Kapitel 13
"Hauptbahnhof Berlin" sagte die Stimme des Zuges an.
'Endlich' dachte ich. Ich packte schnell meine restlichen Sachen zusammen und bahnte mir dann meinen Weg durch zu den Ausgängen.
Nun stand ich am Gleis und hielt Ausschau nach meiner Mutter. Ich ließ meinen Blick über die Menschenmenge schweifen und entdeckte eine Frau, die mir aufgeregt zuwinkte. Mama.
Ich lief schnell zu ihr und nahm sie direkt feste in den Arm.
"Ich hab dich vermisst." murmelte ich in ihre Schulter.
"Ich dich auch." sagt sie. "Aber komm, wir fahren jetzt Schneider nach Hause und dann erzählst du mir alles."
Wir bahnten uns den Weg durch die Menschenmenge in Richtung Auto. Als wir endlich angekommen waren, hievte ich meinen Koffer in den Kofferraum und ließ mich dann erschöpft in den Sitz fallen.
"Ich erzähl dir alles zu Hause, Mama." sagte ich nur noch und schlief dann sofort ein.
Als wir in unsere Einfahrt fuhren, würde ich kurz darauf von meiner Mutter geweckt. Sie rüttelte mich leicht an Arm und gab mir einen Kuss auf die Stirn, "Aufwachen, Lamiya! Wir sind zu Hause."
Langsam schlug ich die Augen auf und fühlte mich noch leicht benommen. Irgendwie fühlte ich mich müder als zuvor. Ich grummelte vor mich hin und pellte mich aus dem Auto. Verschlafen schlurfte ich ins Haus und setzte mich an den Küchentisch. Kurz darauf kam meine Mutter mit meinem Koffer in der Hand rein und stellte ihn ab.
"Ich helfe dir später mit dem Auspacken." sagte sie.
"Danke." ich lächelte.
"Möchtest du auch einen Kaffee?"
"Ja, bitte."
Dann stellte sie die Kaffeemaschine ein und das Geräusch brachte mir leichte Kopfschmerzen.
Was war denn los mit mir? Warum er ich so anfällig?
Während wir unseren Kaffee tranken und Kekse aßen, erzählte ich ihr alles aus London...außer von James. Der war für mich ja eh erstmal Geschichte.
Später packten wir dann noch meinen Koffer aus, obwohl ich meine Mutter angefleht hatte, es morgen zu tun. Aber sie bestand drauf.
Erschöpft ließ ich mich am Abend ins Bett fallen und schlief schnell ein.
+++++++
Am nächsten Morgen wachte ich mit Ohren-, Kopf- und Halsschmerzen auf.
Hast du ja toll hingekriegt, Lamiya.
Wie sollte ich denn so trainieren? Wenn ich tanzen würde, was ich eigentlich müsste in Hinsicht auf das Halbfinale, würde es sich vielleicht alles nur verschlimmern. Und wenn ich nicht trainieren würde, wäre ich unvorbereitet auf das Halbfinale.
Großartig.
Ich stand erstmal auf, um in die Küche zu gehen. Vielleicht würde ja schon ein Tee helfen, keine Ahnung.
Zum Glück saß meine Mutter in der Küche, sie hatte immer die besten Ratschläge bei solchen Sachen.
"Guten Morgen, Mama!" sagte ich leise.
"Oh Gott, Lamiya, was hast du denn gemacht?!" sie lachte über meine krächzende, heisere Stimme.
"Man Mama das ist echt nicht lustig! Ich habe ein Problem!" aber ich musste auch lachen. Ich konnte einfach nicht ernst bleiben. Vergleicht meine Stimme mit .........., und jetzt wisst ihr warum wir lachten mussten.
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Tanzen ist Träumen mit den Füßen
Genç KurguTanzen war ihr Leben, doch niemand wusste davon. Bis zu dem Tod ihres Vaters hatte sie niemand tanzen gesehen. Doch mit dem Tod und dem ehemaligen Traum ihres Vaters änderte sich ihr komplettes Leben. Doch als sie James traf, drohte ihr Ziel aus den...