Kapitel 31

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"Wir sind da!" Der Wagen hielt an und die Türen wurden aufgerissen. Ab da verlief alles viel zu schnell für mich. Es kamen unzählig viele Ärzte auf uns zu und holten ihn ab. Sie rannten dann förmlich mit ihm weg.

Ab da wurde mir wieder bewusst, wie ernst die Situation eigentlich war. Ein Gefühl von Angst überkam mich wieder und ich wollte Ardy am liebsten nachrennen.

"Ist alles ok mit Ihnen, Herr Tjarks?", fragte mich dann der kleine Sanitäter, weil er anscheinend meine Nervosität bemerkt hatte. "Ich weiß nicht....", meinte ich nur.

"Wollen sie ein Taschentuch haben?", fragte er dann. Da merkte ich erst, dass ich die ganze Fahrt über geheult hatte und mein Gesicht total nass war.

Ich nickte und bekam ein Taschentuch in die Hand gedrückt. Nachdem ich mir die Tränen weg gewischt hatte, fragte ich:"Was passiert jetzt mit ihm?" "Ich weiß es nicht. Aber ich bin mir relativ sicher, dass die Ärzte erstmal dafür sorgen das die Wunde gereinigt und genäht wird. Danach muss jemand die Blutgruppe des Jungen herausfinden damit sein Körper wieder genug hat um alle Organe mir Blut zu versorgen... ja das klingt logisch."

Er brachte mich in ein Wartezimmer wo eine nette junge Dame auf mich aufpasste. Eigentlich kam sie jede halbe Stunde zu mir um zu schauen wie es mir geht und ob ich etwas trinken oder essen möchte.

Zwischendurch fragte sie mich noch ein paar Fragen und unterhielt sich manchmal mit mir. Ich wusste das sie Lara heißt und das sie hier Krankenschwester ist aber Ärztin werden möchte. Sie war so um die 20 und tröstete mich wenn ich mal wieder weinte.

Insgesamt vergingen 8 Stunden von denen ich 3 weinend verbrachte. Lara kam ins Wartezimmer, setzte sich neben mich und reichte mir ein Becher mit Wasser den ich dankend annahm.

"Ich habe gerade gehört, dass die Ärzte fertig sind...", meinte sie und sah auf ihre Hände. "Und? Wie geht es ihm und weiß man jetzt wie das alles passiert ist?", fragte ich.

"Das einzige was ich bis jetzt weiß ist, dass es ihm nicht besonders gut geht und das er für ein Tage im Koma liegen muss damit sein Körper sich selber mit neuem Blut versorgen kann. Die Wunde konnten sie nicht wirklich untersuchen, weil es immer kritischer wurde... Er musste dort 3 wieder ins Leben geholt werden..."

Er liegt im Komma und ist mehrmals gestorben... wegen mir... "Du darfst ihn in 3 Stunden besuchen. Alles was du zu ihm sagst wird er hören und verarbeiten können. Ich könnte schon mal einen Termin für dich besorgen wenn du willst."

Ich nickte nur. Ich spürte ihren Blick der auf mir lag. Dann wanderte ihr Blick wieder auf den Boden, sie stand auf und ging wieder in ihr Büro. Bevor sie das Zimmer ganz verließ, meinte sie noch:" Wenn du jemandem zum zuhören oder zum trösten brauchst, bin ich für dich da, Taddl."


Der Streber und der Coole||TardyWo Geschichten leben. Entdecke jetzt