Nachdem ich zustimmte packte Jesus einige seiner Sachen zusammen,die er hätte gebrauchen können.
Derweil saßen Carl und ich auf der wackelnden Holztreppe,vor dem Container meines Bruders,und hielten Stöcker in der Hand,mit denen wir versuchten Tiere zu zeichnen.
"Okay,was ist das?",fragte ich und deutete stolz auf mein Kunstwerk,welches ich in die Erde gekritzelt hatte.
"Ein...",Carl sah ratlos auf meine Zeichnung,als hätte er keinen Schimmer,was ich gezeichnet hatte.
"Elefant",gab er schließlich als Antwort und sah mich von der Seite an,weshalb seine längeren Haare teilweise in sein Gesicht fielen.
Ich schüttelte enttäuscht meinen Kopf.
"Ein Pferd...streng dich an,Grimes."
"Das ist niemals ein Pferd.Sieh dir das mal an",er zeigte mit seinem Stock auf das Pony,welches ich gekritzelt hatte.
"Das ist ein Rüssel",meinte er und deutete auf die Schnauze des Pferdes.
Ich schnaubte.
"Das ist die Nase",gab ich besserwisserisch zurück und verwischte die Zeichnung beleidigt,indem ich mit meinen dunkelbraunen Stiefeln drüber strich.
"Zeichnen war schon immer nicht dein Ding",hörte ich aufeinmal von hinten und drehte mich im sitzen um.
Mein Bruder stand an der Tür des Containers und trug nun eine Jacke an seinem Körper.
Dazu hielt er einen vollgepackten Rucksack in seiner rechten Hand,der locker in der Luft baumelte.
"Dafür hattest du von Anfang an ein Händchen für Musik",er ging zwischen Carl und mir die Treppe herunter und blieb genau an der Stelle stehen,auf der gerade noch mein Elefanten-Pferd war.
Ich verdrehte genervt meine Augen.
"Ehrlich?",fragte Carl überrascht und drehte sich zu mir,anscheinend um mich mehr über meine Musik auszufragen,doch ich hatte keineswegs Lust darauf.
"Super Jesus,gerade du weißt dass ich nicht gerne darüber rede",ich stand angepisst von der Stufe auf und klopfte den Schmutz von meiner Hose.
Belustigt verschränkte mein Bruder seine Arme vor der Brust und beobachtete mein Handeln.
"Du bist eine richtige Zicke",schmiss er mir die Beleidigung an den Kopf und grinste mich provokant an.
Ich stellte mich wieder normal hin und öffnete empört meinen Mund,um einen guten Konter zu geben.
Doch mir fiel in dem Moment nichts gescheites ein,weswegen ich lieber meine Klappe hielt und nichts darauf erwiderte.
"Dann ist das ja auch geklärt",Jesus warf sich seinen Rucksack über die Schulter und forderte Carl und mich auf schon mal vor zu gehen.
Schlitzäugig betrachtete ich meinen Bruder,bevor ich langsam voranschritt und wie ein trotziges Kind meine Arme vor der Brust verschränkte.
Ich musste zugeben dass ich schnell beleidigt war.
"Da seid ihr ja!Wir warten schon eine halbe Ewigkeit",beschwerte sich Weya und warf mir meinen Rucksack zu,der mir fast aus der Hand fiel,hätte Carl ihn nicht festgehalten.
Dieser überreichte ihn mir und ich schnallte ihn mir auf den Rücken,bereit um zurück nach Hause zu fahren.
Wir liefen los,um rechtzeitig beim Wagen anzukommen.
Die Sonne ging schon unter und sich in der Nacht draußen herumzutreiben wäre ein großer Fehler gewesen.
Von überall konnten Beißer kommen und uns überraschen,weshalb ich öfters prüfend um mich sah.
Da der Wald nur aus Bäumen bestand,waren wir ein leichtes Ziel für die Matschbirnen,denn es gab keine Möglichkeit um sich zu verstecken.
Kein einziger Fels war hier um sich darauf zu retten.
Der Wald war,bis auf die Bäume,einfach leer.
"Wie geht es dir?",dröhnte die Stimme meines Bruders zu mir durch.
Er lief mittlerweile neben mir und beäugte mich analysierend.
"Ganz gut...schätze ich",meinte ich schulterzuckend und seufzte,während ich sanft ein paar Äste zur Seite schob,um dort lang zu kommen.
Dennoch stolperte ich weiterhin über die ganzen Steine und Stöcker,die auf dem Waldboden verteilt lagen.
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Lost /Daryl Dixon #Wattys2018
FanfictionGrace war verloren,bis sie von einem blauäugigen Armbrustschützen gefunden und nach Alexandria gebracht wurde.Dort warteten neue Freunde,alte Freunde und ein Haufen Ärger auf sie. Ob sie es packt und da bleibt um zu helfen? Und was hat es mit ihrem...
