Kapitel 28

120 10 3
                                        

Ich zog mich also erstmal an und wollte mich auf den weg machen. Aber wo könnte er hin gegangen sein? Was mochte er? Er mochte den Wald!

Er liebt Tiere so wie ich. Vor allem die, die in den nahe liegenden Wäldern zu finden sind. Er findet sie total interessant, weil sie eine besondere Bindung zu Menschen aufbauen können wenn sie wollen. 

Aber nur wenn man ihnen vertraut und nicht schadet, meinte er. Ich riss mich schnell aus meinen eigenen Gedanken und lief in Richtung Wald.

Er könnte aber natürlich überall sein. Ich nahm also mein Handy aus meiner Hosentasche und ging auf Google Maps um zu schauen wie groß der Wald überhaupt war. 

Es war ein relativ kleiner Wald mit 5 bis 6 Lichtungen. Bei einigen Lichtungen waren noch alte Jagdhütten und ich beschloss einfach mal alle Lichtungen abzuklappern. 

Während ich zur ersten Lichtung lief, versuchte ich Ardy auf seinem Handy zu erreichen. Ich wählte seine Nummer und hielt mir mein Handy ans Ohr. 

Nach dem vierten Piepen ging leider nur die Mailbox an. Wahrscheinlich hatte er keinen Empfang oder sein Handy war leer. Nach 15 Minuten laufen, kam ich an der ersten Lichtung an.

"Ardy?", rief ich und kam mir total blöd vor als nur  ein paar Vögel von meinem Ruf weg flogen. Hier könnte er aber definitiv nicht gewesen sein. Keine Hütte, keine Spuren.

Also klapperte ich die nächsten 4 Lichtungen ab. Jedoch ohne Erfolg. Kein Ardy weit und breit. Mein Kopf tat weh vom ganzen Stress. Aber mein Herz schmerzte auch. Nach jeder leeren Lichtung verspürte ich einen Stich in meiner Brust.

Ich hatte Angst ihn nicht mehr zu finden oder ihn nie wieder zu sehen. Und das nur, weil mir nicht bewusst war, dass es Ardy glücklich machte endlich eine öffentliche Beziehung zu führen. 

Aber ich arroganter Hurensohn musste ja mehr auf meinen Ruf achten. Ich war so wütend auf mich, dass  ich nicht merkte wie müde und erschöpft ich eigentlich war. 

Nach 3 Stunden kam ich bei der letzten Lichtung an. Dort war auch eine Jagdhütte. Ich ging in dessen Richtung und schaute nach Fußspuren. Nichts...

Dann schaute ich durch das kleine Fenster in die Hütte und beschloss sie zu betreten. Als ich die Tür öffnete, fiel sie schon fast raus. Ich schaute mich um und entdeckte ein blutiges Tuch. 

Es sah noch relativ frisch aus. 'Was zur Hölle ist hier passiert?', dachte ich und schaute mich weiter um. Alles war umgeworfen worden und es war mega chaotisch. 

Aber sonst gab es keine weiteren Hinweise oder Spuren. Also wollte ich die Hütte wieder verlassen. Doch beim genauerem Hinschauen, sah man eine Blutspur aus kleinen und großen Tropfen die die enge Treppe wieder hinunter und in den Wald führten. 

Es musste Ardy sein! 'Bitte lass es Ardy sein damit ich ihn wieder finde und in den Arm nehmen kann!', dachte ich und bereute, dass ich an dem Abend nicht mit ihm geredet habe und dass ich nicht bei ihm geblieben bin. 

Er hätte die Aufmerksamkeit von mir so verdient aber ich wollte mehr. Ich bettelte sozusagen um welche. Und das war schlecht. Und dazu kommt noch, dass ich Ardy dadurch fast gar nicht beachtet habe obwohl ich ihn doch so sehr liebe... 

Da wurde mir klar, dass ich ihm meine Liebe und Zuneigung fast gar nicht gezeigt habe nur, weil ich Aufmerksamkeit wollte, sie aber schon längst hatte. Und dass tat unglaublich weh ihn vernachlässigt und verletzt zu haben...

---------------------------------

Ich hatte irgendwie Bock noch ein Kapitel raus zu hauen...

Und ich denke und hoffe, dass das niemand so schlimm findet... <3

^-^


Der Streber und der Coole||TardyGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt