Zeit vergeht." Steve stand auf und streckte sich. Er zwinkerte Flo zu. Ich weiß, das wir noch dran sind! Flo hob entschuldigend die Hände. "Gute Nacht", sagte er und Marti und Steve gingen zu einem weitflächigerem Platz, um zu schlafen.
Es kam ihm wie Minuten vor, als er die Augen wieder öffnete. Bis auf Marti waren alle schon wach. Verwundert erkannte Steve, dass sie zugedeckt waren. "Morgen!", gähnte Rick. "Morgen. Woher kommen die?", fragte Steve und hielt die Decke hoch. Rick deutete zu Frodo. "Das musst du ihn fragen." "Frodo!" Frodo drehte sich um und verstand sofort. "Ich habe während Flos Wache in dem Haus"- er zeigte auf ein halb eingestürztes Gebäude- "nach etwas nützlichem gesucht und ein paar Westen und Decken gefunden." "Dir zu sagen, dass das gefährlich war und du es eigentlich besser wissen solltest, bringt wohl nichts, hab' ich recht?" "Ja, hast du", bestätigte Frodo grinsend. "Ich hab's auch schon versucht", fügte Flo hinzu.
"Ihr habt länger Wache gehalten, stimmt's?", erkundigte sich Steve und Flo nickte. "Bei Marti verstehe ich's, aber mich hättet ihr ruhig nochmal einteilen können." "Du kannst nächstes mal eine längere machen", meinte Flo. Er rollte eine Decke zusammen und stopfte sie in seinen Rucksack. Steve tat es ihm gleich. "Sollen wir ihn noch schlafen lassen?", fragte er mit einem Blick zu Marti. "Ja", sagte Frodo sofort. "Wenn er ausgeruhter ist, schaffen wir heute einen längeren Weg." "Alles klar." Steve rieb sich den letzten Schlaf aus den Augen. "Ich nehme seinen Rucksack", bot Rick an. "Ich glaube nicht, dass er ihn tragen kann." Steve schüttelte den Kopf. "Wenn er uns hören würde, würde er lautstark widersprechen. Er will nicht zugeben, dass er Hilfe braucht." "Das will niemand", murmelte Flo. Ein kalter Wind fuhr durch seine Haare und Steve fröstelte. "Du hattest etwas von Westen gesagt?", wendete er sich an Frodo und der warf ihm grinsend eine zu.
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Endut! Hoch Hech!
RandomDie Regierung hat die Grenzen Deutschlands geschlossen. Überall herrschen Angst und Unsicherheit. Mitten in Berlin kämpft eine kleine Gruppe ums Überleben. Hoffnung und Freundschaft ist alles, was sie haben. Doch einer von ihnen trägt ein finsteres...
