Kapitel 39

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Ardy's Sicht

Ich hasste es im Koma zu liegen. Man wollte sich bewegen, aber man scheiterte jedes verdammte Mal. Man konnte nicht Mal was sehen oder sprechen.

Alle Sinnesorgane standen auf Standby. Wirklich alle. Man lag einfach nur stumm da un konnte nichts machen. Dazu kamen die unheimlichen schmerzen von meinem Arm.

Zudem war es schrecklich nicht tun zu können wenn die blöde Krankenschwester mal wieder ausversehen an meinen Arm kam. Die ersten 2 Tage konnte ich nichts machen. Ich konnte nicht mal klar denken. 

Ich hörte und roch immer nur Bruchteile meiner Umgebung und konnte sie meistens gar nicht richtig verarbeiten. Nach diesen 2 Tagen hörte ich dann endlich wieder was und konnte auch wieder was riechen. Und mein Kopf funktionierte wieder.

Und ab da begann die Zeit wo ich sehr viel nachdachte. Ich versuchte meine Gedanken zu ordnen. Ich versuchte Taddl's Wortfetzen in meinem Kopf aneinander zu reihen damit es irgendwie Sinn ergab. 

Das Einzige woran ich mich erinnern konnte war irgendwas von Manu und das er sich in ihn geirrt hatte, betrunken, Falle, irgendwas mit ins Bett kriegen, noch was mit einem überquertem Ziel, Leid und das er versteht...

Für meinen Kopf machte es alles nicht wirklich Sinn aber ich dachte jeden Tag an seine Worte und versuchte mir eine logische Geschichte zu formen. 

Ich freute mich immer ein wenig wenn Taddl mich besuchte. Er war immer so vorsichtig. Und er weinte oft. Am liebsten wäre ich aufgesprungen und wäre ihm um den Hals gefallen und hätte ihn direkt getröstet. 

Aber ich war zu schwach. Dazu kommt, dass wenn er da ist, er mich mit seinen Geschichten immer gut unterhielt. Meiner Meinung nach konnte er super Geschichten erzählen. 

Doch es tat mir immer furchtbar leid wenn er sich nach jeder Geschichte immer selber die Schuld gab. Es tat weh ihn so zerbrochen zu sehen, beziehungsweise zu hören. 

Vor einigen Tagen war glaube ich Micha da. Und er hat auch geweint und er wurde von Taddl getröstet und in den Arm genommen. Und ich muss zugeben, dass ich ein ein wenig eifersüchtig war auf Micha. 

Er konnte ihn den Arm genommen werden. Ich nicht... Aber ich wusste wie sehr er mich liebt... oder? Zweifel hatte ich irgendwie an allem aber ich konnte mir nicht ganz erklären warum.

Lara kam auch mal hin und wieder vorbei um irgendwelche Sachen auszuwechseln. Manchmal erzählte sie mir auch was über ihre Probleme mit ihrem Freund. 

Manchmal war sie sogar so verplant, dass sie vergas das ich im Koma lag und ihr nicht antworten konnte. Sie war glaub ich wirklich nett und ein guter Gesprächspartner. 

Ich merkte von Tag zu Tag wie die Schmerzen immer schlimmer wurden. Doch die Ärzte meinten es sei ok so. Sie meinten ebenfalls, dass ich von Angang an nur eine 20% Überlebenschance hatte. 

Eines wunderschönen, friedlichen und schmerzhaften Morgens kamen plötzlich einige Ärzte in mein Zimmer und redeten etwas über DIE Spritze. Und dass diese meine Überlebenschancen steigen oder sinken ließe.

Dann waren sie wieder weg, kamen aber nach 20 Minuten wieder zurück. Plötzlich hörte ich wie die Geräte aus geschaltet wurden und ich von allen möglichen Kabeln gelöst wurde.

Und bevor ich es wusste wurde mir die Spritze in den verletzten Arm in meine Adern gerammt...

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Kurze Info am Rande: Ich hab keine Ahnung ob das alles mit dem im Koma sein stimmt. Wenn ihr etwas darüber wisst dürft ihr es mich es wissen lassen.^-^

<3







Der Streber und der Coole||TardyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt